Gemeinderat, 9. Sitzung vom 18.12.2025, Wörtliches Protokoll - Seite 9 von 103
gerade keine Baustelle gibt, auch mit dem Bus befahren werden können.
Baustellen sind immer unangenehm, das ist mir schon bewusst, aber die Wiener Linien haben sich da wirklich sehr intensiv bemüht, diese schwierige Zeit für alle Menschen dort so einfach wie möglich zu gestalten.
Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke für die Beantwortung. - Die 2. Zusatzfrage stellt GRin Sequenz.
GRin Mag. Heidemarie Sequenz (GRÜNE): Guten Morgen, Frau Stadträtin.
Wir haben ja die Verlängerung des 18ers immer sehr begrüßt, und ich freue mich auch, wenn er dann endlich fährt. Das ist ja nicht nur eine Verlängerung von sieben Stationen von der Schlachthausgasse zum Stadioncenter, sondern mit dieser Straßenbahn werden einmal 6 Millionen Menschen jährlich unterwegs sein.
Was mir natürlich als Donaustädterin besonders gefällt, ist, dass eine Verknüpfung mit der U2 beim Stadioncenter entsteht. Das ganz Tolle ist natürlich, dass irgendwann einmal der Prater endlich auch nur den FußgängerInnen und nur den RadlerInnen und nur den LäuferInnen gehört (GRin Sabine Keri: Und der Straßenbahn! Und der Straßenbahn, Frau Kollegin!), weil die Autos jetzt gar nicht mehr in den Prater hineinfahren dürfen. Das ist ja wirklich sozusagen fast ein Weihnachtsgeschenk.
Meine Frage an Sie: Er endet ja beim Stadioncenter, wie ich schon gesagt habe, das wäre auch die ideale Endstelle für den 12er, der ja jetzt im Stuwerviertel endet. Die Frage: Wird diese Verlängerung stattfinden? Gibt es da einen Zeitrahmen, wie schaut es da aus?
Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Frau Stadträtin, bitte.
Amtsf. StRin Mag. Ulli Sima: Wir waren ja bei der Linie 12 wirklich sehr lange auf Endstellensuche, muss ich sagen, die hätte ja zuerst bei der Vorgartenstraße enden sollen, dann hat der Bezirk sich aus verständlichen Gründen gewünscht, dass man noch weitergeht. Dann ist man noch einen Schritt weitergegangen, dann hat man sich überlegt, fährt man bis zur Messe, fährt man gleich bis zum Stadioncenter?
Es war dann aber so, dass das ganze Projekt dadurch so grundlegend verändert worden wäre und so viel größer geworden wäre, dass es zu massiven Verzögerungen gekommen wäre. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass wir uns damals entschieden haben, quasi eine Mittellösung zu machen und das Projekt abzuschließen, weil es zum damaligen Zeitpunkt dafür auch eine Finanzierung gegeben hat.
Man könnte sagen, ich bin froh, dass wir das über die Bühne gebracht haben. Denn, ehrlich gesagt, beim jetzigen Spardruck, den wir haben, wäre ich mir nicht sicher, ob wir das Projekt jetzt noch einmal realisieren könnten.
Es gibt viele Überlegungen. Wir müssen bei der Linie 12 noch einmal hingreifen, wenn der Nordwestbahnhof dann fertig entwickelt ist, und ich glaube, im Zusammenhang damit wird man sich dann überlegen, ist das die beste Endstelle oder verknüpft man noch einmal zur Linie 18, wo es ohnehin schon auch eine Schleife geben würde. Also das wird man sich dann gemeinsam überlegen. Das macht dann auch Sinn, auch von der Intensität der Nutzung her, weil man dann mit dem Ausbau des Nordwestbahnhofs noch einmal viele zusätzliche Fahrgäste bekommt.
Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke. - Die 3. und letzte Zusatzfrage kommt von GR Kreutzinger.
GR Thomas Kreutzinger (FPÖ): Guten Morgen, Frau Stadträtin!
Wird bei dem neuen Buskonzept für die Strecke Stadioncenter-Lusthaus der Bus über den Gleiskörper der Stadionallee geführt? Sollte dieser nicht auch vom motorisierten Individualverkehr benutzt werden dürfen?
Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Frau Stadträtin, bitte.
Amtsf. StRin Mag. Ulli Sima: Ich glaube, Sie verwechseln mich irgendwie. Ich bin keine Verkehrsplanerin der Wiener Linien. Jetzt seien Sie mir wirklich nicht böse, aber ich bestimme nicht, auf welcher Strecke der Bus fahren wird. Ehrlich gesagt, halte ich mich da auch heraus. Ich glaube, die Wiener Linien werden das gut mit dem Bezirk klären.
Was den Individualverkehr betrifft, haben wir das ja sehr klar festgelegt, dass es die Querung durch den Prater eben nicht mehr geben soll, einerseits aus Gründen der Verkehrsberuhigung, andererseits um der Straßenbahn dort wirklich ein ungehindertes Fortkommen zu sichern. Das haben wir ja nie verheimlicht. Das war immer Teil des Konzepts und wird auch so umgesetzt.
Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke, Frau Stadträtin. - Damit ist die Beantwortung der 2. Anfrage abgeschlossen.
Wir kommen zur 3. Anfrage (FSP-1650633-2025-KNE/GM), die von GR Burian gestellt wurde und an die Frau amtsführende Stadträtin der Geschäftsgruppe für Bildung, Jugend, Integration, Transparenz und Märkte gerichtet ist. (Vor kurzem wurde der Marktraum am Naschmarkt feierlich eröffnet. Am Eröffnungstag war eine große BesucherInnenzahl vor Ort. Wie ist die erste Bilanz seit der Eröffnung des Marktraumes?)
Guten Morgen, Frau Vizebürgermeisterin. Ihre Antwort bitte.
VBgm.in Mag. Bettina Emmerling, MSc: Einen schönen guten Morgen!
Vielen Dank für die Anfrage. Es geht konkret um die Neueröffnung des Marktraumes am Wiener Naschmarkt und wie es seitdem läuft.
Wie Sie alle wissen, hat die Eröffnung am 21. November stattgefunden. Vielleicht ist da auch zu erwähnen, dass der Bauzeitplan komplett eingehalten wurde und die Eröffnung auch zeitgerecht stattfinden konnte. Der Eröffnungstag - ich weiß nicht, wer aller dort war - war wirklich ein schönes Erlebnis, vor allem, weil der Andrang und die Neugierde so groß waren zu sehen, was dort entstanden ist und wie sich das Ganze einfügt in das Naschmarktareal. Ich sehe, Sie nicken, das freut mich sehr. Ich muss sagen, ich glaube, so viele Leute bei einer Pressekonferenz und dann an einem Eröffnungstag habe ich selten gesehen beziehungsweise noch nie. Das war wirklich ein schönes Erlebnis.
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