Gemeinderat, 9. Sitzung vom 18.12.2025, Wörtliches Protokoll - Seite 62 von 103
wieder passiert. - Vielen Dank. (Beifall bei den GRÜNEN.)
Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Als Nächste ist GRin Sucher zu Wort gemeldet. - Bitte.
GRin Cornelia Sucher, BA (SPÖ): Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrter Herr Berichterstatter, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher!
Ich muss Ihnen ein bisschen widersprechen, Kollegin Sequenz. Es geht sehr wohl um eine Straßenherstellung. Das ist nämlich das Poststück, das auch zur Diskussion aufliegt. Danke aber für den Ausflug nach Kaisermühlen. Es freut mich immer sehr, wenn wir über den Bezirk sprechen, auch wenn wir da vielleicht unterschiedlicher Meinung sind.
Worum geht es im Poststück? - Im Poststück geht es wie gesagt darum, dass es einen Vertrag aus dem Jahr 1995 gibt - fast schon vor meiner Zeit -, der jetzt von der Stadt auch umgesetzt wird. Ich kenne die Promenade dort auch. Das ist nicht einfach nur ein Fußweg, es ist eine Promenade. Das ist ein bisschen etwas Breiteres.
Warum wird das hergestellt? - Weil wir … (GRin Mag. Heidemarie Sequenz: Ich kann es herzeigen!) - Bitte. Ja, gern. Also, ich muss es nicht herzeigen. Wenn du es herzeigen willst, sehr gern. Bitte schön. (GRin Mag. Heidemarie Sequenz tritt ans Rednerpult und hält einen Ausdruck in die Höhe.) - Mit Unterstützung, das kann man sich wünschen. Vielen herzlichen Dank. (GRin Mag. Heidemarie Sequenz kehrt zu ihrem Sitzplatz zurück.)
Man hat es gesehen, es gibt eine Promenade zum CopaBeach. Jeder, der noch nicht am CopaBeach war - er ist ja schon seit längerer Zeit eröffnet: Das ist übrigens eine Top-Freizeitoase mit vielen konsumfreien Plätzen, die wir dort geschaffen haben. Deswegen jetzt auch dieser Ausbau zum CopaBeach, damit die Leute auf einer guten, breiten Promenade dort hinkommen. Das ist grundsätzlich einmal das Poststück, das wir hier eigentlich diskutieren.
Du (in Richtung GRin Mag. Heidemarie Sequenz) hast einen relativ breiten Bogen gespannt. Vielleicht ganz kurz zu einigen von deinen Einwendungen, die ja jetzt nicht unbedingt das Poststück betroffen haben.
Es handelt sich um einen alten Vertrag aus dem Jahr 1995, der jetzt umgesetzt wird. Die Herstellungskosten werden von der Dienststelle übrigens für die öffentlich gewidmeten Verkehrsflächen verwendet. Das ist vielleicht auch etwas, was man bei den ganzen Vorwürfen, die jetzt gekommen sind, erwähnen sollte.
Weil du auch den CopaBeach erwähnt hast: Auf der einen Seite sagst du, es ist jetzt zappenduster dort. Schweinerei, um 22 Uhr ist alles abgedreht. Der Herr Bezirksvorsteher fürchtet sich vor den privaten Investoren. Ich kann dir sagen - du bist selber auch lang genug in der Bezirksvertretung gewesen. Es geht hier vielmehr darum, dass man sicherstellt, dass die Leute am Abend in ihren Grätzeln dann auch einmal zur Ruhe kommen können.
Wenn du dich im Bezirk vielleicht noch ein bisschen auskennst, das passiert im Bezirk an ganz vielen Stellen. Wir fordern als Bezirk sogar beim Donauinselfest die 22-Uhr-Regel ein. Da werden wir natürlich overruled, aber das ist bei uns im Bezirk sozusagen ein Usus, dass es dem Herrn Bezirksvorsteher sehr wichtig ist, dass um 22 Uhr die Nachtruhe der Anrainerinnen und Anrainer auch gewahrt ist. (GRin Mag. Heidemarie Sequenz: Auf der Donauinsel?)
Jetzt weiß ich nicht ganz, was du möchtest. Zuerst sagst du: Es ist zappenduster, Schweinerei. Dann sagst du: Es war vorher Disco, Party und zu laut. Irgendwo muss man dann … (GRin Mag. Heidemarie Sequenz: Ich habe es genau erklärt!) Jetzt weiß ich nicht. Lässt man es offen, ist es wieder zu laut. Das passt auch nicht. Dann dreht man es ab, und es ist auch nicht richtig. Es ist also ein bisschen schwierig. Man wird den Leuten dort nicht vorschreiben können, was genau sie am Abend machen. Also, entweder du möchtest gern schlafen, oder du möchtest gern Disco haben. Ich glaube, es ist schwierig, dass man den Mittelweg dort findet. (Beifall bei der SPÖ. - GRin Mag. Heidemarie Sequenz: Dass man um 10 Uhr einen … zusperrt!)
Da gibt es immer wieder Probleme im Bezirk. Vielleicht können deine paar Kollegen, die du im Bezirk hast, dich darüber aufklären. (GRin Mag. Heidemarie Sequenz: Ich wohne dort!)
Kurz auch noch zum Radhighway, den ich im Übrigen sehr begrüße. Ich finde, da ist uns ein wirklicher Meilenstein gelungen. Dafür muss man StRin Sima auch wirklich noch einmal danken, dass sie das dort umgesetzt hat. Ich kann mich erinnern, unter der grünen Stadträtin gab es ein tollen Pop-up-Radweg und mehr nicht. Der hat eigentlich nur Probleme verursacht und sonst gar nichts. Jetzt gibt es dort einen anständigen Radhighway.
Ja, ich gebe dir vollkommen recht. Dort auf diesem Stück - jeder, der dort schon gefahren ist, weiß es - ist es durchaus problematisch, keine Frage. Ich darf dir aber berichten - auch das wissen deine Kollegen aus dem Bezirk eigentlich, vielleicht solltest du dich mit ihnen vorher ein bisschen absprechen -, das ist ein Problem, das wir mit der ASFINAG haben. So ist es. Das tut mir leid. (GRin Mag. Heidemarie Sequenz: Es gibt hier Pläne fix und fertig! Ihr müsst es nur machen!) Ich kann berichten, unser Ausschussvorsitzender hat sich da auch schon eingesetzt und mit dem zuständigen Minister geredet. Wir sind guter Dinge, dass wir bald eine Lösung haben werden. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Ich könnte jetzt noch viel mehr auf den breiten Sermon eingehen, den du hier zum Besten gegeben hast. Ich glaube aber, wir sollten uns auf das Wesentliche konzentrieren. Es geht um die Herstellung einer Promenade, damit die Leute ordentlich zum CopaBeach kommen können.
Der CopaBeach ist übrigens auch mehr als positiv zu erwähnen. Ich denke, auch er ist ein großer Wurf der StRin Sima gewesen, damals noch in ihrer Funktion als Umweltstadträtin. Ich bin sehr gern dort. Ich glaube aber, die Leute haben auch eine Freude, wenn es um 22 Uhr dann einmal ruhig ist. Ich denke, zu diesem Punkt ist sonst alles gesagt.
Stadt Wien | Geschäftsstelle Landtag, Gemeinderat, Landesregierung und Stadtsenat (Magistratsdirektion)
Kontaktformular