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Gemeinderat, 9. Sitzung vom 18.12.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 11 von 103

 

Wo es allerdings noch wenig Klarheit gibt, ist der dritte Teil, die Umgestaltung des ganzen Teiles, wo der Flohmarkt stattfindet, und wo uns auch ständig Leute fragen: Na, wie schaut es aus, wann passiert denn endlich die Begrünung des Flohmarktteiles? Wie geht es weiter mit dem Flohmarkt? Wie wird sich das ausgehen - Begrünung, Gestaltung und Verbindung mit dem Flohmarkt? Wann können wir da mit Ergebnissen rechnen? Wie wird da die Bevölkerung informiert? Können Sie uns vielleicht schon ein bisschen reinschauen lassen?

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Frau Vizebürgermeisterin, bitte.

 

VBgm.in Mag. Bettina Emmerling, MSc: Danke für die Frage. Wie Sie erwähnen, gibt es drei Teile auf diesem gesamten Naschmarktareal und auch unterschiedliche Kompetenzen - natürlich das Marktamt, aber die angesprochene Fläche steht alleinig unter der Verwaltung der MA 28. Das heißt, Ihre Frage wäre im Detail an die zuständige StRin Ulli Sima zu richten. Aber auch da kann man einfach zum weiteren Vorgehen noch nichts sagen.

 

Klar ist, dass bis 2027 auf dem Platz weiterhin nichts passieren wird, aber was die Neugestaltung betrifft und was schon in die Kompetenz des Marktamtes hineinfällt, ist natürlich der Samstag, an dem der Flohmarkt stattfindet. Da sind wir im ständigen Austausch, und Ziel ist natürlich, eine schöne Fläche zu gestalten und den Flohmarkt auch zu erhalten.

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke für die Beantwortung. - Die 3. Zusatzfrage stellt GR Lugner.

 

9.41.06

GR Leo Lugner (FPÖ): Ja, sehr geehrte Frau Stadträtin, es ist schon erstaunlich, welche rosarote Brille Sie aufhaben, wie Sie hier berichtet haben, dass alles toll und super ist und alle Zeitungsberichte so toll wären. Dem ist nicht so. Es hat die "Kronen Zeitung" eine Recherche gemacht am Bauernmarkt, wo eine sehr hohe Unzufriedenheit unter den Bauern vorhanden ist, die dort stehen, die jetzt im Moment viel weniger Standln haben als vorher. Dieser Marktraum - die Bauern nennen ihn auch Albtraum - nimmt einfach Platz weg. Das heißt, es gibt dort weniger Platz für Standln.

 

Jetzt verstehe ich nicht, wie Sie da permanent sagen können, es bleiben gleich viele Stände vorhanden. Das geht sich dort zum einen platztechnisch schlichtweg nicht aus. Zum anderen gab es auch schöne kritische Artikel im "Standard" und selbst der "Falter" hat dann umgeschwenkt, das haben Sie offensichtlich auch nicht mitbekommen, und es sind sehr viele Influencer unterwegs gewesen. Jetzt die erste Frage: Wurden Influencer von der Stadt Wien bezahlt? Wie viel Geld wurde ausgegeben, um zum einen eine positive Berichterstattung zu erkaufen und zum anderen gibt es einen aufrechten …

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert (unterbrechend): Ich denke, eine Frage als Zusatzfrage reicht. Pardon.

 

GR Leo Lugner (fortsetzend): Gut.

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Bitte, Frau Vizebürgermeisterin.

 

VBgm.in Mag. Bettina Emmerling, MSc: Vielen Dank. - Es waren ja jetzt schon mehrere Fragen drin, aber ich kann sie gerne beantworten.

 

Vielleicht ganz konkret: Es wurden von der Stadt keine Influencer beauftragt. Dementsprechend wurden auch keine bezahlt, und ich kann Ihnen darüber keine Kosten nennen.

 

Was den Bauernmarkt betrifft und die Standler dort, so ist ganz klar, dass anfangs vor allem die Unsicherheit groß war. Es entsteht etwas Neues, und wenn etwas Neues da ist, dann ruft das nicht nur Euphorie hervor, was, glaube ich, logisch ist, sondern auch viel Unsicherheit - wie wird das ausschauen, was geht sich für mich aus, vertreiben wir dort die Leute überhaupt komplett und was wird in Summe passieren?

 

Ich glaube, die Unsicherheit weicht jetzt, nachdem man es gesehen hat. Ich habe schon gesagt, um Bilanz zu ziehen, wird man ein bisschen länger warten müssen, um wirklich sagen zu können, wie wirkt es sich aus. Aber nach dem, was man bis jetzt sagen kann, ist dort eine Frequenz, die die Leute aufhält und die die Leute auch kaufen lässt. Das wird man weiter beobachten müssen, überhaupt keine Frage. Noch einmal: Die Mottofläche, die neu gestaltet wird, wo auch Platz geschaffen wird, bedeutet auch, dass bei den Standlern - und das sind 100 in Bezug auf den Bauernmarkt - die Anzahl erhalten bleiben wird.

 

Vielleicht auch noch dazu, was Sie bezüglich Medienberichterstattung und Kritik gesagt haben - ich habe vieles dazu gelesen, ich glaube, nahezu alles. Das meiste betrifft Architektur- und Gestaltungskritik, da scheiden sich immer die Geister, würde ich sagen. Aber dass vor allem dieses zusätzliche regionale Angebot irgendwo kritisch gesehen wird, habe ich nicht wahrgenommen. Ich glaube, das ist wirklich das Asset, und das war das Ziel, genau dieses dort zu errichten und zu ergänzen.

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke für die Beantwortung. - Die 4. und letzte Zusatzfrage stellt GRin Olischar.

 

9.44.21

GRin Dipl.-Ing. Elisabeth Olischar, BSc (ÖVP): Guten Morgen, Frau Stadträtin.

 

Danke für die bisherigen Beantwortungen. Sie haben jetzt auch schon angeteasert - und das ist bis zu einem gewissen Grad verständlich -, dass eine Bilanz natürlich erst sinnvoll dann erfolgen kann, wenn ein bisschen Zeit vergangen ist. Das heißt, Sie werden mir jetzt auch wahrscheinlich die Frage, wie es um die laufenden Kosten für den Betrieb dieses Marktraumes steht, nicht beantworten können.

 

Aber vielleicht eine Zukunftsfrage in diese Richtung: Märkte - und das sehen wir ganz klar - sind schon Grätzelmotoren, wo Leben, Austausch, Lifestyle irgendwie aufeinandertreffen und die auch für eine belebte Stadt ganz wesentlich sind. Wie schaut es stadtentwicklungstechnisch aus, was sind denn Projekte, die aus Ihrer Sicht in der Pipeline wären? Welche neuen Marktstandorte würden sich in den Bezirken, vielleicht vor allem in den Außenbezirken, anbieten?

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Frau Vizebürgermeisterin, bitte.

 

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