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In Simmering laufen derzeit die Arbeiten am größten Kanalbauprojekt Europas. Hier auf einem ehemaligen Fußballplatz in der Haidestraße entsteht einer von zwei leistungsfähigen Transportkanälen im Verbund mit einem riesigen neuen Speicherbecken. Die Lage hier ist perfekt, denn der elfte ist einer der Bezirke, die bei Hochwasser am stärksten betroffen sind.

Andreas Ilmer, Wien Kanal Chef: "Jetzt muss man sich vorstellen, wenn da die Wässer vom 23. Bezirk kommen, vom 10. Bezirk, die quer durch Simmering fließen und es kommt ein starkes Regenereignis dazu. Das heißt, es kommen die Wässer mit einem starken Regen schon in den Kanälen nach Simmering. Und das ist irgendwann einmal für die Kanäle in Simmering zu viel. Und wenn es ganz extrem regnet passiert so ein Kollaps, sprich die Kanäle gehen über. Und in weiterer Folge rinnen die Wässer natürlich überall unkontrolliert in Keller, überfluten Straßen, Tiefgaragen und so weiter."

30 Millionen Euro kostet die Errichtung dieser unterirdischen Bauwerke mit einem Fassungsvermögen von 34 Millionen Liter Regenwasser. Es sind die letzten Bausteine einer von Wien Kanal geplanten Speicherkette, die schließlich insgesamt 86 Millionen Liter Regenwasser fassen kann.

Andreas Ilmer, Wien Kanal Chef: "Auf meiner Rückseite kann man vielleicht erkennen, wo das Becken geflutet werden wird. Das ist eine Öffnung, die jetzt vielleicht ein bisschen klein ausschaut. Es ist aber immerhin eine Röhre mit einem Durchmesser von zwei Metern. Und bei extremen Regenereignissen werden hier bis zu 15.000 Liter pro Sekunde durchfließen. Diese 15.000 Liter pro Sekunde, das entspricht in etwa 80 Badewannen-Inhalten in der Sekunde. Also ein enormer Wert mit dem dieses Becken hier geflutet wird."

Die Kanäle, durch die einmal soviel Wasser fließen soll, werden unterirdisch mit einer riesigen Bohrmaschine gebohrt. Der Vorteil dieser Methode: Die Arbeiten geschehen im Verborgenen unter der Erde.

Andreas Ilmer, Wien Kanal Chef: "Das heißt, man sieht an der Oberfläche relativ wenig. Es gibt ein paar einzelne Schächte, aber sonst schon nichts. Wir sehen im Hintergrund einen Teil der Bohrmaschine. Das heißt, das sogenannte Schneidrad. Auf diesem Schneidrad befinden sich verschiedene Werkzeuge. Und das ist so quasi die Spitze der Bohrmaschine."

Im Schnitt können 20 Meter pro Tag gebohrt werden. Insgesamt werden für diesen Kanal 840 Meter zurückgelegt.

Wenn alles fertig gebaut ist, wird sichergestellt sein, dass der Wasserzulauf aus den umliegenden Gebieten nach Simmering für circa zwei Stunden zurückgehalten werden kann. Dieses Speicherbecken ist nur eine von vielen Maßnahmen, die Wien Kanal setzt, um die Wienerinnen und Wiener vor künftigen Starkregenereignissen zu schützen.

Archiv-Video vom 07.01.2015:
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stadtUNbekannt - Speicherbecken Simmering

Seit September 2013 laufen die Bauarbeiten am derzeit größten Kanalbauprojekt Europas, dem Speicherbecken in Simmering, auf Hochtouren. Mit dem Projekt am Sportplatz in der Haidestraße 10 werden die Voraussetzungen geschaffen, bei Starkregenereignissen die enormen Wassermengen kontrolliert abzuleiten.

Länge: 2 Min. 39 Sek.
Produktionsdatum: 2015
Erstausstrahlung: 07.01.2015
Copyright: Stadt Wien

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