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Mitschrift

Sie ist der höchster Berg der Leopoldau, ein Refugium für seltene Pflanzen und Tiere und ein Energielieferant: Die Mülldeponie am Rautenweg im 22. Bezirk.

Nicole Puzsar, Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark: "Es wird hier nur mehr Asche und Schlacke abgelagert, das heißt die Verbrennungsrückstände aus den Müllverbrennungsanlagen. Also wir haben hier ein sogenanntes Reinheitsgebot: Asche, Schlacke und sonst nix. Und mit dieser Schlacke wird dieser Berg gebaut."

Die Mülldeponie am Rautenweg ist seit über 20 Jahren die Heimat für 36 Pinzgauer Ziegen. Die seltenen Tiere leben eigentlich im Hochgebirge. Anfang der 1990er-Jahre knapp vor dem Aussterben, sind sie mittlerweile die Stars am 45 Meter hohen Müllberg, und über 100 Nachkommen sind im Laufe der vergangenen Jahre nach ihrer Kindheit in Wien wieder im wirklichen Hochgebirge in Salzburg angesiedelt worden.

Nicole Puzsar, MA 48 - Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark: "In unregelmäßigen Abständen kommt ein externer Bock zu unseren Damen, bleibt hier ein paar Monate, und dann kommt ab und zu Nachwuchs. Das ist dann natürlich auch etwas ganz Besonderes für die Kinder, wenn dann die kleinen Ziegen herumspringen."

Eine wichtige Aufgabe - abgesehen vom Rasenmähen - haben die Tiere aber doch auch.

Nicole Puzsar, MA 48 - Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark: "Die Ziegen zeigen sozusagen auf eine charmante Art und Weise, dass hier auf der Deponie nichts Gefährliches passiert. Alles, was hier ist, ist ungefährlich. Die Ziegen fühlen sich hier wohl."

Bei den regelmäßigen tierärztlichen Blutuntersuchungen der Ziegen sind bisher niemals verdächtige Werte festgestellt worden. Die Deponie ist also dicht - bis auf die 160 Gasbrunnen, aus denen die Gärgase des Abfalls aufgefangen und in elektrische Energie umgewandelt werden. Über 2.000 Haushalte können hier bis auf Weiteres noch mit Strom versorgt werden.

Den Ziegen ist das egal. Trotzdem genießen sie das Leben am Müllberg. Die Stars sind sie allemal hier oben.

Nicole Puzsar, MA 48 - Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark: "Manche Tiere haben Namen, die Namen ergeben sich meistens aus dem Charakter oder aus dem Aussehen der Tiere. So zum Beispiel 'dicke Dudel' - das ist natürlich ein bisschen ein stärkeres Tier. Dann gibt's noch 'Blindserl' - die sieht auf einem Auge schlecht."

Und hier haben wir "Hell-Boy".

Die Frage, wie Milch und Käse der Pinzgauer Ziegen am Gebirge der Leopoldau schmecken, bleibt unbeantwortet. Es gibt noch niemanden, der die Ziegen melkt.

Archiv-Video vom 08.10.2014:
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stadtUNgezähmt - Ziegen am "Beag aus Mist"

Einst vom Aussterben bedroht, grasen Pinzgauer Ziegen heute auf der 48er-Deponie am Rautenweg. Auf den Hängen zwischen Distel und Klee sind sie Rasenmäher und Wiens gehörnte Botschafter für umweltbewusste Abfallwirtschaft.

Länge: 3 Min. 05 Sek.
Produktionsdatum: 2014
Erstausstrahlung: 08.10.2014
Copyright: Stadt Wien

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