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Mitschrift

Der Verein „Rettet das Kind“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebenssituation ausgegrenzter Jugendlicher nachhaltig zu verbessern. Offene Jugendarbeit und Streetwork zählen zu den Kernaufgaben. Vertrauensbildung ist ein zentraler Bestandteil der Sozialarbeit.

Mitzi Stumpf, Leiterin Streetwork Meidling: „Wir sind hier in einem beliebten Park im 12. Bezirk. Hier halten sich sehr viele Jugendliche auf. Es sind verschiedene Altersgruppen vertreten. Die Jugendlichen, die wir kennen, begrüßen uns meistens schon aus der Ferne, winken uns oder nicken uns irgendwie zu. Und dann gehen wir halt auf sie zu und begrüßen sie und fangen dann mit ihnen an zu reden, was auch immer grad das Thema ist.“

Derzeit betreibt der Verein im Auftrag des Landes Wien fünf Streetwork-Projekte. Die Sozialarbeiter sind ganzjährig unterwegs und helfen Jugendlichen bei Alltagsproblemen und in Krisensituationen.

Martin Hirczi, Sozialarbeiter Streetwork Meidling: „Wenn wir auf Jugendliche treffen in den Parks, dann können das unterschiedlichste Anliegen sein, die sie an uns stellen. Das können sein: Probleme in der Schule, in der Arbeit, mit dem Gericht, also generell rechtliche Themen, finanzielle Themen. Das können auch Themen sein, die mit der Familie zu tun haben, innerhalb der Gruppe selbst.“

In der Wiener Zentrale von „Rettet das Kind“ werden alle Vereinsaktivitäten koordiniert. Dazu gehören Jugendtreffs, Anti-Gewalt-Training und spezielle Freizeitangebote.

Andreas Bayr, Geschäftsführer Verein „Rettet das Kind“: „Streetwork ist sowohl Projektname als auch Methode und bezeichnet einfach nur die Methode des Kennenlernens der Jugendlichen. Das ist noch kein Zweck an sich. Es dient nur als Vorstufe für die soziale Arbeit, die man dann mit ihnen leisten kann, oder die freizeitpädagogischen Angebote. Aber zuerst ist es einfach, dass die Kollegen hinaus gehen auf die Straße und dort in – sagen wir – sozialen Brennpunkten oder Orten, an denen sich Jugendliche treffen, Jugendgruppen ansprechen.“

Für die Streetworker gelten klar definierte Arbeitsmethoden. Hilfsangebote werden den Jugendlichen nicht aufgedrängt und sind an keine Bedingungen geknüpft.

Martin Hirczi, Sozialarbeiter Streetwork Meidling: „Wenn wir auf Streetwork unterwegs sind, dann ist es bei uns ganz wichtig, dass wir in ziviler Kleidung auftreten. Also wir haben keine Uniformen. Einfach aus dem Grund, weil das eine stigmatisierende Wirkung haben kann.“

Mitzi Stumpf, Leiterin Streetwork Meidling: „Die Arbeit, die wir Streetworker leisten, ist deshalb so wichtig, weil aus meiner Sicht Jugendliche erwachsene Bezugspersonen brauchen, die für sie einstehen, die sie nicht verurteilen und die sie in ihren Lebenslagen unterstützen und für sie da sind und sich für sie interessieren.“

Mit Streetworkern durch die Nacht

Stress in der Arbeit oder Probleme mit den Eltern? Streetworker helfen Jugendlichen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Vertrauen und Verständnis spielen da natürlich eine ganz wichtige Rolle.

Länge: 3 Min. 05 Sek.
Produktionsdatum: 2015
Copyright: Stadt Wien/Bohmann Verlag

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