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Mitschrift

Ludwig Michael, Bürgermeister: „Wir durchleben derzeit eine schwierige und herausfordernde Zeit. Der Virus COVID-19 fordert uns ganz massiv. Es gibt massive Einschränkungen in unserem Leben. Viele in Wien spüren das auch. Am Arbeitsplatz und in der Wirtschaft. Viele haben ihren Job verloren oder ringen um ihre wirtschaftliche Position. Ich kann versprechen, dass wir alles mögliche tun werden, um die wirtschaftlichen Auswirkungen zumindest abzufedern. Dennoch möchte ich Sie ersuchen, alle gesetzten Maßnahmen einzuhalten. Es ist wichtig, dass wir gerade jetzt, in dieser Frühphase, genauer gesagt in der Vorphase, in der sich eine Epidemie entwickelt, konsequent sind. Das wird in der Wiener Bevölkerung auch mit Nachdruck umgesetzt. Ich schau auf die Straßen und sehe, dass viele von Ihnen zu Hause geblieben sind. Das ist auch richtig so und ich möchte Sie dazu auffordern, das auch weiterhin beizubehalten. Gerade jetzt ist aber auch Solidarität gefragt. Wir sollten auch zusammenrücken. Nicht räumlich, denn es ist Distanz angesagt, sondern menschlich. Wir sollten aufeinander achten. Vielleicht stärker den Telefonkontakt nutzen, auch elektronisch verkehren und vielleicht den einen oder anderen Brief schreiben und uns um andere Menschen kümmern – die Distanz einhalten, aber trotzdem in Kontakt bleiben. Wir WienerInnen sind dafür bekannt, dass wir aufeinander schauen und wir werden auch diese schwierige Situation gemeinsam meistern. Ich danke daher auch allen, die dazu beitragen, dass die Stadt weiter funktioniert. Viele Beschäftigte in der Stadt Wien arbeiten rund um die Uhr dafür, dass die Wiener Bevölkerung versorgt wird. Mit dem berühmten sauberen Wiener Wasser, dass die öffentlichen Verkehrsmittel fahren. Mit eingeschränktem Fahrplan, aber trotzdem regelmäßig. Dass wir in allen Bereichen – von der Müllabfuhr bis zur Straßenreinigung – die vielen wichtigen Positionen der Stadt erfüllen. Dass Sie sich sicher sein können, dass die Energieversorgung funktioniert. Und ich danke allen, die im pädagogischen Bereich tätig sind. Den KindergärtnerInnen, all jenen, die im Schulbetrieb als Vortragende, Lehrende oder in der Verwaltung tätig sind und darauf achten, dass jene Kinder, die nicht zu Hause bleiben können, auch dementsprechend betreut werden können. Ganz besonderer Dank gilt natürlich all jenen, die in den Wiener Spitälern und in den Krankenhäusern tätig sind. Als ÄrztInnen, als PflegerInnen und als jene, die viele wichtige Aufgaben übernommen haben, die notwendig sind, um einen so wichtigen Betrieb aufrechtzuerhalten. Im Reinigungsdienst, aber auch im Bereich Sicherheit. Vieles ist jetzt angespannt. Gerade auch der technische Bereich. Wir achten sehr darauf, dass alle Internetverbindungen funktionieren, mit den Kommunikationsanbietern und den vielen SpezialistInnen im EDV-Bereich. Und Sie können sicher sein, dass auch die Versorgung gewährleistet ist. Sie brauchen keine Regale leerkaufen. Es ist sichergestellt, auch mit der Wiener Landwirtschaft, mit vielen Bäckern, Fleischern, dass Sie auch in den nächsten Tagen, Wochen ausreichend versorgt werden. Da danke ich all jenen, die in diesen Bereichen tätig sind und dafür sorgen, dass es Brot, Obst und Gemüse, Fleisch und Eier in unserer Stadt gibt, reichhaltig, wie wir das gewohnt sind. Und dass es auch mit entsprechender Logistik an die Menschen herangebracht wird. Deshalb danke ich jenen, die an der Supermarktkassa sitzen, die RegalschlichterInnen sind, aber auch den GreißlerInnen, die alle dafür sorgen, dass in allen Teilen der Stadt die Versorgung aufrechterhalten bleibt. Wenn Sie trotz all der Solidarität, die es in der Bevölkerung gibt, wo sich viele, auch junge Menschen, bereit erklärt haben, auch ehrenamtlich sich um die Nachbarschaft zu kümmern, anzuklopfen und ohne körperlichen Kontakt, ältere Menschen zu versorgen, wenn es trotzdem notwendig ist, dass Sie Hilfe benötigen, biete ich Ihnen an, die Telefonnummer 4000-4001. Wir wollen sicherstellen, dass niemand in dieser schwierigen Situation alleine bleiben muss, und wir kümmern uns darum, dass Sie mit dem Notwendigsten versorgt werden. Ich habe auch angeboten, dass wir vor allem der älteren Generation über 65 einen Taxi-Gutschein anbieten. Wenn sie Besorgungen machen oder etwas verschicken müssen, nicht öffentliche Verkehrsmittel benützen, sondern die Möglichkeit haben, mit einem Gutschein ihre Fahrten zu erledigen. Besonderes Augenmerk ist auf die ältere Generation gerichtet, die mir als Wiener Bürgermeister ganz besonders wichtig ist. Dennoch möchte ich darauf verweisen, dass sich auch Jüngere mit diesem Virus anstecken können. Es selbst vielleicht gar nicht bemerken, diesen Virus aber weitergeben. Von daher, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe WienerInnen, ersuche ich Sie darum, alle vorgeschlagenen Maßnahmen auch strikt einzuhalten. Ich bin überzeugt, dass es uns dann gemeinsam gelingen wird, dass wir diese schwierige Situation gut überstehen. Und verlieren Sie nicht Ihren Optimismus, verlieren Sie nicht Ihren Humor, für den Wien ja auch so bekannt ist. Dann, bin ich sicher, werden wir sehr bald wieder unser geregeltes und geschätztes Alltagsleben weiterführen können. In diesem Sinne: Alles Gute, bleiben Sie gesund! Glück auf!“

Bürgermeister Ludwig zur aktuellen Lage in Wien

Bürgermeister Michael Ludwig wendet sich an alle Wienerinnen und Wiener und bedankt sich für Ihren unermüdlichen Einsatz, die Ausbreitung des Coronavirus in Österreich einzudämmen.

Länge: 5 Min. 56 Sek.
Produktionsdatum: 2020
Copyright: Stadt Wien/Bohmann

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