Gemeinderat, 9. Sitzung vom 18.12.2025, Wörtliches Protokoll - Seite 24 von 103
Schritten in eine wirklich gute Zukunft gehen. - Vielen Dank. (Beifall bei den GRÜNEN.)
Vorsitzender GR Armin Blind: Als Nächster ist GR Mahdalik zu Wort gemeldet. - Bitte sehr, Redezeit ist eingestellt, Sie sind am Wort.
GR Anton Mahdalik (FPÖ): Sehr geehrter Herr Vorsitzender, werte Damen und Herren!
Eines ist fix, heute ist nicht der Tag des Joe Taucher. Der SPÖ-Klubvorsitzende hat die Aktuellen Stunde der SPÖ eröffnet, dann ist er abgepascht, wahrscheinlich hat er sein Büro zusammengestaucht, weil es ihm keiner gesagt hat, dass die U2 schon über die Aspernstraße verlängert wurde und wo zum Geier die komische Seestadt ist. (Allgemeine Heiterkeit.) Aber du bist weggeschlichen wie ein - das kann ich jetzt nicht sagen -, wie der Michael Ludwig am ersten Tag der Budgetdebatte (GR Mag. Josef Taucher: Wirklich peinlich!), vielleicht möchtest du ihm nachfolgen und nächster Bürgermeister werden. Die Anlagen dazu hast du. (Beifall bei der FPÖ. - Zwischenruf von GR Mag. Josef Taucher.)
Unangenehm ist es, wenn man eine Aktuelle Stunde eröffnet und dann abhaut. Das ist nicht nur unhöflich, das ist ein Zeichen von Schwäche und eigentlich gehört sich das nicht für einen Donaustädter. So sind wir nicht im 22. (Beifall bei der FPÖ.)
Aber noch kühner als der Titel der Aktuellen Stunde war der Hinweis auf die Geothermie, ich habe es schon öfters hier erwähnt. Im Jahr 2000 hat es die FPÖ schon gefordert, der damalige Planungs- und Verkehrssprecher Walter Prinz, weil dieser Heißwassersee seit den 70iger Jahren bekannt ist. Und damals hat die SPÖ gesagt: Haben wir schon, brauchen wir nicht; diese FPÖ, die ist ein Blödsinn. Wir haben damals auch schon einen See eingezeichnet, und alles Mögliche. (Zwischenruf von GR Mag. Josef Taucher.) Und man kann das Wasser auch für Heilzwecke verwenden, so eine Art wie beim Roten Meer. Die SPÖ hat damals gesagt, brauchen wir nicht, und hat 20 Jahre hergeschenkt. Das ist sehr schade, wir könnten schon lange 20 000 und mehr Haushalte beheizen, wenn der Joe Taucher und die anderen SPÖ-Mandatare damals auf die FPÖ gehört hätten. (Beifall bei der FPÖ.)
Und wenn wir schon bei der Nachschulung sind: Die U2-Verlängerung geht in die Seestadt auch schon einige Jahre. Weißt du, warum die Verlängerung der U2 bis über die Aspernstraße hinaus gut geklappt hat? Ebenfalls im Jahr 2000 hat die FPÖ, damals auch der Walter Prinz, schon genau die künftige Streckenführung eingezeichnet. Ihr, die Stadtplanung, die SPÖ habt damals nicht gewusst, fahren wir nachher nach Süßenbrunn oder fahren wir nach Essling. Wir haben es schon damals gewusst, dass man nach Essling fahren muss, weil dort Bautätigkeit stattfinden wird. In Süßenbrunn wird nicht so viel auf die Beine gestellt, Gott sei Dank für die Süßenbrunner, aber ihr habt die riesigen Gemeindebauten in Hirschstetten oder Ziegelhofstraße ausgelassen, weil ihr nicht gewusst habt, wie ihr weitermachen sollt. Hättet ihr damals auf uns gehört, dann wären wir bei der U2 auch schon weiter, hätten uns Geld erspart.
Und ein Großprojekt (Zwischenruf von GR Mag. Josef Taucher.), das Gott sei Dank nicht stattgefunden hat, ist in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Flugfeld Aspern, mit der Seestadt, weil die Stadt Wien hat ja das vom Bund um damals noch 1,2 Milliarden Schilling gekauft, weil es noch 1995 gemeinsam mit Budapest eine Expo, eine Weltausstellung machen wollte. Gott sei Dank ist nichts daraus geworden, das wäre sicher ein Fiasko geworden, zumindest in Österreich, denn wenn die SPÖ ein Großprojekt angreift, dann kann sie es in den Sand setzen, wenn sie es nur wirklich will. (Beifall bei der FPÖ. - Zwischenruf von GR Mag. Josef Taucher.) - Wir waren dafür.
Das einzige Projekt, und ich möchte auch eine Lanze brechen, die U2-Verlängerung hat halbwegs geklappt, weil ihr unseren Vorschlägen gefolgt seid, zumindest die jetzige U2/U5- Verlängerung wird nicht klappen, das wird ein Fiasko, wie es noch nie dagewesen ist (GR Mag. Josef Taucher: Wie die Donauinsel! Das Austria Center!), das wird das AKH und das KH Nord in den Schatten stellen. Aber das einzige Großprojekt, ich habe es gestern schon kurz gestreift, das in den letzten 10, 15 Jahren wirklich geklappt hat, nämlich der größte Straßenbau Wiens in den letzten Jahrzehnten, ist von A bis Z ein grünes Herzensprojekt, nämlich die Stadtstraße. (Beifall bei der FPÖ.) Da kann die SPÖ jetzt nichts dafür, und da möchte ich mich nicht nur bei den damaligen Planungsstadträtinnen Hebein und Vassilakou bedanken, sondern ganz ausdrücklich beim David Ellensohn, beim Peter Kraus und bei der Heidi Sequenz. Denn der Peter Kraus war damals Büroleiter, über dessen Schreibtisch ist alles gelaufen, jede Geldfreimachung hier im Gemeinderat, jede Genehmigung, alles. Er hat das bravourös gemeistert. Der David Ellensohn, der Klubobmann und Zuchtmeister des Grünen Rathausklubs, hat die Stimmen zur Verfügung gestellt, ehrlich, und die Heidi Sequenz hat der Rathauskoalition im Bezirk den Rücken freigehalten. Der Name Stadtstraße Wien wird auf ewig mit diesen Namen verbunden sein, herzlichen Dank im Namen von uns allen (Beifall bei der FPÖ) und vor allem von der Bevölkerung. Nachdem das ein würdiges Schlusswort war, höre ich jetzt auf, und ich bin eh schon am Ende. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Vorsitzender GR Armin Blind: Als Nächste ist Frau GRin Mautz zu Wort gemeldet. - Bitte, Frau Kollegin, Sie haben das Wort.
GRin Mag. Andrea Mautz (SPÖ): Sehr geehrter Herr Vorsitzender, lieber Stadtrat, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!
Wien ist die Hauptstadt der Kultur, der Spitzenmedizin, der Forschung, des Sports, der Großevents, der Bildungschancen. Wien ist eine Stadt mit großartigem Öffi-Verkehr, einem Radwegenetz, das sich sehen lassen kann. Wien ist eine Stadt, in der Wohnen leistbar ist. Die Daseinsvorsorge ist wunderbar, sie funktioniert großartig, und wir leben alle gerne hier, denke ich mal. Denken Sie, dass so ein gutes, tolles, großartiges Wien möglich wäre, wenn nicht tagtäglich erfolgreich Großprojekte umgesetzt würden? Denken Sie das wirklich? - Wir investieren in die Infrastruktur, in die Kultur, in den Sport,
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