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Gemeinderat, 8. Sitzung vom 17.12.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 62 von 112

 

in der Umgebung. Es geht da ja um die gebaute Umwelt einerseits, aber darüber hinaus können auch andere soziale Projekte umgesetzt werden, wo es darum geht, die Nachbarschaft zu stärken. Das ist wirklich schön.

 

Das nächste Projekt, das umgesetzt werden soll, ist in Hernals. Warum in Hernals? - Weil es dort zu einem Kreuzungspunkt zwischen der U-Bahn und der S-Bahn kommt, das heißt, durch diese Infrastrukturmaßnahme wird es zu Entwicklungen im Gebiet kommen, die auf der Hand liegen. Es geht auch da darum, dass man die Bevölkerung einbezieht, einbindet und mitnimmt und man schaut, wo es Potenziale gibt und sich fragt, was kann man noch besser machen, wie kann man sich das alles ein bisschen holistischer anschauen, anstatt nur zu sagen: Okay, jetzt ist es ein Knotenpunkt, wir gestalten ein bisschen den Platz da drumherum, damit es schön ausschaut, wenn wir aus der U-Bahn aussteigen. Es geht wirklich um diese Bestandsstadt, darum, sie mitzunehmen, und da freue ich mich schon wirklich darauf.

 

Dazu muss ich auch erwähnen, dass uns wichtig ist, dass da neuer Wohnraum entsteht. Natürlich ist auch die Wohnbauoffensive 2024+ ein wichtiger Bestandteil unserer Vorhaben, die wir in der Stadt haben. Da geht es um 6 100 neu geförderte Wohnungen, die entstehen überall in der Stadt, von Simmering über Liesing über Brigittenau bis in die Donaustadt, also quer durch Wien, und natürlich auch in den ganz großen Stadterweiterungsgebieten, wo wir hauptsächlich Wohnbau entstehen lassen.

 

Das Nächste, was da ansteht, ist der Nordwestbahnhof, der mitten in der Stadt super erschlossen ist. Von dem her ist das auch wirklich ein tolles Projekt, wo viele Wienerinnen und Wiener ihr neues Zuhause finden werden, was uns sehr freut.

 

Darüber hinaus werden aber nicht nur diese großen Gebiete umgesetzt, sondern auch die kleineren werden umgestaltet, und es wird dort Wohnbau errichtet - im 7. Bezirk, das Village im 3., die Rote Emma in Kagran in Holzhybridbauweise, was auch ganz wichtig ist, da geht es um die Vielfalt der Wohnformen, das ist ein Wohnhaus für Frauen, für Alleinerzieherinnen. Das ist auch immer unser Anliegen in der Koalition gewesen zu sagen, okay, wie können wir die Wohnformen, die es gibt, möglichst vielfältig gestalten, damit der Wohnraum, der entsteht, entsprechend angenommen wird und auf die Bedürfnisse der Bevölkerung zugeschnitten ist. Die Bedürfnisse sind unterschiedlich, von dem her bemühen wir uns wirklich sehr stark, da entsprechende Angebote zu schaffen beziehungsweise die Rahmenmöglichkeiten zu schaffen, damit unterschiedliche Projekte in unserer Stadt entstehen können, was wirklich schön ist.

 

Da muss ich auch erwähnen, was beim Entstehen von so einem Grätzel oder Stadtquartier wichtig ist, nämlich dass möglichst viele Entwicklerinnen und Entwickler, Immobilienentwickler in diesem Falle, die gleichen Ziele verfolgen. Da ist der Wiener Qualitätsbeirat eine wirklich wichtige Stelle. Den hat es früher nur gegeben für den geförderten Wohnbau. In der letzten Legislaturperiode haben wir den Beschluss gefasst, dass es nicht nur darum geht, den geförderten irgendwie begleitend zu entwickeln, sondern dass es auch wichtig ist, dass die Häuser, die überwiegend im Eigentum sind, auch mitgenommen werden und dass alle Ziele, die für diese Stadtquartiere gelten, gemeinsam verfolgt werden.

 

Der Wiener Qualitätsbeirat leistet eine sehr gute Arbeit und ist auch eine gute Anlaufstelle für all die Fragen, die man so hat, zum Beispiel welche Herausforderungen die Entwicklerinnen und Entwickler derzeit haben, wie es da weitergeht, was man als nächstes angehen könnte. Das ist also wirklich auch eine wichtige Informationsquelle für uns.

 

Das alles steht natürlich immer unter dem großen Thema der drei K - Klimawandel, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. Die Kreislaufwirtschaft, das ist gestern gekommen und auch heute zum Teil, ist wirklich das Thema, dem wir uns in dieser Legislaturperiode noch stärker widmen wollen.

 

In der letzten Legislaturperiode haben wir es angedacht, haben gesagt, das ist auch ein wichtiges Thema, das wir angehen. Aber diesmal wollen wir es wirklich so richtig umsetzen. Dazu braucht es Rahmenbedingungen. Da entstehen momentan die Stadtquartiere, die sich dem verschreiben, die in der Ausschreibung, in den Wettbewerbsunterlagen und überall diesen Anspruch der Kreislaufwirtschaft in sich tragen.

 

Da geht es nicht nur darum, dass ich die Materialien wiederverwende, sondern auch die Materialien so einsetze, dass sie irgendwann einmal in der Zukunft wiederverwendbar sind. Von dem her ist es eine Entscheidung, die man im Jetzt trifft, die aber auch eine Entscheidung beim Bauen ist, die man für die Zukunft trifft.

 

Das ist dieses Schöne, wie wir die Stadtentwicklung planen, wie wir bauen, wohnen und generell Leben in unserer Stadt verstehen. Das ist ein Kreislauf, und der sollte funktionieren, sich weiterentwickeln, aber die Möglichkeiten schaffen wir und bleiben auch die ganze Zeit dran, um zu schauen, was die Herausforderungen der Zeit sind beziehungsweise um uns zu fragen, wie können wir diese Entscheidungen, die wir heute treffen, in die Zukunft tragen und mit Gewissheit behaupten, dass wir die Entscheidungen, die wir treffen, nachhaltig treffen.

 

In diesem Sinne sage ich dir, liebe Kathi, einen großen Dank, und einen großen Dank allen, die dahintersitzen und -stehen, für die gute Zusammenarbeit, für das Dranbleiben und für das Sich-Widmen dieses wichtigen Themas Wohnen. Denn Wien ist - wie gesagt - auch berühmt und bekannt für das Thema Wohnen, und dabei soll es bleiben trotz des angespannten Budgets. - Danke schön. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Die selbst gewählte Redezeit von zwölfeinhalb Minuten wurde eingehalten.

 

Als Nächster zu Wort gemeldet hat sich GR Prack. Die selbst gewählte Redezeit ist zehn Minuten, die eingestellt sind. - Bitte, Sie sind am Wort.

 

15.41.58

GR Georg Prack, BA (GRÜNE)|: Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Damen und Herren!

 

Zunächst ist auch mir wichtig zum Jahresabschluss Danke zu sagen. Danke an Sie, Frau Vizebürgermeiste

 

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