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Gemeinderat, 9. Sitzung vom 18.12.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 7 von 103

 

oder irgendwo Notrufe abdrucken. Da teile ich Ihre Einschätzung sehr.

 

In dem konkreten Fall muss man sich das anschauen. Ich kenne, ehrlich gesagt, die Bänke nicht, wenn Sie sagen, die gibt es schon. Wer hat die initiiert, wer hat die gemacht, was hat das für Konsequenzen? - Aber ich bin sehr gerne bereit, mir das anzuschauen und zu überlegen, ob das eine Option wäre. Denn wie gesagt, grundsätzlich teile ich Ihre Einschätzung, das Sichtbarmachen von Einrichtungen, von Notrufnummern, überhaupt auf das Thema aufmerksam zu machen, ist ganz, ganz sicher wichtig.

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke. - Die nächste Zusatzfrage kommt von GRin Frühmesser-Götschober.

 

9.15.42

GRin Lisa Frühmesser-Götschober (FPÖ): Guten Morgen, Frau Stadträtin.

 

Die österreichischen Frauenhäuser haben zum Auftakt bei den "16 Tagen gegen Gewalt an Frauen" eine Online-Kampagne gestartet - jede dritte -, um wieder auf die Frauenhelpline aufmerksam zu machen. Sie haben ja auch gesagt, es gibt verschiedene Kampagnen, Supermarktketten unterstützen, dass darauf aufmerksam gemacht wird. In anderen Bundesländern steht zum Beispiel auf Milchpackungen die Hotline drauf. Was ist da konkret geplant? - Gestern haben wir auch den Antrag eingebracht, dass man bei Bedarfshaltestellen zwischen zwei Stationen einfach zum Busfahrer gehen und sagen kann: Bitte, ich würde gerne währenddessen stehenbleiben. Gerade in der Nacht, glaube ich, ist das eine gute, kostenlose Idee.

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Frau Vizebürgermeisterin.

 

VBgm.in Kathrin Gaál: Ja, danke schön. - Ich kann mich nur wiederholen, es hat auch die Studie, die wir in Auftrag gegeben haben und die ich habe präsentieren dürfen anlässlich der "16 Tage gegen Gewalt", ergeben, dass wir unsere Einrichtungen und unsere Notrufnummern immer wieder bekannt machen sollen. Also das ist der Weg, den wir gehen, und so war auch jetzt meine Antwort in Richtung der GRÜNEN gemeint - alles, was wir machen können für Sichtbarkeit und um aufmerksamer zu machen, werden wir tun.

 

Die Frauenhelpline ist eine Bundeseinrichtung, wenn wir in der Stadt Notrufnummern publizieren, sind das eher die Nummer des 24-Stunden-Frauennotrufs, des Vereines Wiener Frauenhäuser. Schlussendlich - und auch das ist mir ganz wichtig zu sagen - ist im Ernstfall, im Notfall, im Akutfall die Polizei zu rufen mit 133. Auch das ist wichtig, immer mitzukommunizieren, nur keine Scham, nur keine Hemmung, lieber einmal die Polizei zu viel gerufen als zu wenig. Ich finde, das ist auch sehr, sehr wichtig, den Frauen mitzugeben: Du kannst im Notfall immer auch die Polizei anrufen, das ist wirklich wesentlich. Die Polizei ist da auch eine verlässliche Partnerin, die sich auch in ihrer Ausbildung bei den jungen Polizistinnen und Polizisten stark weiterentwickelt hat und das Thema Gewaltschutz dort sehr, sehr ernst nimmt.

 

Die Milchpackungen - es gibt viele, viele Optionen und Möglichkeiten und meine Antwort ist dieselbe wie gerade eben. Ich bin wirklich für vieles offen und bereit, mir einiges anzuschauen, auch die Gespräche zu suchen mit den Wiener Linien, um herauszufinden, gibt es da eine Möglichkeit, gibt es da eine Option. Ich glaube, wir müssen alle gemeinsam alles daransetzen, um Frauen ein sicheres und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke, Frau Vizebürgermeisterin, für die Anfragebeantwortung. Es gibt keine weiteren Zusatzfragen.

 

Wir kommen jetzt zur 2. Anfrage.

 

9.18.14

†Amtsf. StRin Mag. Ulli Sima - Frage|

Die 2. Anfrage (FSP-1650196-2025-KVP/GM) wurde von GRin Keri gestellt und ist an die Frau amtsführende Stadträtin der Geschäftsgruppe Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke gerichtet. (Wann genau wird auf Grund aktueller Planungen das neue Buskonzept für die Strecke Stadioncenter - Lusthaus (derzeit Linie 77A) im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der neuen Linie 18 vorgestellt?)

 

Sehr geehrte Frau Stadträtin, ich ersuche um Ihre Beantwortung.

 

Amtsf. StRin Mag. Ulli Sima: Einen wunderschönen guten Morgen.

 

Die Anfrage beschäftigt sich mit der Frage, wie es weitergehen wird, wenn die Linie 18 fertiggestellt ist. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um noch ein bisschen etwas über die Linie 18 zu erzählen.

 

Wir haben dort eine 3,1 Kilometer lange Neubaustrecke. Die Inbetriebnahme ist geplant für den Herbst 2026. Das ist ein wirklich wichtiges Projekt für uns - eine neue, klimafreundliche Öffi-Direktverbindung zwischen dem 2. und 3. Bezirk, die eben quer durch den Prater geht. Man kann also künftig von der U2-Station Stadion über die Meiereistraße und Stadionallee bis zur U3 Schlachthausgasse weiterfahren und dann bis U6 Burggasse/Stadthalle. Es wird sieben neue Haltestellen geben mit zahlreichen Umsteigemöglichkeiten und verbesserte Öffi-Anbindung für das Viertel Zwei, für TRIIIPLE, für Eurogate und für das Village im 3. Wir erwarten, dass die Wiener Linien rund 6 Millionen Fahrgäste pro Jahr haben werden - und Einsparungen von bis zu 1 300 Tonnen CO2 durch die Verkehrsverlagerung auf ein neues, attraktives Öffi-Angebot.

 

Besonders wichtig für uns ist, dass es eine Ausweichroute ist für die Schnellbahn während der Sperre der Stammstrecke. Deswegen haben wir auch geschaut, dass wir rechtzeitig zur Schnellbahnsperre fertig werden.

 

Es wird im Bereich des Ernst-Happel-Stadions 70 Meter Grüngleis geben, insgesamt werden mehr als 200 Bäume entlang der Neubaustrecke geplant. Parallel dazu wird eine Verkehrsberuhigung für den Individualverkehr im Prater umgesetzt. Das ist, glaube ich, eine überfällige Maßnahme, das war immer eine Schleich- und Ausweichstrecke, wenn auf der Tangente ein Stau war, zumindest unter der Woche. Am Wochenende gab es ja diese Durchfahrtsperre schon, und die wird jetzt während der ganzen Woche umgesetzt. Es ist doch eines der wichtigen Naherholungsgebiete, die wir in der

 

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