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Schlafen: Das ist die Hauptaufgabe der Patientinnen und Patienten im Schlaflabor des Wilhelminenspitals. Drei Betten und zahlreiche Elektroden erwarten müde Personen. Sie erhoffen sich hier wieder einen normalen Tagesablauf.

Primar Meinhard Kneussl, Abteilungsvorstand: "Im Schlaflabor werden Patienten mit nächtlichen Atemstörungen untersucht. Das sind Patienten, die vor allem unter Tagesmüdigkeit leiden und Kopfschmerzen untertags beziehungsweise die in der Nacht mit dem Atmen aussetzen."

Zu viel Alkohol, Übergewicht oder psychische Erkrankungen. Schlafstörungen sind vielfältig. Der Großteil leidet an Atmungsstörungen wie Schlafapnoe, also Aussetzer der Atmung.

Primar Meinhard Kneussl, Abteilungsvorstand: "Beim obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom, das ist die häufige Form, da sind vor allem die oberen Atemwege kollabiert. Beim zentralen Schlafapnoe-Syndrom sind vor allem Patienten mit neurologischen Störungen betroffen und Patienten mit Herzerkrankungen betroffen, Patienten mit Herzinsuffizienz und erhöhtem Blutdruck."

Meist von den Partnerinnen und Partnern beobachtet, führt der Weg über einen Lungenfacharzt ins Schlaflabor.

Oberärztin Birgit Plakolm, 2. Medizinische Abteilung mit Pneumologie und Ambulanz: "Dann wird bei uns in der Ambulanz ein Vorgespräch geführt, wo die Symptome erhoben werden, Voruntersuchungen gemacht werden, um andere Ursachen auszuschließen. Und dann wird ein Termin bei uns im Schlaflabor vereinbart, wo eine Polysomnografie, also eine ganz genaue Untersuchung des Schlafs mit Atemstörungen und Schlafstadien, gemacht wird."

Oberärztin Birgit Plakolm, 2. Medizinische Abteilung mit Pneumologie und Ambulanz: "Der Patient kommt am Abend ins Schlaflabor und verbringt hier eine Nacht in einem Einzelzimmer. Er wird verkabelt. Das heißt, angelegt werden Gurte für Brust- und Bauchbewegungen, der Atemstrom wird gemessen, es wird das Schnarchen über ein Mikrofon aufgezeichnet, es wird das EKG mitgeschrieben, die Sauerstoffsättigung im Blut, die Schlafstadien bestimmt, um zu schauen, ob die Schlafqualität beeinträchtigt ist, und unter Umständen auch Beinbewegungen aufgezeichnet."

Die gesammelten Daten erscheinen am Monitor und liefern Informationen über mögliche Erkrankungen sowie deren Art und Schwere. Denn Atemaussetzer beeinträchtigen auf Dauer die Gesundheit.

Oberärztin Birgit Plakolm, 2. Medizinische Abteilung mit Pneumologie und Ambulanz: "Wenn wenige Atemaussetzer vorliegen, kann man entweder durch Schlafpositionstraining oder HNO-Maßnahmen inklusive Operation behandeln. Der häufigste Risikofaktor ist Übergewicht. In so einem Fall ist auch die Gewichtsabnahme ein wichtiges Thema. Und bei schweren Fällen muss man eine nächtliche Beatmung durchführen, wo über Nase, oder Nase und Mund, ein Druck dazugegeben wird zur spontanen Atmung."

Anschließend werden die Aufzeichnungen besprochen und eine Behandlung wird festgelegt.

Oberärztin Birgit Plakolm, 2. Medizinische Abteilung mit Pneumologie und Ambulanz: "Wenn der Patient wirklich an einer schweren Schlafapnoe leidet, ist er meist schon nach der Anpassungsnacht wesentlich besser ausgeschlafen, fühlt sich fitter. Die bereits morgendliche Müdigkeit liegt dann nicht vor und viele Patienten fühlen sich mit der Maskenbeatmung einfach wieder wohl und können wieder an ihrem Leben teilnehmen."

Schlaflabor im Wilhelminenspital

Im Schlaflabor des Wilhelminenspitals dreht sich alles rund um die Nachtruhe. Drei Betten und zahlreiche Elektroden erwarten müde Patientinnen und Patienten. Sie erhoffen sich hier eine Verbesserung ihrer gesundheitlichen Probleme.

Länge: 3 Min. 21 Sek.
Produktionsdatum: 2015
Erstausstrahlung: 01.10.2015
Copyright: Stadt Wien/Bohmann Verlag

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Länge: 2 Min. 03 Sek. | © Stadt Wien/W24

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