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Mitschrift

Rebin Showkat, wien.at-Wienbibliothek - nutzt die Räumlichkeiten, um einen Teil der umfassenden Sammlungen von Druckschriften, Nachlässen und Dokumentationen zu lagern.

Die Stahl- und Holzkonstruktionen sind im Original erhalten. 130 Jahre sieht man ihnen nicht an. Wir befinden uns gerade im rechten Eckturm - so sieht er vom Rathausplatz aus. Hier wurden früher nicht nur die Fahne, sondern der ganze Fahnenmasten eingezogen, um die Fahne zu wechseln.

Für die schwindelfreie Besucherin und den schwindelfreien Besucher bietet sich auf der Galerie ein überwältigender Blick über den 1. Bezirk - wenn das Wetter passt.

Das Dach über dem Festsaal - rund 80 Meter lang und 20 Meter breit - erinnert ein wenig an ein Wikingerschiff - wenn es auf dem Kopf steht. Dieser Eindruck ist auch nicht so falsch, wie man glauben möchte, ist doch die Konstruktion tatsächlich einem Schiffsbug nachempfunden.

Endlos scheinende Gänge, eiserne Treppen, hölzerne Dachrinnen - die Zeitreise ins 19. Jahrhundert wird nur durch mächtige Lüftungsanlagen unterbrochen.

Eine spannende Rundreise direkt unter dem Dach des Wiener Rathauses geht zu Ende. Zwei Stockwerke darunter befinden sich der Festsaal und die Prunkräume, die Sie im Rahmen einer kostenlosen Führung ohne Voranmeldung von Montag bis Freitag jeweils um 13 Uhr besuchen können.

 

Wissensaustausch unter Ärztinnen

 

Rebin Showkat, wien.at-vierten medizinischen Abteilung mit Infektions- und Tropenmedizin des Kaiser-Franz-Josef-Spitals laden einmal im Jahr zu einem "Infektiologie Update" ein. Viele Gründe sprechen für diesen Erfahrungsaustausch.

Christoph Wenisch, Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin Kaiser-Franz-Josef Spital: "Wir sehen Patienten im Krankenhaus in einer Lebenssituation, wo sie halt ein Krankenhaus brauchen, eine Pflege brauchen und die werden dann vorbetreut oder auch nachbetreut von niedergelassenen Kollegen. Insofern ist es wirklich sinnvoll, notwendig und quasi völlig logisch, dass man sich hier austauscht und auch persönliche Kontakte in einer angenehmen Art und Weise pflegt. Weil man eben das gemeinsame Interesse hat, dass es dem Patienten gut geht, das haben wir halt. Und wir sehen es aber aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Insofern ist da ein Austausch notwendig."

Speziell Infektionskrankheiten können plötzlich und unerwartet auftreten. Hier ist die Verabreichung von Medikamenten komplizierter. Auch das ist ein Grund, den Austausch zwischen niedergelassene ÄrztInnen und SpitalsärztInnen zu forcieren.

Christoph Wenisch, Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin Kaiser-Franz-Josef Spital: "Wir haben da eine Ambulanz. Das sind vier Ambulanzzimmer. Das ist derzeit die Einstellung, die sie sehen, wie es bei uns in der Isolierambulanz aussieht. Was ist ein Motiv, warum ist das überhaupt gemacht worden? 2009 war ja die Schweinegrippe und da haben wir viele Patienten blitzartig bekommen, die einen Verdacht darauf gehabt haben mit dem unklaren Virus - zu dem Zeitpunkt - ob sie da infiziert sind oder nicht. Wir sind ganz schön ins Strudeln gekommen. Und jetzt haben wir aus diesen Erfahrungen gelernt. Und hier eben einen kleinen Isolierwarteraum und eine Isolierambulanz - das hat eine Extra-Lüftung und ein Schleusensystem ein bisschen - wo man eben ambulante Patienten eben versorgen kann, ohne, dass man andere Menschen, sei es jetzt eine Mitarbeiterin im Krankenhaus oder andere Patienten, die im Wartezimmer draußen warten, gefährdet. Und das, was wir auch haben, ist eben eine Intensivbehandlungseinheit, wo auf der einen Seite schwerstkranke Patienten behandelt werden mit unterschiedlichen Organversagen. Sei es das Gehirn versagt, die Lunge versagt, die Leber versagt oder die Niere versagt. Und eben mit der Besonderheit, dass diese Patienten auch infektiös sein können. Das heißt, sie können das Potential haben, andere Menschen anzustecken. Aber auch hier braucht man bestimmte Vorkehrungen, dass das Personal geschützt wird und das wir mit diesen Patienten umgehen können. Das geht halt um den richtigen Gebrauch der Maske, wie zieht man die Handschuhe an, wann kommt die Schürze, et cetera. Es sind viele kleine Details, wo wir das mit unserer Krankenhaushygiene über Jahrzehnte ausgearbeitet haben, wie man umgeht mit so höher infektiösen Patienten. Und das können wir auch recht gut, vor allem in dem diesem neuen Gebäude machen."

