Gemeinderat, 8. Sitzung vom 16.12.2025, Wörtliches Protokoll - Seite 100 von 109
Diese sogenannte Impact Evaluation 2025 hat da von einer herausragenden wissenschaftlichen Exzellenz und auch Wettbewerbsfähigkeit gesprochen. Durch diese Struktur des Wissenschafts- und Technologiefonds sind die Mittel wirklich sehr, sehr gut investiert. Das zeigt sich auch an den geförderten Forschungsprojekten, die auch einen sehr hohen Output an Publikationen et cetera erzielen.
Der WWTF ist auch in der Vorstufe ein wichtiger Impulsgeber und Brückenbauer, auch für strategische Themen, schon langfristig gesehen, und fördert sehr stark auch die Interdisziplinarität in vielen Bereichen. Sie haben davon gesprochen, dass wir nichts für junge StudentInnen oder auch wenig für Forschungstalente machen. Deswegen gibt es ja die sogenannte Vienna Research Group. Es ist genau das Ziel hier, auch internationale Forschungstalente anzuziehen.
Wir haben vor dem Hintergrund der geopolitischen Veränderungen in den USA gesagt, dass das eigentlich auch eine Chance ist, Talente nach Wien zu bringen. Das macht jetzt nicht nur diese Institution, das passiert auch direkt über die Universitäten bei verschiedenen Nachbesetzungen. Auch da gibt es eine gemeinsame Brücke zwischen Wien und dem Bund.
Diese Vienna Research Groups funktionieren sehr, sehr gut, und man kann das auch wieder evaluieren, und das ist ein wichtiger Aspekt. Sie haben von Kennzahlen gesprochen, wir wollen wissen, wie gut wir denn eigentlich sind. Da gibt es auch Kennzahlen: 84 Prozent der StipendiatInnen der Vienna Research Group können in höhere akademische Positionen aufsteigen. Also das ist tatsächlich ein Multiplikator und ein Talenteförderer. Soviel zum Thema junge Talente.
Die verschiedenen Calls, also Ausschreibungen des Wiener Wissenschafts- und Technologiefonds waren im Bereich Digitaler Humanismus, Präzisionsmedizin. 2026 findet auch ein großer Call im Bereich Life Sciences statt, auch einer der Schwerpunkte für den Standort in Wien. Ein großer Call im Bereich der Computerwissenschaften, da gehen sehr viele Mittel in ein Thema, das für Wien von besonderer Relevanz ist im Sinne der digitalen Souveränität also auch das ganze Thema der Cybersecurity. Ein neuer Call wird im Bereich des digitalen Humanismus kommen und im Sinne dieser Interdisziplinarität auch ein Call zum Thema Krise und Resilienz. (Beifall bei den NEOS.)
Mit den Mitteln können wir also ziemlich viel bewegen. Das ist es, was es auch ausmacht. Uns war es auch wichtig, die Wirkung dieser Mittel zu erzählen. Ich habe es bereits am Vormittag erwähnt, ich war eben bei dem AI-Festival auf der TU Wien, auch eine Veranstaltung, wo der WWTF Mitveranstalter war. Auch das sind Beispiele, wo Wissenschaft, Unternehmen und Industrie zusammenkommen, an gemeinsamen Lösungen arbeiten, diese entwickeln.
Das sind genau diese offenen Formate, die auch wichtig sind, die wir auch weiter beschleunigen wollen. Das ist das, was eine lebendige Wissenschafts- und Forschungsmetropole Wien ausmacht. Für uns ist auch klar, wir bleiben da nicht stecken. Wir orientieren uns auch an internationalen Beispielen, schauen uns die an, um davon einfach auch zu lernen. Das ist ein ganz wichtiger Prozess.
Ein Thema, das uns auch sehr wichtig ist, ist das Thema der Wissenschaftskommunikation, denn wir leben in einem Zeitalter, auch in diesen geopolitischen Verwerfungen, wo die Skepsis bezüglich der Wissenschaft massiv steigt. Ich halte das für ein demokratiepolitisches Problem. Daher gibt es als ein schönes Beispiel auch regelmäßig "Wien will es wissen" als Beilage zu einer österreichischen Tageszeitung, ganz konkrete Beispiele zu den verschiedenen Forschungsprojekten, zu den verschiedenen Initiativen, zu den verschiedenen Calls. Das ist auch eine Möglichkeit, das Thema der Wissenschaft und der Forschung den Menschen besser darzulegen, darzubringen und sie auch entsprechend einzubinden.
Wichtige Themen, die Frau Stadträtin hat es am Vormittag auch gesagt, sind der gesamte Bereich der MINT-Fächer, der Fokus vor allem auch auf MINT für Mädchen und für Frauen, der Bereich der Digital Days, auch das gehört alles dazu. Das sind alles nicht unbedingt Budgets, die Sie hier unmittelbar wiederfinden, wie gesagt, es ist ein Gesamtökosystem, und so muss man es sehen, es ist die Kooperation von vielen. Ich glaube, dass sich dieses Ergebnis auch wirklich sehen lassen kann und freue mich, dass wir hier massiv weiter in Richtung Technologie-, Wissenschafts- und Innovationsstandort in Europa gehen. - Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Tatsächliche Redezeit war jetzt zehn Minuten.
Als Nächster zu Wort gemeldet ist GR Felix Stadler, selbst gewählte Redezeit sieben Minuten, die ich einstelle. - Bitte.
GR Felix Stadler, BSc, MA (GRÜNE): Vielen Dank. - Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Frau Stadträtin, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!
Herr Kollege Gorlitzer hat eigentlich genau die zwei Punkte und die zwei Zahlen schon genannt, die ich ansprechen wollte. Ich könnte es uns allen leicht machen und mich einfach wieder hinsetzen und sagen, hören Sie sich das noch einmal an. (Heiterkeit und Beifall.) Ich freue mich aber, dass ich nach fünf Jahren in diesem Haus auch einmal in einer anderen Geschäftsgruppe sprechen kann als in der Bildungsgeschäftsgruppe. Es freut mich auch besonders, dass es diese Geschäftsgruppe ist, deswegen erlauben Sie mir vielleicht zwei, drei Bemerkungen.
Das Thema ist ja auch der Bildung sehr verwandt, es geht um Wissenschaft und Forschung. Bevor ich auf die zwei Zahlen des Budgets zu sprechen komme, auf die ich näher eingehen will, ein paar grundlegende Bemerkungen: Wissenschaft und Forschung sind kein Luxus, kein Nice-to-have, keine Sache, die man streichen kann, wenn es budgetär einmal eng wird.
Wissenschaft und Forschung sind eigentlich die Basis und die Grundlage unserer modernen Gesellschaft, und Wissenschaft sollte auch die Basis und die Grundlage unserer Zukunft sein. Wenn es um Innovation geht, wenn es um Arbeitsplätze geht, aber auch wenn es um den Wirtschaftsstandort dieser Stadt geht, ist die Wissenschaft unabkömmlich. Dass genau in diesem Bereich von SPÖ und
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