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Gemeinderat, 8. Sitzung vom 16.12.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 87 von 109

 

auch das haben wir uns für das Ende dieses Jahres vorgenommen - sind fertig, und wir fangen mit neuen Projekten an. Ganz im Zentrum stehen eine Kühlstrategie der Stadt und das Thema betriebliche Abwärme. Kreislaufwirtschaft ist das zentrale Thema im nächsten Jahr und zugleich die Grundlage für die Fortschreibung unseres Klimafahrplanes. Das wird uns auch 2026 betreffen und sicherstellen, dass wir übrigens unsere gesetzliche Verpflichtung mit dem Klimagesetz in Bezug auf Klimaschutz, Klimaanpassung und Kreislaufwirtschaft umsetzen können. Es geht um das gute Leben in Zukunft.

 

2026 wird also ein ordentlich aktives Jahr, ein Jahr, in dem wir trotz aller Herausforderungen garantiert nicht still stehen werden - und das trotz der angespannten Lage. Wir werden vorwärtsgehen. Um noch einmal Jane Goodall ins Spiel zu bringen, möchte ich sie kurz zitieren mit einem wunderbaren Satz, der lautet: "Die Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen, können dazu beitragen, eine Welt zu erschaffen, wie wir sie uns wünschen." - Das sind die Entscheidungen, die wir in Wien tagtäglich treffen, es sind Entscheidungen, wie jetzt schon an der Wasserversorgung 2050 zu arbeiten. Es sind die Entscheidungen, wie ein riesengroßes neues Naturschutzareal zu schaffen. Es sind Entscheidungen, wie auch in einer derartig schwierigen Zeit noch einmal weiter den Grünraum auszubauen, neue Bäume zu pflanzen, den Sonnenstromausbau fortzusetzen, die Energiewende anzutreiben, die Wasserversorgung zu sichern, die Demokratieversorgung auszubauen.

 

Wer macht es? - Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Stadt. Ihnen gilt unser Dank, ihnen gilt auch unser allerhöchster Respekt und ihnen gilt alle unsere Kraft, wenn es darum geht, die richtigen Rahmenbedingungen für diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen in guter, enger und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern naher sozialpartnerschaftlicher Tradition. Das Team der Stadt Wien - das sind übrigens 64 500, 1 000 sind alleine im letzten Jahr dazugekommen, liebe Kollegin Huemer, auch 225 neue Lehrlinge, weil wir da darauf schauen, dass die Aufgaben erfüllt werden - ist das stärkste Team Österreichs. Eine noch bessere Nachricht: 63 Prozent dieser 64 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Frauen - und genau die Hälfte in Führungs- und Managementpositionen. Ein großer Dank an sie. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Unser Ressort ist zuständig für 23 Einheiten, Sie werden verstehen, dass ich aus Zeitgründen nicht jede einzeln erwähne. Ich möchte aber schon jeden einzelnen Mitarbeiter, jede einzelne Mitarbeiterin in diesen Einheiten und weit darüber hinaus erwähnen und ihnen von Herzen danken und auch eine gute Zeit über die Feiertage wünschen. Das gilt auch für die Klubs, die großartig zusammenarbeiten, wenn wir uns hier treffen zu einem Marathon. Das gilt auch für alle Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, speziell jenen in meinen Ausschüssen, dem Gemeinderatsausschuss, dem Petitionsausschuss, die GPK und dem Vorstand der KFA. Ich finde, es ist eine ausgesprochen produktive, engagierte Arbeit, die Sie hier alle unabhängig von den Fraktionen leisten. Dafür möchte ich mich von Herzen bedanken. (Allgemeiner Beifall.)

 

Ihnen allen wünsche ich schöne Feiertage, Zeit mit Ihren Lieben, beste Gesundheit und die Möglichkeit, Batterien aufzutanken. Wir brauchen Ihre volle klimaneutrale Energie 2026. Jetzt geht es zu allem Menschgemachten, der Kultur. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Zur Geschäftsgruppe Klima, Umwelt, Demokratie und Personal und zum Wirtschaftsplan der Unternehmung Wien Kanal liegt keine Wortmeldung mehr vor.

 

Wir kommen daher zur Beratung der nächsten Geschäftsgruppe, nämlich derjenigen für

 

19.10.30 Kultur und Wissenschaft. Zu Wort gemeldet ist Frau GRin Edelmann, und Sie sind am Wort. Die selbst gewählte Redezeit ist zwölf Minuten, die ich Ihnen jetzt einstelle. - Bitte.

 

19.10.36

GRin Ing. Judith Edelmann (ÖVP)|: Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Frau Kulturstadträtin, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuseherinnen und Zuseher!

 

Ich fange mit einem Thema an, das wir alle unterstreichen können. Wien braucht unserem Antrag entsprechend eine Landeshymne. Wien ist seit 1920 ein eigenständiges Bundesland und damit das einzige österreichische Bundesland, das bisher über keine offizielle Landeshymne verfügt. (GR Dipl.-Ing. Dr. Stefan Gara: Das wichtigste Kulturthema.) In acht von neun Bundesländern ist eine Landeshymne ein anerkanntes Identitäts- und Kultursymbol, das Tradition, Geschichte und Werte eines Landes musikalisch zum Ausdruck bringt. In den vergangenen Jahrzehnten gab es verschiedene Initiativen, Wettbewerbe und Projekte zur Entwicklung einer Wiener Landeshymne. Diese Bemühungen sind jedoch ohne offizielle Unterstützung des Landes Wien wirkungslos geblieben. Sogar der 10. Bezirk hat anlässlich seines 150-jährigen Jubiläums erfolgreich einen offenen Aufruf zur Einreichung einer Bezirkshymne gestartet und damit gezeigt, dass Bürgerbeteiligung und musikalischer Wettbewerb nicht nur eine hohe Resonanz, sondern auch erfolgreich neu geschaffene Hymnen ergeben können.

 

Die Stadt Wien hat über soziale Medien unlängst selbst eingeräumt, dass es nicht ohne Wien-Hymne weitergehen könne und eine mit künstlicher Intelligenz generierte Version präsentiert. Diese Initiative zeigt wieder einmal, dass gut gemeint nur ganz selten gut ist. In der Weltstadt der Musik soll doch eine Landeshymne von Menschen geschaffen werden. Damit stärkt sie regionale Identität, fördert den Stolz auf die Stadt und kann pädagogisch in Schulen, Vereinen und bei Festakten eingesetzt werden. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Ich spreche mich dafür aus, die Entwicklung einer offiziellen Landeshymne für Wien einzuleiten, die von Wiener Künstlerinnen und Künstlern komponiert und getextet wird. Damit wird ein sichtbares Zeichen für die Wertschätzung der Wiener Kunst- und Kulturszene gesetzt und den Wienerinnen und Wienern ein neues Symbol ihrer gemeinsamen Identität geschenkt.

 

Im NEOS-Wahlprogramm für die Gemeinderatswahl im Frühjahr 2025 war eine Forderung zu hören: Stärkung des Musikschulangebotes. Davon scheint nicht wirklich viel übrig geblieben zu sein. Die Wiener Musikschulen

 

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