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Gemeinderat, 8. Sitzung vom 17.12.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 30 von 112

 

Nepp, MA: Die Hoffnung stirbt zuletzt!) Ich denke, Ihnen allen sind Demokratie und Partizipation in dieser Stadt wichtig. Und dieses Symbol für partizipative Kraft in der Stadt und für Selbstermächtigung muss erhalten bleiben. - Herzlichen Dank. (Beifall bei den GRÜNEN.)

 

Vorsitzender GR Armin Blind: Wir haben jetzt noch fünf Minuten Restredezeit für die grüne Fraktion. Die beiden Anträge wurden übergeben, sind auch unterstützt beziehungsweise unterfertigt und werden dann dementsprechend abgestimmt.

 

Als Nächste zu Wort gemeldet hat sich GRin Pany. Die selbst gewählte Redezeit ist mit acht Minuten eingestellt, wobei ich darauf hinweise, dass die Restredezeit der Fraktion noch zehn Minuten beträgt. - Frau Kollegin, Sie haben das Wort.

 

12.00.12

GRin Astrid Pany, BEd, MA (SPÖ)|: Ich starte heute mit einer Magistratsabteilung, über die ich noch nie gesprochen habe, nämlich mit der MA 59, mit dem Marktamt und seinen 230 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, weil mir diese Magistratsabteilung tatsächlich sehr am Herzen liegt. Das Marktamt ist eine der ältesten Magistratsabteilungen der Stadt. Kollege Ornig hat schon gesagt, welche Aufgaben vom Marktamt in der gesetzlichen Lebensmittelkontrolle übernommen werden. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verwalten, erhalten, und überwachen alle Märkte und koordinieren den behördlichen Konsumenten- und Konsumentinnenschutz.

 

Besonders hervorheben möchte ich unsere 17 Detailmärkte, die unsere Stadt unglaublich bereichern - und zwar im Zusammenhang mit der Nahversorgung, der Grätzelfunktion, der Auswahl an Schmankerln und nachhaltigen Lebensmitteln. Das geschieht zum Beispiel auf dem Naschmarkt, dem Brunnenmarkt, dem Viktor-Adler-Markt oder dem von mir so heiß geliebten und tatsächlich wöchentlich besuchten Floridsdorfer Markt, dem Schlingermarkt. (Beifall bei SPÖ und NEOS. - GR Mag. Josef Taucher: Danke sehr!)

 

Auf dem Schlingermarkt werden in Bälde drei neue Marktstände ausgeschrieben, und es ist daraus wirklich inzwischen ein toller, florierender Markt geworden. Das war möglich aus einer guten Kooperation des Bezirks, im Speziellen des Bezirksvorstehers, mit dem Marktamt. Es ist da ein unglaublicher Wurf gelungen, einen mehr oder weniger schon sterbenden Markt wieder zu attraktivieren und zu revitalisieren. Es ist wirklich sehr schön zu sehen, wie viele Menschen das jetzt nützen und welchen Mehrwert das für ein Grätzel bedeutet. Gehen Sie also dort hin! Das Einkaufen auf diesem Markt ist wirklich ein tolles Erlebnis, so wie auch auf allen anderen Märkten. Sie sind auch Kommunikationsorte und bieten frische Qualität. Und was auch sehr wichtig ist: Es wird dort sehr nachhaltig vorgegangen, weil der Verpackungsmüll wirklich reduziert wird.

 

Ich danke daher wirklich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MA 59 und richte gleichzeitig meine Feiertagswünsche an alle Marktstandler, die sich wahrlich auch ein paar freie Tage verdient haben, weil dieser Beruf wirklich sehr, sehr anstrengend ist. Gute Erholung! (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie von StR Dominik Nepp, MA.)

 

Es waren jetzt vielleicht ein paar Anwesende doch überrascht, dass ich nicht mit meinem anderen Herzensthema, nämlich Bildung, begonnen habe, ich meine aber, dass auch für unsere Schulkinder Märkte wirklich tolle Lernorte sind, wo sie viel über die Herkunft von Lebensmitteln erfahren können. Ich glaube, dass Lernen an außerschulischen Orten überhaupt etwas ganz Wesentliches ist. Und ich glaube, dass das auch für den Erwerb der deutschen Sprache ein Schlüsselelement sein kann.

 

Auch wenn ÖVP und FPÖ unsere Bildung immer schlechtreden und ich heute von der ÖVP gehört habe, dass Bildung in Wien so unglaublich teuer ist. Ich möchte jetzt wirklich sagen: Es gibt kein anderes Bundesland, das im Bereich Bildung so viel bietet wie Wien und so kostengünstig bietet wie Wien. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Es gibt kein anderes Bundesland, in dem zum Beispiel die ganztägigen Schulen so gut ausgebaut sind wie in Wien. Das bewirkt nicht nur die beste Bildung, sondern das ist auch ganz wichtig für den Arbeitsmarkt, weil die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet ist.

 

Um das auch ein bisschen transparent darzustellen, habe ich mir die Zahlen herausgesucht. In den letzten zehn Jahren haben wir im Volksschulbereich die Zahl der ganztägigen Schulen verdoppelt beziehungsweise mehr als verdoppelt. 2015 hatten wir noch 81 ganztägig geführte öffentliche Volksschulen, 2025 sind es bereits 165. Das bedeutet - wie ich schon einmal hier gesagt habe -, dass in Wien heuer mehr als zwei Drittel unserer Schulanfängerinnen und Schulanfänger in einer ganztägigen Schulform gestartet sind. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Ich glaube, dass das wirklich eine unglaubliche Leistung ist, die die Stadt hier in den letzten zehn Jahren gestemmt hat. Ich möchte auch der GRÜNEN-Fraktion dafür danken, dass das positiv hervorgehoben wurde.

 

Lieber Kollege Zierfuß von der ÖVP! Liebe FPÖ! Schauen Sie sich doch einmal die Vergleichszahlen in den Bundesländern an, in denen Sie verantwortlich sind! Es werden noch viele Jahre ins Land ziehen, bis die Qualität der Ganztägigkeit wie in Wien nur annähernd erreicht werden kann.

 

Ich nenne Zahlen aus dem Vorjahr: Wien hatte in der Volksschule eine Abdeckung mit ganztägigen Schulen von 62 Prozent - Achtung, das sind Zahlen aus dem Vorjahr! -, gefolgt von Kärnten und dem Burgenland, die übrigens sozialdemokratische Bundesländer sind. Darauf folgt Vorarlberg mit 38,9 Prozent, also nicht einmal ansatzweise irgendwo in der Nähe. Und die anderen sind überhaupt noch weiter abgeschlagen.

 

Ganz wesentlich ist jetzt auch noch, dass ich auf die Ausführungen des Kollegen Stadler eingehe. Dieser quantitative Ausbau der Schulen war eine unglaubliche Leistung der MA 56. Es wurden 1 200 neue Klassen geschaffen. Dafür fallen natürlich, ob man es glaubt oder auch nicht, Kosten an. Das löst zum Beispiel die Notwendigkeit von Posten für neue Schulwarte und Schulwartinnen aus. (Zwischenruf von GR Felix Stadler, BSc, MA.)

 

Weil Sie gesagt haben, es ist teurer geworden, die MA 56 hat auch eine Vielzahl neuer Aufgaben übernommen. Es wurden völlig neue Berufsgruppen wie etwa die Gruppe der SchulsekretärInnen integriert - und zwar pro

 

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