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Gemeinderat, 9. Sitzung vom 18.12.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 10 von 103

 

Auch die Berichterstattung in den Medien war durchwegs positiv, von den klassischen Medien wie auch von anderen Leuten, die berichtet haben. Auch die Händlerinnen und Händler haben ein sehr positives Bild gezeigt, haben dem Eröffnungstag natürlich entgegengefiebert, aber sind weiterhin sehr zufrieden.

 

Ich habe in den Folgewochen den Marktraum das eine oder andere Mal besucht und mit einigen Händlern gesprochen. Der Eröffnungstag war natürlich ein außerordentliches Ereignis, aber der Besucherandrang hat gut angehalten, und der Markt ist dementsprechend weiterhin gut besucht.

 

Wir haben am Marktraum ja auch einen Veranstaltungsraum dazugeplant, das Markträumchen, das von Vereinen betrieben und von Privatpersonen gebucht werden kann. Auch da gibt es schon erste Buchungen, die vorgenommen worden sind. Da muss man aber auch sagen, dass das in Zukunft noch vorangetrieben werden wird, um wirklich eine schöne Veranstaltungslocation am Naschmarktgelände zu etablieren.

 

Der neu geschaffene Marktraum ist deswegen speziell, weil er seitens des Marktamtes von einer noch einmal eigenen Gruppe serviciert wird. Die sogenannten Marktraumkümmerer sind dort für den Betrieb, für die Sauberkeit und dergleichen zuständig. Da ist auch ein sehr positives Feedback zu vernehmen.

 

Es wurde jetzt vielleicht nicht direkt gefragt, aber trotzdem möchte ich es gerne erwähnen, weil es etwas Neues ist in der Stadt. Wir haben mit dem Marktraum einen Ort geschaffen, um vor allem das regionale Angebot zu stärken. Wir kennen alle den Naschmarkt mit seiner vielfältigen Angebotslage. Da wurde ganz bewusst darauf gesetzt, regionale Produzentinnen und Produzenten ins Boot zu holen, und alle diese 13 wurden wirklich sorgfältig ausgewählt, vom Wiener Gemüse und Blumenbetrieb bis zum Waldviertler Fleischer, dem Bäcker aus der Steiermark. Ich glaube, das ergibt ein schönes, rundes Bild und wird dementsprechend gut angenommen.

 

Sonst? - Was ich noch erwähnen kann, ist, der Marktraum hat verlängerte Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 6 bis 21 Uhr, am Samstag bis 18 Uhr. Wir haben ja dort auch ein Gastronomie-Lokal, das von Montag bis Samstag von 6 bis 23 Uhr geöffnet hat und am Sonntag von 9 bis 21 Uhr.

 

Also ich glaube, in Summe war es ein gelungener Start. Die wirkliche Bilanz an Besucherzahlen und wie sich das entwickelt, das muss man ja immer erst schauen. Am Anfang ist die Neugierde natürlich groß. Ich hoffe, das bleibt. Die Händler sind sehr zuversichtlich, dass es so bleibt, weil es wirklich ein Zusatzangebot ist, das wir dort in dieser Form nicht haben. Aber ich bin schon gespannt darauf, nach zirka einem Jahr noch einmal draufzublicken. - Vielen Dank.

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke für die Beantwortung. - Die 1. Zusatzfrage wird von GR Burian gestellt.

 

9.36.25

GR Mag. Lukas Burian (NEOS): Vielen herzlichen Dank, Frau Stadträtin und Vizebürgermeisterin!

 

Der Marktraum und der Naschmarkt waren die ersten Sanierungsabschnitte am Naschmarkt. Können Sie uns schon erste Details zur Mottofläche geben? Was ist da geplant? Und wie geht es da weiter?

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Frau Vizebürgermeisterin, bitte.

 

VBgm.in Mag. Bettina Emmerling, MSc: Sehr gerne. Ja, die Mottofläche, das ist da, wo regelmäßig der Bauernmarkt stattfindet, also, wenn man vor dem Marktraum steht, rechts, und er verläuft bis nach hinten zum allgemeinen Naschmarkt. Das ist der nächste Schritt einer Komplettierung des Projektes Naschmarkt. Dieses Baufeld erstreckt sich dann ab dem Marktamtsgebäude Kettenbrückengasse, Ecke Rechte Wienzeile bis zum Portal der U4. Das wird seitlich durch den neu eröffneten Marktraum begrenzt und die bereits bestehenden Marktgebäude.

 

Die Bautätigkeiten, die da im Gange sind, umfassen den Abtrag der bestehenden Asphaltschichten, auch der darunterliegenden Schichten, da ist einiges zu tun, und auch eine zu sanierende Abdichtung inklusive Schutzbeton, die freigelegt werden muss. Für diese Tätigkeiten werden ebenfalls bestehende Einbauten umgelegt, um diverse Versorgungen im Gebiet nicht zu beeinträchtigen. Zum Schutz der Abdichtung wird auch in diesem Gebiet noch ein Schutzbeton hergestellt, und diese Arbeiten werden schließlich bis September 2026 andauern.

 

Anschließend wird seitens des Marktamtes mit dem Generalunternehmen, das beauftragt ist, WGM, bis Ende 2026 die Oberfläche komplett neu gepflastert, damit das ein einheitliches Bild ergibt, und die Marktstände werden während der Bauarbeiten auch auf dem neu gestalteten Vorplatz und auf der am Samstag gesperrten Kettenbrücke Platz finden.

 

Was, glaube ich, wichtig zu sagen ist, ist, dass sich an der Anzahl der Standplätze nichts ändern wird. Es werden weiterhin 100 Stände für die Feilbietung regionaler Produkte zur Verfügung stehen.

 

Vielleicht noch eine Anmerkung: Man merkt auch jetzt schon aus dem Feedback der Bauernstände, die um den Marktraum herumstehen, dass sie momentan mehr Zulauf bekommen auf Grund des Marktraumes, der natürlich Menschen anzieht.

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke für die Beantwortung. - Die 2. Zusatzfrage wird von GR Stark gestellt.

 

9.38.48

GR Kilian Stark (GRÜNE): Danke schön, Frau Stadträtin!

 

Mir geht es eigentlich um die gesamte Umgestaltung des Westteils, wo ja der Marktraum nur ein Teil davon ist. Es gibt den Masterplan, der aus unserer Sicht aus drei wichtigen Teilen besteht oder eigentlich aus zwei, denn einen finden wir nicht so gut. Der erste Teil ist der Park - lange kontroversiert, Einigkeit; im Detail kann man immer noch darüber streiten, aber das ist jetzt viel, viel besser und toll geworden und wird gut angenommen. Jetzt haben wir über den Marktraum geredet, wo wir anderer Meinung sind, was Transparenz und Architektur und so weiter angeht.

 

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