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Gemeinderat, 9. Sitzung vom 18.12.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 8 von 103

 

Stadt haben. Und ich glaube, dass das ein wichtiger Schritt ist, da für Verkehrsberuhigung zu sorgen.

 

Was es dort auch geben wird, sind 2 150 Meter neue Radwege entlang der neuen Strecke. Es wird ein baulich getrennter Zweirichtungsradweg in der Meiereistraße umgesetzt, eine neue Radverbindung über die Stadionbrücke, Doktor-Natterer-Gasse und Würtzlerstraße. Parallel dazu bauen wir auch andere sichere Radachsen im 3. Bezirk aus, eben die Landstraßer Hauptstraße, die Viehmarktgasse, den Rennweg und eine Verbindung nach Simmering über die Rinnböckstraße. Also da entsteht ein komplettes neues Radwegesystem in diesem Bereich, wo man auf sicheren Radwegen sehr gut unterwegs sein kann.

 

Bis zur Inbetriebnahme ist für die Wiener Linien noch einiges zu tun. Der erste Meilenstein wird am 19.12. sein. Also morgen? - Ja, morgen. Da ist die Modernisierung des Bestandteiles im 3. Bezirk abgeschlossen. Das heißt, dort wird die Linie 18 dann wieder auf der Stammstrecke unterwegs sein oder eben auf dem bisherigen Bauteil, wie immer man das nennen will, zwischen Burggasse/Stadthalle und der U3 Schlachthausgasse.

 

Auch da sind die Gleise im Bereich des 3. Bezirkes erneuert worden. Wir haben auch im Straßenraum dort Neugestaltungen vorgenommen. Ich war erst letzte Woche dort, und wir haben das hergezeigt. Man muss sich natürlich im Winter immer ein bisschen vorstellen, wie es dann im Sommer ausschauen wird, alle Gräser, Beete und so sind im Dezember jetzt nicht gerade in ihrer größten Blütenpracht, sondern es schaut alles ein bisschen grau aus. Aber es wird, glaube ich, sehr schön werden.

 

Insgesamt sind dort 3 700 Meter neue Gleise verlegt, 17 neue Weichen eingebaut worden. Wir haben 1 000 Quadratmeter neue Grünflächen, 33 der insgesamt 200 neu gepflanzten Bäumen befinden sich in diesem Teil. Wir haben auch einen Kilometer neue Radwege im Zuge der Modernisierung der Bestandsstrecke, sage ich jetzt einmal, damit wir das auch ein bisschen auseinanderhalten können - den neuen Zweirichtungs-Radweg auf der Landstraßer Hauptstraße zwischen Leberstraße und Viehmarktgasse, den neuen Zweirichtungs-Radweg am Rennweg zwischen Grasberggasse und Landstraßer Hauptstraße, den neuen Zweirichtungs-Radweg in der Viehmarktgasse auf der anderen Seite, Henneberggasse bis Schlachthausgasse. Also, wie gesagt, das ist ein ganzes Radwegsystem, das rundherum entsteht, damit man auch mit dem Fahrrad in diesen Bereichen gut weiterkommt.

 

An der Fertigstellung der Neubaustrecke wird intensivst gearbeitet. Man hat ja schon länger gesehen, dass die MA 29 auf der Stadionbrücke Erneuerungsarbeiten durchgeführt hat, in Vorbereitung für die Fertigstellung der Linie 18. Es laufen jetzt gerade die Arbeiten am Plateau in der Hauptallee, in der Stadionallee zwischen Lusthausstraße und der Hauptallee. Das wird im Jahr 2026 schrittweise über den Sommer fertiggestellt.

 

Die neue Linie 18 übernimmt mit der Fertigstellung großteils die Route des Busses 77A, der Bus bleibt dem 3. Bezirk erhalten. Aber zu einer genauen Streckenführung, da bitte ich um Verständnis, kann ich jetzt noch nichts sagen. Das ist glücklicherweise auch nicht meine Aufgabe, die neuen Streckenführungen für die Busse festzulegen, das machen die Wiener Linien in sehr enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Bezirken.

 

Wie immer, wenn wir ein höherwertiges öffentliches Verkehrsmittel fertigstellen, wenn neue U-Bahnen kommen oder eine neue Straßenbahn, dann wird natürlich der öffentliche Verkehr rundherum neu geordnet, weil es dann ein größeres Interesse gibt zu den Hauptanknüpfungsstellen des übergeordneten Verkehrsmittels zu kommen.

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke für die Beantwortung. - Die 1. Zusatzfrage stellt GRin Keri.

 

9.25.13

GRin Sabine Keri (ÖVP): Ja, vielen Dank. - Jetzt haben wir lange und viel gehört, aber das wirklich Interessante für mich war, dass ich jetzt gerade erfahren habe, dass es anscheinend noch keinen Plan gibt, wie die Anbindung vom Stadioncenter, Donaumarina Richtung Schule Aspernallee und Lusthaus sein soll, dass es das noch gar nicht gibt, was natürlich eine Katastrophe ist, weil wir dort Kleingärten haben, wo viele Familien hingezogen sind, weil es ein ganzjähriges Wohnen gibt. Der 77A deckt Richtung 3. Bezirk von der Seite den Bedarf von Schulkindern ab. Wenn jetzt da kein Plan ist, muss man sagen, okay, es dürfte dann so gehen: von der Stadionallee mit der U2 eine Station zur Donaumarina und dann - großes Fragezeichen.

 

Wir haben auch den Herrn Bezirksvorsteher diesbezüglich gefragt, und der Herr Bezirksvorsteher hat das in seiner gewohnten Art und Weise von sich gewiesen. Garantieren können Sie es nicht, aber werden Sie sich einsetzen bei den Wiener Linien, dass es eine intervallgleiche Einrichtung mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der jetzigen Route gibt, wo der 77A vom Stadioncenter bis zum Lusthaus fährt?

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Frau Stadträtin, bitte.

 

Amtsf. StRin Mag. Ulli Sima: Frau Gemeinderätin, wirklich, seien Sie mir nicht böse, aber finden Sie nicht, dass das eher ein Thema ist für die Bezirksvertretung? (GR Lorenz Mayer: Da wird es nicht beantwortet!) - Also ehrlich, es tut mir sehr leid, ich beschäftige mich mit Busrouten normalerweise gar nicht, weil die Wiener Linien das sehr, sehr gut mit den Bezirken, mit der Bezirksvorstehung abstimmen. Das wird auch in diesem Fall so sein. Ich bin mir ganz sicher, dass der Herr Bezirksvorsteher sich da ganz intensiv dafür einsetzen wird, dass es gute Intervalle gibt, dass Schulen gut angebunden sind, dass die Regionen, die von der Linie 18 nicht erfasst sind, angebunden sind.

 

Wissen Sie, die Unterstellung finde ich ein bisschen unangenehm, dass Sie offensichtlich glauben, die Wiener Linien warten bis fünf vor zwölf. Natürlich überlegen die sich schon Dinge, und natürlich werden die Gespräche beginnen, aber Fakt ist, wir haben noch Zeit bis zum Herbst, also das sind jetzt noch mindestens neun Monate. Ich glaube, bis dahin werden wir das gut zusammenbringen, dass es dann eine gute Ersatzführung gibt. Die Wiener Linien haben sich ja auch sehr bemüht, während der Bauzeit dafür zu sorgen, dass die Bereiche, wo es

 

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