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Gemeinderat, 8. Sitzung vom 17.12.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 34 von 112

 

diesem Schuljahr massiv ausgebaut haben und das den Kindern und Jugendlichen wirklich zugutekommen soll. Sie sollen wissen, dass sie darüber reden dürfen. Es soll keine Scham bestehen, darüber zu sprechen, dass es einem schlecht geht. Die jungen Menschen sollen aber auch wissen, dass es Hilfe und Unterstützung gibt und dass sie mit ihren Problemen und Herausforderungen wahrgenommen werden. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

Einen ganz wichtigen Beitrag in diesem Bereich leistet natürlich auch die offene und mobile Kinder- und Jugendarbeit. Darüber wurde hier auch schon einiges berichtet. Ich halte es für ganz wesentlich, dass wir Kinder und Jugendliche gut begleiten und unterstützen. Es gibt hier genug Kinder und Jugendliche, die wenig Halt in ihren Ursprungsfamilien haben, und gerade im Hinblick darauf leisten die Jugendarbeiter, aber auch die Jugendzentren per se einen ganz wesentlichen Beitrag. Hier wirkt Prävention wirklich nachhaltig.

 

Bei der Kinder- und Jungendhilfe sind die Herausforderung groß. Mir ist es daher auch ganz wichtig und ein Anliegen, zu betonen, dass diesfalls in einem wirklich sensiblen Bereich gearbeitet wird, in dem, glaube ich, jeden Tag schwierige Entscheidungen erforderlich sind. Deswegen drücke ich meinen höchsten Respekt vor allem was hier getan wird aus. Wir werden auch im nächsten Jahr weiterhin in Krisenzentren und in die bessere Ausstattung im Bereich der Kinder und Jugendhilfe investieren.

 

Ich weiß, ich bin jetzt schon am Ende meiner Redezeit. Eigentlich wäre ich noch nicht fertig, weil mein Ressort noch ein paar weitere Themenbereiche hergibt. Im Bereich der Wiener Märkte ist schon einiges gesagt worden. Ich freue mich, dass wir hier weitere Schritte setzen konnten. Der Marktraum macht natürlich große Freude. Zum Schluss, diese Zeit sei mir hoffentlich noch gegönnt …

 

Vorsitzender GR Armin Blind: Ich bitte darum.

 

VBgm.in Mag. Bettina Emmerling, MSc (fortsetzend): Ich möchte allen danken, die tagtäglich dazu beitragen, dass Wien eine starke, verlässliche und soziale Stadt bleibt. Ich möchte allen PädagogInnen, DirektorInnen, Assistenzkräften, Sprachförderkräften, also wirklich allen, die im Bereich von Kinder- und Jugendlichen im Kindergarten, in der Schule, in Kinder- und Jugendhilfe und darüber hinaus arbeiten, meinen herzlichsten Dank aussprechen. Ich danke den zahlreichen Organisationen und PartnerInnen, vor allem aber auch allen Kolleginnen und Kollegen in der Wiener Stadtregierung für die gute Zusammenarbeit. Das gilt natürlich auch für meine AbteilungsleiterInnen mit ihren MitarbeiterInnen, die jeden Tag Großartiges leisten, um diese vielfältigen und herausfordernden Aufgaben zu bewältigen. Vielen Dank, frohe Festtage und ein gutes neues Jahr! - Danke schön. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

Vorsitzender GR Armin Blind: Danke, Frau Stadträtin.

 

Da keine weitere Wortmeldung mehr vorliegt, kommen wir nun zur Beratung der Geschäftsgruppe für

 

12.28.00Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke.

 

Ich darf die Frau Stadträtin recht herzlich begrüßen.

 

Mir wurde mitgeteilt, dass auf der Besuchergalerie eine Besuchergruppe des Bundesministeriums für Landesverteidigung, Abteilung Rüstungsplanung, Platz genommen hat, und ich darf diese, bevor ich Kollegin Olischar das Wort erteile, recht herzlich bei uns im Gemeinderatssitzungssaal begrüßen. Willkommen und danke für Ihr Interesse! (Allgemeiner Beifall.)

 

Wir kommen nun zur ersten, Rednerin, Frau GRin Olischar. Die gewünschte Redezeit von zwölfeinhalb Minuten ist nicht einstellbar. Ich stelle Ihnen 13 Minuten ein. - Bitte.

 

12.28.56

GRin Dipl.-Ing. Elisabeth Olischar, BSc (ÖVP)|: Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Stadträtin, werte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Gäste auf der Tribüne!

 

Wir kommen jetzt zur Behandlung der Geschäftsgruppe für Stadtplanung und Mobilität, und dazu darf ich meinen Debattenbeitrag leisten.

 

Städte erzählen Geschichten, und das sehr bildlich. Wir sehen diese Geschichten anhand von Gebäuden, aber auch anhand des sie umgebenden Raums. Dabei sind Entscheidungen, die man beim Bauen trifft, tatsächlich meist sehr langfristig beziehungsweise dauern sehr lange an, denn in den seltensten Fällen werden Gebäude beziehungsweise ganze Quartiere komplett abgerissen und neu geordnet - und zwar vor allem in der Bestandsstadt. Gleichzeitig entwickeln sich die Städte aber natürlich auch immer weiter. Es wird auf aktuelle Herausforderungen, die sich in der Gesellschaft beziehungsweise in der Stadt ergeben, eingegangen. Das bedeutet, dass sich der Städtebau in einem gewissen Spannungsfeld zwischen Bewahren und Weiterentwickeln befindet. Das ist natürlich herausfordernd, aus meiner Sicht aber machbar. Nur, man muss es halt wollen, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)

 

2001 wurde in der Stadt eine Entscheidung getroffen, nämlich die Entscheidung, das historische Zentrum Wiens zum Weltkulturerbe zu machen, und das sogar unter der Federführung durch den damaligen Bgm Michael Häupl. Heute wirkt es so, als wäre diese Entscheidung seitens der Stadt zu bereuen. Ich habe ein bisschen die Vermutung, dass damals nicht klar gewesen sein dürfte, dass mit einem solche Titel durchaus auch Verantwortung einhergeht. Der Titel "Weltkulturerbe" klingt gut, er lässt sich gut verkaufen. Es ist das ein fesches Mascherl, mit dem man sich und die Stadt rühmen kann. Was das aber für die Stadtgestaltung bedeutet, darüber hat man sich offensichtlich - beziehungsweise interpretiere ich das so anhand der vielen Entscheidungen, die getroffen wurden - nie wirklich Gedanken gemacht. Man hat sich vor allem keine Gedanken darüber gemacht, dass man auch Spielregeln einhalten muss. Das war schon beim Projekt "Wien Mitte" so. Und hat man daraus etwas gelernt? - Ich würde - making an educated guess - sagen: Es war nicht so, jetzt ist es beim Heumarktprojekt genau das Gleiche. (Beifall bei der ÖVP.)

 

In der Stadt wurden dabei wirklich viele Fehler gemacht - und zwar schon beim kooperativen Planungsverfahren, das 2014 begonnen hat. Dabei wurden auch unter Expertinnen und Experten und auch politischen Vertreterinnen und Vertretern bereits erste Entwürfe diskutiert. Es war auch damals schon klar - das wurde auch von Exper

 

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