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Mitschrift

Klimaschutz ist heute das Thema bei den Wiener Vorlesungen. Die traditionelle Vortragsreihe im Wiener Rathaus beschäftigt sich mit drängenden Fragen der Gegenwart. Im Rahmen der Wiener Initiative "Klimaschutz und Bildung" hat Universitätsprofessor Hubert Christian Ehalt in den Wappensaal geladen. Denn: Wer mehr weiß, kann auch entsprechend handeln.

Hubert Christian Ehalt, Referent der Stadt Wien für Wissenschaft und Forschung: "Einerseits soll man die Welt kritisch sehen, andererseits soll man auch wissen, was kann man persönlich tun. Bildung soll nicht etwas Abgehobenes sein, vor allem Theoretisches, sondern praktisch, was die Menschen tun. Eine Handlungsanleitung."

Eines der zentralen Forschungsgebiete von Universitätsprofessorin Helga Weisz ist der Klimawandel. In ihrem Vortrag geht es auch um die Frage, wie die rasant wachsenden Städte das Klima beeinflussen.

Helga Weisz, Professorin für Industrielle Ökologie und Klimawandel: "Es gibt bestimmte Elemente und Aspekte des jetzigen Urbanisierungsprozesses, der wird den Klimawandel verstärken, der wird Nachhaltigkeitsprobleme vergrößern. Es gibt aber auch Prozesse, dazu gehören technologische Entwicklungen, dazu gehören aber auch politische Entwicklungen, die darauf hinweisen, dass dieser Urbanisierungsprozess auch anders gestaltet werden könnte."

Durch Bohrungen in der Antarktis ist es möglich viele tausend Jahre in die Vergangenheit zu reisen. Die verschiedenen Eisschichten in der Tiefe geben Auskunft über die damalige CO2-Konzentration und die Temperaturverhältnisse. Im Vergleich sind diese Kenngrößen heutzutage um ein Vielfaches angestiegen.

Helga Weisz, Professorin für Industrielle Ökologie und Klimawandel: "Das heißt, wir sind außerhalb der Variationsbreite der Erde der letzten 400.000 Jahre."

Apelle von internationalen Klimakonferenzen kommen oft nicht über das Papier hinaus. Mit einer Initiative des New Yorker Politikwissenschaftlers Benjamin Barber kommt nun frischer Wind in Sachen Klimaschutz auf. Das erste internationale Treffen dafür findet im Oktober in England statt.

Helga Weisz, Professorin für Industrielle Ökologie und Klimawandel: "Dort wollen sie erreichen, dass wirklich so etwas wie ein globales Bürgermeister-Parlament institutionalisiert wird und dass sich dort die Bürgermeister verpflichten, in ihren Städten sehr dramatische und radikale Treibhausgas-Reduktionen durchzusetzen. Übrigens, der Wiener Bürgermeister Dr. Michael Häupl ist auch Teil dieses 'Global Parliament of Mayors'."

Für Wien spricht da zum Beispiel ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz. Was sind eigentlich die wichtigsten Ansätze für mehr Nachhaltigkeit?

Helga Weisz, Professorin für Industrielle Ökologie und Klimawandel: "Weg von Benzinautos und Individualverkehr. Und Gebäudeisolierung wäre auch, zum Beispiel, das Zweite ganz wichtige."

Und auch Professor Ehalt hat seine eigenen Klimaschutzmethoden.

Hubert Christian Ehalt, Referent der Stadt Wien für Wissenschaft und Forschung: "Ich vergnüge mich mit energiesparenden Dingen wie Radfahren, Bücher lesen, mit Freunden zusammensitzen. Das kostet nicht viel Energie und ist sehr glücksbringend."

Wiener Vorlesungen: Urbanisierung und Nachhaltigkeit

Im Rahmen der Wiener Vorlesungen gab es einen Abend zum Thema "Urbanisierung und Nachhaltigkeit". Die Wiener Vorlesung war Teil der Kampagne "Klimaschutz & Bildung" der Klimaschutzkoordination Wien.

Länge: 3 Min. 13 Sek.
Produktionsdatum: 2015
Erstausstrahlung: 08.05.2015
Copyright: Stadt Wien

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Länge: 2 Min. 03 Sek. | © Stadt Wien/W24

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