Gemeinderat, 8. Sitzung vom 17.12.2025, Wörtliches Protokoll - Seite 101 von 112
fördern Teilhabe und stärken soziale Netze, präventiv, niederschwellig und äußerst wirksam.
Ich komme noch zum Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen, der das System zusammenhält, nämlich wirklich zusammenhält. Die Pflege funktioniert nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel vieler Organisationen. Und genau hier kommt der Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen ins Spiel. Er vereint rund hundert Organisationen, vertritt 27 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und steht für etwa 88 000 betreute Menschen in Wien zur Verfügung. Der Dachverband ist die Plattform, die dieses komplexe System koordiniert und zusammenhält
Und für 2026 sind drei Punkte zentral. Erstens: Digitalisierung sozial absichern. Elektronische Pflegedokumentation, ELGA-Anbindung und E-Learning erhöhen hier keine Profite, sondern sichern die Leistungsfähigkeit und die Qualität der Sozialwirtschaft.
Und zweitens: Personal und Ausbildung - ein wichtiger Punkt. Der Dachverband koordiniert Praktika, stärkt betriebliche Gesundheitsförderung und unterstützt die Fachkräftegewinnung, damit die Ausbildung auch im Alltag funktioniert.
Drittens: die Prävention und gute Übergänge. Wohnungssicherung, verbessertes Zugangsmanagement und der Blick auf sensible Übergänge, etwa bei Careleavern, schützen Menschen frühzeitig und sparen langfristig Kosten.
Sehr geehrte Damen und Herren, dieser Vorschlag sichert nicht nur bestehende Leistungen, sondern er entwickelt das Pflegesystem intelligent weiter und hat die Pflege bedarfsorientiert gut ausgearbeitet, mit spürbarer Entlastung der Beschäftigten durch weniger Bürokratie, bessere Abläufe und stabile, gute, vernetzte Strukturen. Das ist verantwortungsvolle Sozialpolitik für eine wachsende Stadt.
Abschließend danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Pflege- und Sozialbereich im täglichen unverzichtbaren Einsatz. Ebenso danke ich unserem Gesundheitsstadtrat Peter Hacker und seinem Team. Und natürlich auch, liebe Gemeinderäte und Gemeinderätinnen, danke für die gute Zusammenarbeit. Ich wünsche allen noch ein frohes Weihnachtsfest, frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. - Danke. Alles Gute! (Beifall bei der SPÖ.)
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Zum Wort gemeldet ist GRin Rychly. Die Redezeit ist sieben Minuten. Die Fraktionsrestredezeit ist zehn Minuten, ich stelle aber nur sieben ein. - Bitte.
GRin Yvonne Rychly (SPÖ): Sehr geehrter Herr Vorsitzender, lieber Herr Stadtrat, sehr geehrte Damen und Herren im Gemeinderat!
Als Sportsprecherin der Stadt kann ich Ihnen nur sagen: Die letzten zwei Tage zum Budget waren auch eine sportliche Herausforderung für uns alle. (Beifall bei der SPÖ.) Wenn wir heute über den Budgetposten der Abteilung Sport Wien sprechen, geht es nicht um kalte Zahlen oder trockene Verwaltung, sondern um mehr. Es geht um die Seele unserer Stadt, um ihre Lebendigkeit, um ihre Zukunft und die Zukunft unserer Kinder.
Wir sind die Sportstadt Wien. Wir sind jene Stadt, in der hunderttausende Wienerinnen und Wiener in über 3 000 Vereinen täglich ihre Leidenschaft leben. Unsere Mission ist es, Wien aktiver, gesünder und lebenswerter zu gestalten. Und Sport ist kein Luxusgut. Sport, meine Damen und Herren, ist ein Grundrecht von allen, von allen Altersgruppen, von alle Leistungsklassen - wir stellen das in Wien klar - und zwar auch für alle zugänglich, erschwinglich, zu kostengünstigen Tarifen. Frau Greco, ich komme dann später noch einmal auf Sie zurück.
Wenn wir uns den City Marathon anschauen, mit 42 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus über 140 Nationen bringt der für unsere Bundeshauptstadt unbezahlbaren Werbewert. Wenn wir den Österreichischen Frauenlauf hernehmen, der zu Recht als Leuchtturmevent mit dem Wiener Tourismuspreis gewürdigt wird, fast 29 000 Teilnehmerinnen begeistert, dann sehen wir die Kraft der Gemeinschaft. Und was passiert 2026? - Wir werden Gastgeber der Sport Austria Finals sein, des größten Multisportevents Österreichs. Und im Juni werden wir Tausende von Herzen berühren, wenn 1 800 Sportlerinnen und Sportler bei den Nationalen Special Olympics in 20 Sportarten ihr Bestes geben.
Die Wichtigkeit der stillen Arbeit betrifft die Instandhaltung, die Sie angesprochen haben. Hinter jedem erfolgreichen Athleten, hinter jedem gesunden Kind, das in einem Verein trainiert, steht eine gepflegte Sportstätte. Die Abteilung Sport Wien verwaltet eine beeindruckende Grundfläche von 3,6 Millionen Quadratmetern. Das ist eine Verantwortung, die wir täglich mit größter Sorgfalt wahrnehmen. Die Planung und Umsetzung insbesondere moderner und nachhaltiger Sportstätten sind das Herzstück unserer Arbeit. Das ist die stille, unspektakuläre Arbeit, die jedoch über die Sicherheit, die Lebensdauer und die Nutzbarkeit unserer Infrastruktur entscheidet. Wir sichern diese Infrastruktur mit dem Wiener Sportstättenschutzgesetz ab.
Aber sichern heißt auch pflegen. Wir pflegen unsere eigenen 13 städtischen Sporthallen und 13 Jugendsportanlagen mit rund 2 Millionen EUR. Das ist keine Ausgabe, sondern eine Investition in die tägliche Bewegung unserer Bürgerinnen und Bürger. Für die Zukunft der Vereine setzen wir durch das Vereinssportanlagen-Sanierungsprogramm, kurz SPOSA genannt, ein starkes Zeichen. Rund 13 Millionen EUR sind 2026 dafür budgetiert - an 29 Standorten bis Ende 2027 Neubauten und Modernisierungen bis hin zur Umstellung auf LED-Flutlichtanlagen. Das ist Investition in unsere Sportbasis. Wir geben den Vereinen ein modernes Zuhause.
Zu Jahresbeginn schließen wir zwei wichtige Großprojekte ab. Die Generalsanierung der Sporthalle im 10. Bezirk, Jura-Soyfer-Gasse, wird im Jänner beendet, und die Modernisierung des Stadions des Wiener Sportklubs wird Mitte März vor dem Abschluss sein. Das sind die Meilensteine für unsere Sportvereine.
Wir schaffen Multifunktionszentren. Ein herausragendes Projekt ist der Neubau des Verwaltungs- und Funktionsgebäudes in der Erzherzog-Karl-Straße. Mit rund 2,5 Millionen EUR schaffen wir dringend benötigte Infrastruktur, nicht nur für den Fußballverein, sondern auch für
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