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Mitschrift

Zu Besuch in der Müllverbrennungsanlage Spittelau. Wo normalerweise aus unserem Müll Fernwärme entsteht, befindet sich auch eine umweltfreundliche Kältezentrale.

Georg Baresch, Wien Energie GmbH: "Ja, das Produkt Fernkälte ist eigentlich daraus entstanden, dass wir im Sommer zu viel Fernwärme produzieren. Fernwärme, die wir dann in die Donau ableiten müssten. Wir würden diese Energie vernichten. Wir wandeln sie aber um in Fernkälte, das heißt, wir können mit dem daraus entstehenden kalten Wasser Gebäude kühlen."

Herzstück der Anlage ist eine Absorptionskältemaschine. Sie produziert kaltes Wasser das über isolierte Rohrleitungen zu den Gebäuden transportiert wird. Durch die Verwendung erwärmt sich das Wasser, welches erneut in der Anlage Spittelau gekühlt wird.

Georg Baresch, Wien Energie GmbH: "Alle wissen: Wasser beginnt bei 100 Grad Celsius zu verdampfen, bei normalen Druck. Wenn wir den Druck aber reduzieren, sehr niedrigen Druck verwenden, nur fünf bis sechs Millibar, verdampft das Wasser bei einem Grad Celsius. Dieser Prozess ist aber nicht stabil, er würde zusammenbrechen - wir brauchen dafür Energie. Diese Energie steckt im heißen Wasser der Müllverbrennung, das hat bis zu 150 Grad. Wir benötigen auch ein bisschen Chemie, das ist nicht viel, es ist Lithiumbromid. Lithiumbromid ist ein Salz, das mit Wasser reagiert. Es entstehen zwei weitere Kreisläufe, die uns den dritten Kreislauf stabilisieren, und wir können immer wieder kaltes Wasser produzieren."

Ein geschlossener Kreislauf, der keine schädlichen Kältemittel braucht. Auch um die Geräte vor Schmutz zu schützen, wird auf Chemie verzichtet.

Georg Baresch, Wien Energie GmbH: "Um dieses System sauber zu halten, bedienen wir uns einer ganz einfachen Methode. Wir blasen kleine, blaue Schaumstoffkügelchen ein und diese fahren entlang der Wärmetauscher und putzen den Schmutz ab. Das ist ein ganz einfaches und vor allem sehr kostengünstiges System, um diese komplizierten Apparaturen immer wieder sauber halten zu können."

Bei Engpässen wird eine Kompressionskältemaschine zugeschaltet. Diese läuft mit Strom, der ebenfalls aus der thermischen Abfallbehandlung stammt. Dadurch wird weniger Primärenergie verbraucht bei gleichbleibend "cooler" Lebensqualität.

Archiv-Video vom 20.08.2015:
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stadtUNbekannt - Fernkälte Wien

Die inwien.at-Serie "stadtUNbekannt" zu Gast in der Spittelau: Die bei der Müllverbrennung entstehende Wärme wird im Sommer in Fernkälte zur Kühlung von Gebäuden wie dem AKH umgewandelt.

Länge: 2 Min. 24 Sek.
Produktionsdatum: 2015
Erstausstrahlung: 21.08.2015
Copyright: Stadt Wien/Bohmann Verlag

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