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Gemeinderat, 8. Sitzung vom 17.12.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 20 von 112

 

Sinne des Storytellings, weil die am ehesten hängenbleibt.

 

Vor - es ist schon eine Zeit her - acht Jahren war ich im Jugendzentrum Arthaberbad im 10. Bezirk angestellt als Jugendarbeiter, und vor einem Monat hat mich auf der Favoritenstraße, ich war mit meinem Sohn spazieren, ein junger Mann angeschubst und gesagt: Hey Nico, erkennst du mich? - Ich habe so geschaut und habe mir gedacht puh, ich habe jetzt schon einige Leute betreut … - Den Namen werde ich jetzt natürlich nicht sagen, aber ich habe dann gesagt: Wow, du bist das? Jetzt haben wir uns lange nicht mehr gesehen. Wie lange? - Er hat gesagt, acht Jahre, und dann hat er begeistert erzählt: Hey, Nico, damals, meine Eltern haben sich scheiden lassen, und ich war bei euch, und ich konnte bei euch machen, was ich wollte, ich konnte ich sein, Playstation spielen, wuzeln, und ihr wart da und habt mit uns geredet. Das war so fein, das war so toll, und weiß du, an was ich mich am liebsten zurückerinnere? - Und ich so: Nein, erzähl es mir, urschön dich zu sehen. - Und er so: Weißt du, alle meine Freunde haben berufspraktische Tage irgendwo gemacht, wo sie nicht interessiert waren. Aber du hast mir damals geholfen, wegen dir war ich beim "Kurier", das war so geil - der geilste Kakao meines Lebens, und ich durfte eine Geschichte zu Ronaldo raushauen. - Das ist Jugendarbeit. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Das beschreibt es besser als jede Aufzählung. Das kostet natürlich, und ich bin froh, dass ich in der Stadt lebe, die sich schon seit Jahrzehnten dafür stark macht und dafür Geld in die Hand nimmt. Das ist nicht selbstverständlich, in anderen Städten haben Kinder und Jugendliche nicht diesen Platz und nicht diesen Raum, den sie brauchen.

 

Zum Schluss noch eine Brücke zur Schule - da wurde viel gesagt über Leistung, die man messen kann. Das ist das Schwierige bei der MA 13, man kann natürlich die Kontakte messen, aber im Endeffekt sieht man nie, was genau da an Wirkung erzielt wurde, weil die in Wahrheit erstens unbezahlbar ist und zweitens unsichtbar.

 

Das heißt: Danke schön, MA 13, für die sensationelle Arbeit, danke an die Jugendzentren, danke an Balu&Du, danke an alle Einrichtungen, die sich tagtäglich für unsere Kinder und Jugendliche den Arsch aufreißen und ihnen den Platz geben, den sie gerade brauchen. - Danke. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Die tatsächliche Redezeit war sechs Minuten.

 

Als Nächster zu Wort gemeldet ist GR Ornig, die selbst gewählte Redezeit ist fünf Minuten. - Bitte, Sie sind am Wort.

 

10.53.28

GR Markus Ornig, MBA (NEOS)|: Jetzt bin ich fast ein bisschen überrascht, dass sich bei einer Budgetdebatte offensichtlich jemand ausgemeldet hat. Ich warte nur, bis ein bisschen Ruhe im Saal ist … Die Herren (in Richtung der SPÖ) haben einen ganz gemütlichen Tratsch. (GR Mag. Dietbert Kowarik: Ihr Koalitionspartner!) - Gut, ja, soll sein, ihr tratscht ja auch, es sind lange Tage, ich verstehe das.

 

Ich habe ein bisschen einen harten Cut vor von der Bildungs- und Jugendarbeit, aber auch Integrationsarbeit - das heißt, so ein harter Cut ist es gar nicht - hin zu den Wiener Märkten und dem Wiener Marktamt, denn auch die Wiener Märkte sind ein Ort der gelebten Integration, finde ich. Wenn man sich anschaut, wie viele Menschen mit Migrationshintergrund sich da ins Unternehmertum gewagt haben, ist das ein Zeichen, dass das schon sehr, sehr gut funktioniert und dass das ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt ist. (Beifall bei den NEOS und von GR Filip Worotynski, MA.)

 

Die MA 59, das Wiener Marktamt, ist ja die älteste Magistratsabteilung hier in Wien und ist mit 230 Mitarbeitern ein sehr, sehr wichtiger Bestandteil in der Stadt. Ich rede immer gerne über die Märkte, wer mich kennt, weiß, dass das ein Herzensthema von mir und von uns NEOS ist. Aber es gibt ja noch andere Aufgaben. Die MA 59 ist unterteilt in die Gruppe Koordination, die essenziell ist für den behördlichen KonsumentInnenschutz, die in über 200 000 Wiener Betrieben präsent ist und für die Öffentlichkeit und sämtliche Medienanfragen und ebenfalls für den Fuhrpark des Wiener Marktamtes zuständig ist.

 

Man hat sich 2026 ein paar Schwerpunkte vorgenommen, das sind verstärkte Kontrollen hinsichtlich von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (GR Mag. Dietbert Kowarik: Terrorismus…), Schwerpunktaktionen in Massage- und Tätowierstudios, was die Hygiene betrifft, Kontrollen von Versicherungsvermittlung hinlänglich der Angebote und Aus- und Weiterbildungen beim Konsumentenschutz und natürlich - und das kennen Sie alle wahrscheinlich am besten - die Preisauszeichnungskontrollen im Handel bei Dienstleistungen und Gastronomie. Die schauen, kurz gesagt, darauf, dass alles mit rechten Dingen zugeht.

 

Dann gibt es die Gruppe Lebensmittel, die sich sehr um den Naschmarkt kümmert und auch um die gesetzliche Lebensmittelkontrolle in rund 18 500 Wiener Lebensmittelbetrieben. Davon fallen rund 800 in die Gruppe der Hochrisikobetriebe.

 

Da ich nur noch zwei Minuten habe, möchte ich jetzt zu unseren Wiener Märkten gehen, den 17 Detailmärkten, die in Wien bestehen, sowie den zehn neuen temporären Märkten, die wir in der letzten Legislaturperiode entwickelt haben, den Flohmarkt am Naschmarktgelände, den wir zu betreuen haben, 150 Gelegenheitsmärkte vom Allerheiligenmarkt über Neujahrsmärkte, Ostermärkte und jetzt natürlich die in aller Welt bekannten und hochgelobten Christkindlmärkte.

 

Wir haben nicht nur gezeigt, dass wir ein Herz für die Wiener Märkte und die Weiterentwicklung der Wiener Märkte haben, wir haben als Stadtregierung auch gezeigt, dass wir ganz gut auf den Märkten Party machen können. Die Lange Nacht der Wiener Märkte ist längst etabliert und ein großartiges Projekt, dem sich sogar der Wiener Bürgermeister beim Feiern jedes Jahr nicht entziehen kann. Auch die StRin Ulli Sima, die das Ressort früher überhatte, und jetzt natürlich Bettina Emmerling und alle, die hier im Saal sind, glaube ich, waren schon einmal bei einer Langen Nacht und haben gesehen, was das für eine

 

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