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Neues Straßenbahnkonzept am Ring

Die Straßenbahnlinien 1 und 2 sind ab Herbst zu Höherem berufen. Sie werden so genannte Durchzugslinien. Das heißt, sie fahren vom Stadtrand quer durch Wien bis ans andere Stadtende.
Konkret bedeutet das Folgendes:
Johann Ehrengruber, Wiener Linien: "Der neue 1er wird ab Herbst aus der Straßenbahnlinie 65 zusammengehängt. Die kommt aus dem 10. Bezirk, Endstelle ist beim Stefan-Fadinger-Platz, und fährt so wie bisher bis hierher zum Ring. Aber dann eben weiter - so wie der 1er über den Ring. Beim Rathaus, Parlament vorbei, über den Schwedenplatz hinaus und dann ist er schon in den Gleisen vom heutigen N-Wagen und fährt eben die eine Hälfte des N-Wagens sozusagen weiter, bis zu der Endstelle bei der Prater Hauptallee. Und der 2er, da stehen wird jetzt grad davor, wird sich eben aus dem J-Wagen zusammensetzen. Der J-Wagen wird dann als 2er eben weiter fahren über den Ring, sozusagen in die Gegenrichtung. Beim Schwarzenbergplatz vorbei, hinunter zur Urania, weiter zum Schwedenplatz und von dort wird er - so wie der heutige N-Wagen - dann zur anderen Endstelle beim Friedrich-Engels-Platz fahren."
Für die Fahrgäste bringt die Veränderung einige Vorteile.
Johann Ehrengruber, Wiener Linien: "Die werden eines ganz positiv bemerken: Sie werden weniger oft umsteigen müssen. Das heißt, wer hier in die Stadt rein fährt, kann das natürlich tun, so wie er es auf seiner Linie gewohnt ist, muss aber dann nicht, wenn er zum Ring kommt, auf eine andere Linie umsteigen. Ein weiterer großer Vorteil ist: Beide Linien werden vier U-Bahnlinienstationen direkt als Umsteiger haben."
Eines fällt künftig weg: die Ringrundfahrt mit nur einer Straßenbahn vorbei an den klassischen Wiener Sehenswürdigkeiten.
Johann Ehrengruber, Wiener Linien: "Wer den Ring unbedingt einmal umrunden will, der kann das natürlich auch in Zukunft tun. Und zwar locker in der gleichen Zeit wie jetzt. Die neuen Ringlinien werden nämlich aufgrund der Ampelschaltung schneller sein als bisher. Und es fällt eines weg, was die alten Ringlinien - der 1er und der 2er - hatten: die zweimalige Stehzeit irgendwo am Ring, die man einfach als Ausgleichszeit gebraucht hat. Das heißt, jetzt fahren die nur mehr. Und das heißt, wer einmal rund um den Ring machen möchte, kommt locker in der gleichen Zeit wie bisher auch einmal rundum. Er muss halt einmal umsteigen."
Länger warten müssen Fahrgäste in Zukunft auch nicht.
Johann Ehrengruber, Wiener Linien: "Die Intervalle, die wir jetzt anbieten, bleiben gleich. Das heißt, was der Kunde vom Intervall auf dem Ring gewohnt ist, wird gleich bleiben. Und beim 2er, der den J-Wagen übernimmt, kommt sogar noch was dazu: Er wird abends um eine Stunde länger fahren als bisher."
Stichtag für die neuen 1er und 2er ist der Nationalfeiertag am 26. Oktober.

Archiv-Video vom 03.12.2009:
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Vom Stadtrand quer durch Wien bis ans andere Stadtende - Neues Straßenbahnkonzept

Die Straßenbahnlinien 1 und 2 sind ab Herbst zu Höherem berufen. Sie werden so genannte Durchzugslinien. Das heißt, sie fahren vom Stadtrand quer durch Wien bis ans andere Stadtende.

Länge: 2 Min. 40 Sek.
Produktionsdatum: 2008
Erstausstrahlung: 25.07.2008
Copyright: Stadt Wien

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