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Gemeinderat, 9. Sitzung vom 18.12.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 13 von 103

 

und rund 5 Prozent in weiteren Kurs- und Ausbildungsmaßnahmen stehen. Das ist ein sehr, sehr guter Erfolg dieses Projektes zum jetzigen Zeitpunkt.

 

Was wir auch wissen, ist, dass Ausbildungen niemals zu 100 Prozent absolviert werden. Diese Debatte haben wir auch schon einmal geführt, da kann ich mich noch erinnern. Da habe ich die Frage gestellt, wer hat eine Klasse wiederholt in der Schule oder wer hat eine Nachprüfung gehabt. Ich kann mich erinnern, dass diese Debatte wirklich schon oftmals geführt worden ist.

 

Wir werden diese Debatte, wie erfolgreich diese Maßnahme ist, dann führen können, wenn die Evaluierung am Tisch liegt. Das wird im Laufe des nächsten Jahres erfolgen. Dann freue ich mich auf eine gründliche Debatte auf der Grundlage von Fakten. - Danke schön.

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke für die Beantwortung. - Die 3. Zusatzfrage stellt GR Gorlitzer.

 

9.52.09

GR Dr. Michael Gorlitzer, MBA (ÖVP): Guten Morgen, Herr Stadtrat.

 

Ich finde auch, das College 25+ hat gute Leistungszahlen, und ich glaube, wir sind uns alle einig, jeder, der in Beschäftigung kommt, ist ein absoluter Gewinn.

 

Kommen wir zur Frage: 8 400 EUR Kosten pro Platz, das ist okay. Jetzt ist der Standort verlagert worden, und meine Frage dazu ist: Warum wurde nicht gleich von Beginn an ein gesicherterer Standort gewählt, und wie viel Kosten hat dieser Umzug zum neuen Standort verursacht?

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Herr Stadtrat, bitte.

 

Amtsf. StR Peter Hacker: Der bisherige Standort war in einem ausgesprochen günstig zur Verfügung stehenden Objekt, das die Bundesimmobiliengesellschaft zur Verfügung gestellt hat. Da waren wir sehr dankbar dafür, weil es die Kurskosten natürlich nach unten gedrückt hat. Die Bundesimmobiliengesellschaft hat uns schon vor längerer Zeit mitgeteilt, dass sie diesen Standort nicht weiter zur Verfügung stellen kann, weil dort Bauentwicklungen stattfinden. Sie wissen es, das war am Areal des Franz-Josef-Bahnhofs, wo jetzt einfach die Projekte, die dort geplant sind, so weit fortgeschritten sind, dass man nicht weiter die alten Räumlichkeiten nutzen kann, sondern da offensichtlich Abrissarbeiten stattfinden werden. Ich weiß keine Details, das war jedenfalls eine ganz klare Botschaft der BIG, dass die Kurse jetzt noch auslaufen können und wir dann einen neuen Standort brauchen.

 

Die Betreiber haben einen neuen Standort gefunden, im 12. Bezirk. Der wird jetzt gerade besiedelt. Er wird, glaube ich, im Jänner eröffnet werden. Auch dort sind die Kosten in einem sehr überschaubaren Rahmen, die haben gut gesucht und gut gefunden. Ich glaube, da können wir zufrieden sein.

 

Dass es bei solchen Maßnahmen, die über viele Jahre laufen, auch zu Adresswechseln kommt, das sollte uns nicht weiter erschrecken. Ich glaube, dass es sehr gut darstellbar und auch verständlich ist, dass man nicht weiterhin in diesen Räumlichkeiten bleiben kann. Wie lange die BIG für die Entwicklung des Franz-Josef-Bahnhofs-Areal braucht, war zu Beginn der Kursmaßnahmen nicht absehbar. Daher war es auch logisch, dass man dort begonnen hat. Also ich bin der Meinung, dass das ein sehr guter und nachvollziehbarer Prozess ist.

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke für die Beantwortung. - Damit ist auch die Antwort der 4. Anfrage abgeschlossen.

 

9.54.45

†Amtsf. StRin Mag. Veronica Kaup-Hasler - Frage|

Wir kommen zur nächsten Anfrage. Die 5. Anfrage (FSP-1507809-2025-KFP/GM) wurde von Herrn GR Stumpf gestellt und ist an die Frau amtsführende Stadträtin der Geschäftsgruppe für Kultur und Wissenschaft gerichtet. (Im Nationalrat werden derzeit Initiativen diskutiert, die darauf abzielen, Kunst- und Kultursponsoring steuerlich stärker absetzbar zu machen, um privates Engagement zu fördern und mehr Transparenz bei Kulturförderungen zu schaffen. Der entsprechende Antrag wurde zwar bereits im parlamentarischen Kulturausschuss behandelt, aber vertagt. Ziel der Vorschläge ist es, zusätzliche private Mittel für den Kunst- und Kulturbereich zu gewinnen, staatliche Abhängigkeiten zu reduzieren und die Förderentscheidungen nachvollziehbar auszugestalten. Welche Maßnahmen werden Sie setzen, Kunst- und Kultursponsoring attraktiver zu gestalten beziehungsweise. private Initiativen im Kulturbereich stärker zu unterstützen, um die Transparenz bei städtischen Kulturförderungen zu verbessern?)

 

Guten Morgen, Frau Stadträtin. Ihre Antwort bitte.

 

Amtsf. StRin Mag. Veronica Kaup-Hasler: Guten Morgen, liebe SchülerInnen, es freut mich sehr, dass ihr da seid, guten Morgen an alle, die via Livestream zuschauen, sehr geehrtes Gremium und sehr geehrte Kollegen!

 

Ich darf Ihre Frage beantworten, sie lautet: "Im Nationalrat werden derzeit Initiativen diskutiert, die darauf abzielen, Kunst- und Kultursponsoring steuerlich stärker absetzbar zu machen, um privates Engagement zu fördern und mehr Transparenz bei Kulturförderungen zu schaffen. Der entsprechende Antrag wurde zwar bereits im parlamentarischen Kulturausschuss behandelt, aber vertagt. Ziel der Vorschläge ist es, zusätzliche private Mittel für den Kunst- und Kulturbereich zu gewinnen, staatliche Abhängigkeiten zu reduzieren und die Förderentscheidungen nachvollziehbar auszugestalten. Welche Maßnahmen werden Sie setzen, Kunst- und Kultursponsoring attraktiver zu gestalten beziehungsweise private Initiativen im Kulturbereich stärker zu unterstützen, um die Transparenz bei städtischen Kulturförderungen zu verbessern?"

 

Gut. Danke für diese Frage, ich sage es nur einmal für die SchülerInnen da oben, die Frage will eigentlich wissen, ist das Geld, das wir hier als Stadt oder als Staat ausgeben, ausreichend? Welches Engagement muss ich als Kulturstadträtin leisten, um mit der Wirtschaft sozusagen mehr Gelder für Kunst und Kultur zu bekommen? - Das ist eigentlich der Sinn dieser Frage, und darauf antworte ich jetzt.

 

Ja, das ist total wichtig. Ich glaube, wir sind uns sehr einig, dass es zusätzliche Säulen braucht. Wir sind in einem Land, das in seiner Tradition sehr stark von einem liberalen Bürgertum getragen wurde, das sehr in Mäzenatentum behaftet war und unfassbar viel ermöglicht hat.

 

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