Ihre aktuelle Position:
  1. wien.at
  2. Video

Mitschrift

390 Millionen Liter Wasser braucht Wien - pro Tag. Der sorgsame Umgang mit der Ressource soll den Fluss des Wiener Wassers garantieren - für die weiter wachsende Metropole.

 

Die Wasserspender Wiens stehen in den niederösterreich-steirischen Kalkalpen, Rax, Schneeberg, Hochschwab, vom Berg bis in die Leitung wird das Wasser nicht aus den Augen gelassen.

 

Ing. Christoph Rigler,

"Das beginnt von der Messung des Wassers, des Auftreffens an der Oberfläche, dem Austreten bei der Quelle, und dann die sichere, hygienisch einwandfreie Ableitung des Wassers bis nach Wien." 

 

Um Verunreinigungen zu vermeiden sind Schutzhütten mit Minikläranlagen ausgestattet. Besonders aufwendig wird der Quellschutzwald gepflegt, auf das richtige Verhältnis der heimischen Hölzer wie Tannen, Fichten und Buchen geachtet.

 

Ing.Gerda Frank

"Es ist deswegen so wichtig, weil die unterschiedlichen Baumarten, die verschiedensten Wurzelausbildungen haben und unterschiedliche Horizonte im Boden erschließen und der Boden das Wasser dadurch das Wasser besser filtert, saugt und a wieder speichert in den Poren, und es werden auch schon Schwebstoffe aus dem Wasser herausgefiltert,

 

Im natürlichen Gefälle, ohne zu pumpen, fließt das Wasser zwischen 150 km von der 1. und 180 Kilometer von der 2. Hochquellleitung in die Stadt -

 

Konrad Prochaska

"In Wien , die gravitative Versorgung ist ungefährt 97 Prozent und die gravitative Versorgung ist ganz wichtig, weil wir dann umweltschonend unterwegs sind."  

 

3 Prozent des Wiener Wassers ist Grundwasser, es fließt entlang der Donau, in den Brunnen wird es aus der Tiefe gefördert. Über die 29 Behälter in unterschiedlichen Höhenlagen Wiens wird das Wasser an die Haushalte verteilt.

 

In die Jahre gekommene Behälter wie jener am Wienerberg sind bereits erneuert worden. Am Kahlenberg oben versorgt der neue Behälter Dreimarkstein 500 Haushalte.

 

Ing. Marcella Fenz: "Der heutige Stand der Technik ist es eben, einen Wasserbehälter mit 2 Kammern zu bauen, um im Reinigungs- und Kontrollfall und natürlich auch im Gebrechensfall eine Kammer ausser Betrieb nehmen zu können, um diese zu inspizieren, während die 2. Kammer noch immer in Betrieb ist und die Versorgung sicher stellen kann."

 

 

130 Liter Wasser verbraucht jede Wienerin und jeder Wiener durchschnittlich pro Tag, weniger als noch vor Jahren, bedingt auch durch wassersparende Sanitäranlagen und Haushaltsgeräte.

 

Um Verluste im Rohrnetzt möglichst gering zu halten, werden Logger im Rohrnetz angesetzt, diese Art Wanzen hören wenn durch kleine Löcher Wasser ins Erdreich dringt, die Daten werden elektronisch übermittelt:

 

Dipl.-Ing. Anita Peintner: "Also, sobald wir wissen, da ist wirklich eine Leckage an unserem Rohrnetz, dann reparieren wir das innerhalb ein paar Tagen."

 

Vom Frühjahr bis zum Herbst sind Bautrupps in der Stadt unterwegs um Wasserrohre zu erneuern. Wann welche Leitung an der Reihe ist, hängt von Alter, Material, Vorschäden und Belastung durch den Schwerverkehr ab.   

  
Dipl.-Ing. Doris März: "Das Rohrnetz umfasst 3032 Kilomter, man kann schon allein an der Länge erkennen, dass unser PRozess immer wieder von vorne beginnt.".

 

Das Vergnügen im Wiener Wasser hat auch eine Kehrseite, Abwasser. Das Kanalnetz unter der Stadt ist 2400 Kilometer lang und so manches landet dort, was nicht hineingehört. Katzenstreu kann hart wie Beton werden und ist nur mühsam zu entfernen, Brat oder Fritieröl kann Rohre verstopfen. Zur richtigen Entsorgung der Fette bietet die Stadt den Wiener Öli an, gratis abzuholen und abzugeben bei jedem Wiener Mistplatz.

 

In der Hauptkläranlage Simmering wird das Abwasser gereinigt. 20 Stunden dauert der Prozess, führt über mehrere Stufen und Becken. Mehrmals kontrolliert gelangt das gereinigte Wasser in den Donaukanal und damit in die Donau. Ein Teil des Donau-Wassers wird verdunsten und tropft vielleicht wieder herab auf die Kalkalpen, damit schließt sich der Kreislauf des Wiener Wassers.  

Wiener Wasser kurz

Länge: 5 Min. 10 Sek.
Produktionsdatum: 2014
Copyright: ORF

Aktuelle Videos

Wien ist Weltmeister bei der Daseinsvorsorge

Wien ist Weltmeister bei der Daseinsvorsorge

Im Bereich der Wasserversorgung, Abwasser- und Müllentsorgung, der Gesundheits- und soziale Dienstleistungen und des öffentlichen Personen-Nahverkehrs, kurzum der Daseinsvorsorge, ist Wien ein internationaler Vorreiter. Das zeigt eine neue, am Donnerstag, dem 25. April 2019 präsentierten Studie "Rekommunalisierung in Europa – Fakten, Motive, Beispiele", die das Büro für Daseinsvorsorge und Kommunalwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung (ÖGPP) erstellte.
Länge: 2 Min. 03 Sek. | © Stadt Wien/W24

wien.at TV Kanäle