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Angelika Psenner, Stadtforscherin: "Das Erdgeschoß ist für die Stadt selber, so wie sie wirkt, enorm wichtig. Wenn das Erdgeschoß funktioniert, funktioniert die Stadt."

In der Wiener Gründerzeit war das Erdgeschoß lebendige Begegnungszone. Heute verliert es immer mehr an Bedeutung. Forscherin Angelika Psenner von der TU Wien setzt sich mit den Veränderungen des Stadtparterres auseinander.

Angelika Psenner, Stadtforscherin: "Die Erdgeschoße der Gebäude, man fand damals dort keine Leerstände, was klar war, weil Wien damals sehr dicht besiedelt war. Wir hatten Wohnflächenzahlen von vier Quadratmetern. Derzeit haben wir europaweit ca. 42 Quadratmeter, die jeder Person zur Verfügung stehen. Und die zweite große Veränderung betrifft den öffentlichen Raum. Vor Einführung der Straßenverkehrsordnung in der NS-Zeit war das Parkieren von Autos im öffentlich Raum über Nacht verboten."

Dafür untersucht die Forscherin im Planarchiv der Baupolizei Grundrissdaten einzelner Häuser. Die Dokumente und Akten werden ausgehoben und abfotografiert. Daraus entsteht ein Grundrissmodell der Stadt.

Angelika Psenner, Stadtforscherin: "Das hat im Prinzip zwei Funktionen: zum einen, wie es ursprünglich gebaut wurde und wie es jetzt ausschaut, und die zweite Funktion ist, dass wir mit den Daten auch jetzt schon forschen können. Wir können schauen, wie sind die aktuellen Nutzungen und wie spielen diese Nutzungen mit dem öffentlichen Raum zusammen."

Die erhobenen Daten des Stadtparterres, also Straße, Haus und Hof, werden mit den konventionellen Stadtplänen verknüpft und zu einer zusammenhängenden Grundrissaufnahme vereint.

Angelika Psenner, Stadtforscherin: "Also diese hohe Relevanz des Erdgeschoßes für die Stadt ist mittlerweile erkannt worden. Man sieht das in ganz Europa in allen Stadtentwicklungsgebieten. In Wien zum Beispiel auch in Aspern, wo vorgegeben wurde, dass das Erdgeschoß eine bestimmte Raumhöhe haben muss, was dazu führt, dass die Nutzungen flexibler sein können."

Das ermöglicht eine Reaktivierung des Erdgeschoßes und sorgt für eine lebendige Stadt.

Frauen in der Forschung: Angelika Psenner

In der Wiener Gründerzeit war das Erdgeschoß lebendige Begegnungszone. Heute verliert es immer mehr an Bedeutung. Forscherin Angelika Psenner von der TU Wien setzt sich mit den Veränderungen des Stadtparterres auseinander.

Länge: 2 Min. 33 Sek.
Produktionsdatum: 2016
Erstausstrahlung: 19.02.2016
Copyright: Stadt Wien/Bohmann Verlag

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