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Gemeinderat, 8. Sitzung vom 17.12.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 49 von 112

 

mit Peter Hanke Kontakt aufzunehmen und die Möglichkeiten auszuloten, die S80-Station Lobau wiederzueröffnen. - Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Die Redezeit betrug neun Minuten, die Restredezeit für die FPÖ sind 13 Minuten.

 

Zu Wort gemeldet ist GRin Sucher mit zehn Minuten Redezeit.

 

14.10.15

GRin Cornelia Sucher, BA (SPÖ)|: Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Stadträtin, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Meinem Vorredner danke ich für den netten Exkurs in meinen Heimatbezirk. Es ist sehr schön, was du alles sehr launig gebracht hast.

 

Ich möchte aber wieder ein bisschen allgemeiner über die Stadtentwicklung sprechen, weil ich der Meinung bin, das ist kein Luxusprojekt für gute Zeiten, sondern kluge Stadtentwicklung ist genau dann wichtig, wenn wir richtungsweisende Entscheidungen in dieser Stadt treffen. Gerade dann ist sie unerlässlich.

 

Wir haben es gestern und heute schon ein paarmal gehört, das Budget 2026 steht natürlich ganz im Zeichen der Konsolidierung. Das heißt - der Kollege von den GRÜNEN hat es vorhin schon erwähnt -, es müssen Prioritäten gesetzt werden, natürlich auch in der Stadtentwicklung und auch in der Planung und der Mobilität. Da zeigt sich auch die politische Verantwortung, meine sehr geehrten Damen und Herren. Denn ich sage: Schönwetterpolitik kann jeder. Wir müssen aber den Kurs auch halten, wenn der Gegenwind stärker wird. Die Menschen erwarten sich das zu Recht von uns.

 

Die Konsolidierung ist keinesfalls ein Rückzug, sondern sie ist vielmehr ein klares Bekenntnis für Qualität und Verantwortung ohne - das ist mir ganz wichtig zu betonen - die Daseinsvorsorge unserer Stadt, also das Fundament unserer Stadt, wenn man so will, nachhaltig zu beschädigen. Denn bei all den Debatten, die wir heute und gestern schon geführt haben, geht es im Grunde immer um unser Fundament, um die Stadt von Morgen.

 

Wenn wir über die Stadt sprechen, also über unsere Grätzeln, über Begrünungen oder Entsiegelungen, passiert das oft schon lang, bevor überhaupt irgendwo einmal der erste Stein umgedreht wird, nämlich bei der MA 18, dem strategischen Rückgrat der Stadtentwicklung, wenn man so will.

 

Denn Stadtentwicklung heißt auch immer, unser Zusammenleben zu planen und zu organisieren. Wo werden wir arbeiten? Wo werden unsere Kinder spielen? Wo wird Grünraum sein? Kurz, wo und wie werden wir in unserer Stadt leben? - Der Wien-Plan - der Kollege hat es heute schon erwähnt -, den wir heuer beschlossen haben, ist dabei ganz klar unser Kompass. Das ist nicht irgendein Wunschkonzert, sondern das ist eine ganz klare politische Festlegung.

 

Wie wichtig das ist, zeigt sich gerade auch jetzt. Denn die MA 18 wird natürlich auch im kommenden Jahr an der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs und an der Anbindung - der öffentlichen Anbindung, wohlgemerkt - an das Umfeld weiterarbeiten. Genauso wird sie an der übergeordneten Radverkehrsplanung, aber auch an der Mobilitätserhebung weiterarbeiten, die dann im Übrigen eine Entscheidungsgrundlage für viele weitere Entscheidungen ist. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Das sind jetzt vielleicht nicht alles die großartigsten Prestigeprojekte, aber sie sind die Voraussetzung dafür, dass unser Wien nicht zufällig, sondern geplant wächst. Gute Planung - das möchte ich Ihnen auch sagen - ist auch der Grund, warum wir dann in Zukunft nicht einfach nur irgendwelche Probleme verwalten, sondern ihnen im besten Fall auch voraus sind.

 

Stadtentwicklung muss man auch spüren können - in unseren Grätzeln, auf unseren Straßen, auf unseren Plätzen, kurz, im Wohnzimmer der Wienerinnen und Wiener. Dort muss man es spüren. Da kommt die MA 19 ins Spiel, die nämlich sicherstellt, dass Wien auch in herausfordernden Zeiten eine Stadt der Qualität bleibt - mit klimafitten Umgestaltungen, mehr Grünraum oder auch Entsiegelung und mit Projekten vom Franz-Jonas-Platz bis zum Nordbahnviertel. Denn - das ist mir auch wichtig zu sagen - Qualität im öffentlichen Raum darf niemals Luxus sein. Es geht immer darum, wo sich die Menschen in unserer Stadt aufhalten und wo sich die Bürgerinnen und Bürger wohlfühlen.

 

Last but not least möchte ich auch die MA 21 erwähnen, die quasi festlegt, wie unser Wien in ein paar Jahrzehnten ausschauen wird - ob in Rothneusiedl, wo das gesamte Projekt mit einem Beteiligungsprozess begleitet wird, im Donaufeld, wo ein städtebauliches Leitbild hin zu einem klimafitten Stadtteil erarbeitet wird, oder auch - wir haben es heute schon gehört - am Heidjöchl, wo 4 900 Wohnungen mit großzügigem Grünraum geplant werden. Das alles steht unter der großen Klammer der klaren Regeln, der transparenten Verfahren und auch der echten Beteiligung.

 

Wien hat in den letzten Jahren geliefert und wird das dank der rot-pinken Stadtregierung auch in den kommenden Jahren tun. Da können Sie sich sicher sein. Es gibt dafür ganz verschiedene Beispiele: die Parkraumbewirtschaftung, aber natürlich auch den beispiellosen Ausbau und das Ausrollen des Radwegeprogramms in Wien vor allen Dingen in den Flächenbezirken sowie die groß angelegte Umgestaltung des öffentlichen Raumes an sich.

 

An dieser Stelle möchte ich auch der zuständigen Stadträtin meinen Dank aussprechen, erstens für das Dranbleiben und zweitens für das Bohren harter Bretter. Ich weiß, nicht alle Projekte waren im wahrsten Sinne des Wortes leicht auf den Boden zu bringen. Ich bin mir sicher, dass wir auch im nächsten Jahr ein paar Projekte haben werden, bei denen man dranbleiben muss. Es zahlt sich aus, wie wir gesehen haben.

 

Ich möchte an dieser Stelle aber auch die herausragende Expertise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwähnen, die in unseren Dienststellen arbeiten. Es ist nicht selbstverständlich, mit wie viel Leidenschaft sie hier bei der Sache sind. Sie arbeiten Tag für Tag an unserer Stadt. Dafür gilt ihnen ganz klar unser Dank. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Eine Stadt kann aber nicht alles allein lösen. Wir können sehr viel innerhalb unserer Stadtgrenzen gestalten.

 

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