Gemeinderat, 10. Sitzung vom 20.01.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 92 von 103
GRin Mag. Dolores Bakos, BA (NEOS): Frau Vorsitzende, werte Kolleginnen und Kollegen!
Zum Jobticket kann ich nichts mehr hinzufügen, das wurde jetzt reichlich und gut erklärt. Davor ist allerdings in der Debatte und vor allem auch im Ausschuss - wie sich die Ausschussmitglieder erinnern werden - sehr viel auch zum Thema Wertschätzung gegenüber Pädagoginnen und Pädagogen gesprochen worden, und es ist auch das Thema Entlastung angesprochen worden. Ich bin der Ansicht, dass das etwas ist, was man immer auch gesamtheitlich betrachten muss.
Diese Entlastung und diese Wertschätzung, die wir gegenüber Pädagoginnen und Pädagogen zeigen wollen, zeigt sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Ich meine, auch das sollten wir hier nicht unter den Tisch fallen lassen. - Wir haben hier unterschiedlichste Maßnahmen implementiert, um genau diese Wertschätzung zu zeigen, weil Pädagoginnen und Pädagogen - und das soll für uns nicht nur ein Schlagwort sein - in Wahrheit tatsächlich den wichtigsten Beruf haben, weil sie Kinder, Schüler und Schülerinnen, auf ihrem Weg begleiten und in Wahrheit die Zukunft in diesem Land gestalten.
Diese Wertschätzung zeigen wir in unterschiedlichster Weise, ob das jetzt in bürokratischer beziehungsweise vielmehr eher entbürokratisierender Hinsicht oder im fachlich-pädagogischen Bereich geschieht. Ich möchte jetzt zum Beispiel unbedingt die administrativen Unterstützungskräfte an den Pflichtschulen oder aber die pädagogischen Administratoren und Administratorinnen, die insbesondere Schulleitungen entlasten, erwähnen. Ich möchte jetzt auch die School Nurses, die multiprofessionellen Schulkooperationsteams und die unterschiedlichsten Kräfte, die in diesem Bereich an den Schulen unterstützend tätig sind, erwähnen. Es gibt Schulentwicklungsprogramme, mit denen wir gerade auch Coachings und Begleitung zur Weiterentwicklung von Pädagoginnen und Pädagogen geschaffen haben. Und wir haben die Wiener Bildungschancen ins Leben gerufen.
Jetzt fragt man sich: Welche Entlastungen bringt das? - Man kann damit unbürokratisch, kostenlos und qualitätsvoll geprüfte Angebote auch in die Schulklassen bringen. Wir haben unterschiedlichste Szenarien und Instrumente geschaffen für Fälle, in denen die Probleme halt akut werden, etwa die Hotline des Gewalttelefons bei der Bildungsdirektion, die Schulmediation beziehungsweise die Suspendierungsbegleitung. Und auch all die Maßnahmen, die wir in infrastruktureller Hinsicht gesetzt haben, sollten nicht außer Acht gelassen werden, zum Beispiel das 100 Millionen schwere Digitalpaket an Wiens Schulen, bei dem auch die Lehrkräfte mit Laptops ausgestattet wurden.
Zusätzliche Mittel - dieses Thema wurde hier heute schon behandelt - gibt es auch zur Sprachförderung. Wir haben diesen sinnlosen Deckel für die Deutschförderung abgeschafft haben, um wieder zusätzliche Stellen zu schaffen, mit denen wiederum Pädagoginnen und Pädagogen entlastet werden. Und ein wirklich zentraler Schritt ist das Außerkraftsetzen von über 80 Prozent der bisherigen Rundschreiben des Bildungsministeriums an Schulen, die oft überflüssig waren und auch als belastend gegolten haben.
All das sind Maßnahmen, die wir natürlich zur Entlastung, aber vor allem auch als Zeichen der Wertschätzung setzen wollen. Es ist uns ein ganz besonderes Anliegen, dass wir diesen Weg weitergehen und auch weiterentwickeln. - Auch ich möchte hier ein ganz herzliches Dankeschön an alle Pädagoginnen und Pädagogen richten, die diesen gesellschaftlich so wertvollen Beruf tagtäglich ausüben und die jeden Tag vielleicht sozusagen die eine Meile beziehungsweise den einen Kilometer mehr als notwendig im Sinne von Kindern und Jugendlichen zurücklegen. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Zum Wort ist niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.
Die Berichterstatterin verzichtet auf das Schlusswort.
Wir kommen nun zu den Abstimmungen.
Bevor wir über die Postnummer abstimmen, darf ich einen Abänderungsantrag zur Abstimmung bringen. Dieser Abänderungsantrag wurde eingebracht von GemeinderätInnen der NEOS und der SPÖ. Wer diesem Abänderungsantrag zustimmt, den bitte ich um ein Zeichen. - Das ist mit den Stimmen von ÖVP, NEOS, SPÖ und GRÜNEN so angenommen.
Wir kommen damit zur Abstimmung über die Postnummer 7, und ich darf all jene Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, die zustimmen, um ein Zeichen mit der Hand bitten. - Das ist mit den Stimmen von NEOS und SPÖ gegen die Stimmen von FPÖ, GRÜNE und ÖVP angenommen.
Wir kommen zur Abstimmung über einen weiteren eingebrachten Antrag von der ÖVP betreffend Hände weg vom Jobticket für Junglehrer in Wiens Pflichtschulen. Wer dem Antrag zustimmt, den bitte ich um ein Zeichen. - Das sind die Antragsteller der ÖVP gemeinsam mit der FPÖ und den GRÜNEN gegen SPÖ und NEOS. Somit gibt es keine Mehrheit für diesen Antrag.
Ich schlage vor, die Verhandlung über die Geschäftsstücke 8, 9, 11 und 13 der Tagesordnung, sie betreffen eine Sachkreditgenehmigung für die Zuweisung an die Bezirke für Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt FAIR-PLAY-TEAM - Kommunikation, Vermittlung und Teilhabe im öffentlichen Raum sowie Förderungen im Bereich Bildung und Jugend, zusammenzuziehen, die Abstimmung jedoch getrennt durchzuführen. Wird dagegen ein Einwand erhoben? - Das ist nicht der Fall. Dann werden wir so vorgehen. Ich darf die Berichterstatterin, Frau GRin Vasold, bitten, die Verhandlung einzuleiten.
Berichterstatterin GRin Mag. Stefanie Vasold: Bitte um Zustimmung.
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Vielen Dank.
Zu Wort gemeldet ist Herr Abg. Burian, und ich erteile es ihm.
GR Mag. Lukas Burian (NEOS): Sehr geehrte Frau Vorsitzende, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Wie in vielen europäischen Städten erleben wir leider auch in Wien eine neue Dichte an Herausforderungen im öffentlichen Raum. Es gibt mehr Stress, mehr Überforderung, mehr Konflikte und damit auch mehr Spannungen. Wie aber sorgt man in einer Stadt dafür, dass das Zu
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