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Mitschrift

Ein Treppenhaus mit Zwiebelturm, unregelmäßig verlegte Fliesen und viel Grün. Der Maler Friedensreich Hundertwasser setzte mit seinem Wohnbauprojekt von 1985 ein buntes Zeichen.

Andrea Fürst, Die Hundertwasser Gemeinnützige Privatstiftung: "Das Besondere an diesem Haus ist, dass Hundertwasser hier seine Anliegen im Bereich der Architektur verwirklichen konnte. Anliegen, die er schon in den frühen 70er-Jahren formuliert hat, und zwar das Fensterrecht und die Baumpflicht."

Das Fensterrecht sieht vor, dass der Mensch die Außenfläche rund ums Fenster, so weit sein Arm reicht, gestalten darf. Die Baumpflicht bezieht sich auf die Begrünung aller waagrechten Flächen. Das Ergebnis lässt Gärtnerherzen höherschlagen.

Johann Gangl, Leitender Gärtner: "Man glaubt, man ist im Wald. Also wenn man da über das Haus drüber schaut, sieht man überall Bäume, Grün. Aufgelockert von ein bisschen Architektur, aber hauptsächlich ist es grün und der Baum ist mehr oder weniger das Element, welches am meisten zum Tragen kommt."

Hauptsächlich wurden heimische Sorten gesetzt. Sie sind robuster und leichter zu pflegen. Trotzdem muss zum Schutz der Bewohner und des Gebäudes immer wieder Hand angelegt werden.  

Johann Gangl, Leitender Gärtner: "Das ist wesentlich schwieriger, weil die Bäume teilweise stark überhängen. Also man muss da wirklich mit Seilzug arbeiten oder sehr vorsichtig arbeiten, dass nichts hinunterfällt. Ist natürlich eine Herausforderung technischer Natur für den Gärtner."

Genau diese Einbeziehung der Natur in der Stadt sorgt laut Hundertwasser für menschenwürdiges Wohnen. Dabei wurde auch an die Kinder gedacht. Neben zwei Spielzimmern können sie sich auch in den Gängen gestalterisch austoben.   

Andrea Fürst, Die Hundertwasser Gemeinnützige Privatstiftung: "Jedes Mal, wenn ich in das Hundertwasser-Haus komme, sehe ich hier neue schöpferische Kreationen der Kinder im Haus. Das ist ein besonders schönes Merkmal im Hundertwasser-Haus."

Lebendig und organisch statt des gewohnten Rastersystems. Dass es sich dabei um einen Gemeindebau handelt, verwundert nur auf den ersten Blick.

Andrea Fürst, Die Hundertwasser Gemeinnützige Privatstiftung: "Zum einen hat Wien eine große Tradition des kommunalen Wohnbaus, in dieser Tradition steht auch der Hundertwasser-Bau. Zum anderen war es aber auch der Weitblick der Politik damals. Also es ist dem Weitblick des Bundeskanzlers Bruno Kreisky zu verdanken und des damaligen Bürgermeisters der Stadt Wien, Leopold Gratz."

Mithilfe der Architekten Krawina und Pelikan konnte Hundertwasser seine Idee des natur- und menschengerechten Hauses umsetzen. Und Wien wurde um eine weitere Attraktion reicher.

30 Jahre Hundertwasser-Haus

Ein Treppenhaus mit Zwiebelturm, unregelmäßig verlegte Fliesen und viel Grün. Der Maler Friedensreich Hundertwasser setzte mit seinem Wohnbauprojekt von 1985 ein buntes Zeichen. Wir haben uns den Wohnbau genauer angesehen.

Länge: 2 Min. 40 Sek.
Produktionsdatum: 2015
Erstausstrahlung: 23.06.2015
Copyright: Stadt Wien/Bohmann

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Länge: 2 Min. 03 Sek. | © Stadt Wien/W24

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