Gemeinderat, 8. Sitzung vom 17.12.2025, Wörtliches Protokoll - Seite 102 von 112
unsere sehr beliebte Kletterhalle. Wir bauen moderne Garderoben, ein neues Foyer, wir machen Besucher-WCs für Matchbetriebe mit bis zu 4 000 Personen. Das ist echt ein Sportcluster der Zukunft. Es ist das Versprechen, dass Sportanlagen, in denen heute Kinder ihre Siege feiern, auch morgen noch sicher und modern sind. Es ist das Versprechen, dass 151 verpachtete Anlagen, von 49 Fußballplätzen bis zu 24 Tennisanlagen, durch unser Monitoring und unsere Sanierung im besten Zustand bleiben.
Wir haben es auch vorgezeigt. Mit der neuen Multifunktionssportarena schufen wir mehr als nur ein Gebäude. Es entstand ein Ort der Bewegung, der Begegnungen und der Chancen. Hier finden Leichtathletik und Ballsportarten ebenso Platz wie Behindertensport, gleichwertig, barrierefrei und mitten in unserer Stadt. Das ist gelebte Inklusion, nicht als Schlagwort, sondern als Realität in Wien - Fairness, Zusammenhalt und Überzeugung, dass Sport verbindet. Egal, ob Spitzen- oder Breitensport, ob mit oder ohne Behinderung - hier zählt der Mensch, nicht die Einschränkung. Mit dieser Investition stärkt Wien Gesundheit, fördert junge Talente und zeigt, dass eine Stadt niemanden ausschließt.
Wir brauchen in Zukunft noch mehr von diesen Multifunktionshallen in Wien. Wir wissen, dass wir das Geld leider im Moment nicht haben, aber wir geben den Kampf nicht auf, solche Sporthallen zu realisieren.
Und, Kollegin Greco, ich möchte schon noch erwähnen, das auch 2026 für die Jugendförderungen in unseren Vereinen 900 000 EUR unverändert ausgegeben werden. Also es findet alles statt. Ich bin eigentlich immer mit Ihnen d'accord, aber ich bin heute ein bisschen enttäuscht, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass Sie von Wien gesprochen haben. Ich glaube, es ging eigentlich um ein anderes Bundesland, als Sie berichtet haben, wie negativ Wien beim Sport sei. - Vielen Dank (Beifall bei der SPÖ.)
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Die Redezeit war sieben Minuten. Die Restredezeit für die SPÖ ist zwei Minuten.
GR Ellensohn wird jetzt die zwei Minuten für die GRÜNEN noch in Anspruch nehmen. - Bitte, du bist am Wort.
GR David Ellensohn (GRÜNE): Herr Vorsitzender!
Ich habe nämlich einen Antrag dabei. Wir haben einen Antrag zurückgezogen und bringen ihn als Zuweisung ein, und es ist immer noch so, dass man den hier physisch übergibt.
Aber ganz kurz ein Schlenker. 2008, Finanzcrash: Die Banken wurden damals mit dem öffentlichen Geld gerettet. Wir alle - ja, Menschen, die überall wohnen - durften das bezahlen. Und doch hat man damals wieder mal Verluste sozialisiert und Gewinne privatisiert, und doch hat man damals in der Folge unter Rot-Grün die höchste Kindermindestsicherung und das 365-EUR-Ticket - das ist quasi eine Sozialleistung auf Schienen - eingeführt. Das war genau das Gegenteil von dem, was Sie jetzt machen, aber es gibt ja auch eine andere Konstellation in der Regierung.
Wer den "Falter" aufmerksam liest, hat heute einen Text von Nina Horaczek und Viktoria Klimpfinger lesen können. Da kommt eine Familie vor, eine Frau mit Kindern. Und das, was öfters passiert: Da ist eine subsidiär Schutzberechtigte, die Mama hat keinen österreichischen Pass und ist eben subsidiär schutzberechtigt. Die Kinder sind aber schon eingebürgert. Das kommt nicht tausende Male vor, aber doch. Und die Regelung, die bei der letzten Änderung hier im Haus geschaffen wurde, hat nach der Meinung unserer Juristin und anderer - Caritas und Co - einen Fehler, nämlich die fliegen alle aus der Mindestsicherung hinaus.
Das kann eigentlich nicht einmal die FPÖ wollen, weil dann österreichische Kinder anders behandelt werden würden als andere österreichische Kinder. Aber darauf setze ich jetzt nicht, sondern ich setze darauf, dass man sich das genau anschaut. Und wenn das so sein sollte - so steht es auch im Beschlussantrag -, dann korrigieren wir den Fehler, damit diese Kinder, die österreichische Kinder sind, weiter in der Mindestsicherung bleiben können. Das wird in der nächsten Ausschusssitzung behandelt und, hoffe ich, dann positiv entschieden. - Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Ich darf fürs Protokoll bekannt geben, dass GRin Karner-Kremser seit 20.15 Uhr entschuldigt ist.
Am Wort: Amtsf. StR Peter Hacker. 15 Minuten, bitte, maximal. (Allgemeine Heiterkeit.) - Entschuldigung, aber das war jetzt aufgelegt.
Amtsf. StR Peter Hacker: Ich bin auf 20 Minuten vorbereitet, Herr Vorsitzender. (Zwischenruf.)
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Abgeordnete!
Zunächst einmal sage ich herzlichen Dank für die gründliche Debatte des Budgets meiner Geschäftsgruppe. Es war keine Frage, es war wohl die schwierigste Budgetplanung der letzten Jahrzehnte angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, angesichts der Situation in der Zuweisung von Mitteln aus den Steuereinnahmen der Republik. Die Inflation ist nach wie vor doppelt so hoch wie in der Eurozone und das Wirtschaftswachstum außerhalb von Wien ist, freundlich formuliert, eher bescheiden. Und es hilft nichts - wir können es drehen und wenden, wie wir wollen -, alle, die in ganz Österreich in Regierungsverantwortung stehen, müssen antreten, um mit diesem schweren Erbe, das die letzte Bundesregierung hinterlassen hat, umzugehen. Die Frage, ob uns das gefällt oder nicht, stellt sich nicht, weil die Mittel, die zur Verfügung stehen, wesentlich weniger sind als die Mittel zu dem Zeitpunkt, an dem wir begonnen haben, unsere Budgets zu planen, wesentlich weniger als die Mittel, die noch bei den Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute angekündigt waren.
Aber es hilft kein Jammern. Regieren heißt nicht nur reagieren, sondern regieren heißt letzten Endes auch, aus den Bausteinen, die zur Verfügung stehen, das Beste zu machen. Und umso wichtiger, denke ich, ist es, dass wir gemeinsam Verantwortung für unsere Stadt übernehmen und uns sehr anstrengen, nicht nur das Beste daraus zu machen, sondern auch unsere Stadt wieder aus dieser Situation herauszubringen. Aber dass in einer solchen Situation jedes Ressort einer Stadtregierung einen Beitrag leisten muss und dieser Beitrag angesichts der Vorgaben
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