Für Professor Wenisch ist auch die Wirkung nach außen von Bedeutung, weil bei Infektionskrankheiten immer auch die Umgebung betroffen ist.

Christoph Wenisch, Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin Kaiser-Franz-Josef Spital: "Das sieht man bei der Grippe. Da ist es ganz klar. Da haben wir riesige Krankenstände. Wer kümmert sich dann um die Kinder? Was auch immer, das sind viele soziale Fragen dann dazu. Insofern ist auch diese Offenheit im Umgang für mich wesentlich, weil man das nicht irgendwie verstecken oder wegtun kann, sondern dem muss man sich offen zuwenden und schauen, dass man eben die Risiken der Infektionskrankheit optimal minimiert."

Nicht nur im Kaiser-Franz-Josef-Spital wird der fachliche Austausch gepflegt. Im Wilhelminenspital wurde gemeinsam mit der Bezirksvorstehung eine medizinische Plattform "Ottakring" etabliert. Die Rudolfstiftung lädt zweimal jährlich zum sogenannten "Klinischen Samstag" ein. Enger Kontakt mit den niedergelassenen KollegInnen besteht auch im Otto-Wagner-Spital.

Ein intensiver Wissen- und Informationsaustausch also zur ständigen Verbesserung der Qualität der Gesundheitsversorgung für alle Wienerinnen und Wiener.

 

"Das Wunder des Lebens" in der Kunsthalle Wien

 

Rebin Showkat, wien.at-Kunsthalle Wien macht zur Zeit eine Ausstellung, die sich 'Das Wunder des Lebens' nennt. Die beiden belgischen Künstler Jos de Gruyter und Harald Thys haben eine Reihe von Bildern geschaffen, die viel Raum für unsere Gedanken und unsere Fantasien lassen."

Jos de Gruyter und Harald Thys sind zwei belgische Künstler, die sich in ihren Arbeiten der Absurdität des Alltäglichen widmen. In ihrer in Österreich ersten Einzelausstellung "Das Wunder des Lebens" präsentiert die Kunsthalle Wien etwa 400 Zeichnungen, die in ihrer lockeren, fast schon dilettantischen Art, Raum für den Bezug aufs eigene Ich lassen. Der Name der Ausstellung ist bewusst gewählt, denn auch die Nationalsozialisten nannten eine ihrer Ausstellungen "Das Wunder des Lebens".

Nicolaus Schafhausen, Direktor Kunsthalle Wien: "Die Künstler sind in dem Fall nicht didaktisch. Sie wollen hier nicht aufklären, aber sie weisen schon - und das sieht man auch, das wäre mit Sicherheit, was wir hier sehen jetzt, das wäre mit Sicherheit in den 30er-Jahren niemals gezeigt worden. Es ist auch nicht so, dass sie sich darüber lustig machen, aber sie überführen quasi diesen eigentlich schönen Titel, der völlig instrumentalisiert worden ist, vom Nationalsozialismus in die Jetzt-Zeit, und ich finde das durchaus legitim. Aber sie verweisen natürlich auf diesen Umstand mit diesem Titel. Ja, das ist ein bisschen auch eine böse Form des schwarzen Humors."

Schwarzer Humor, kritische Reflexion und eine geradezu banal wirkende Machart - auf diese Art lenkt das multimediale Werk des belgischen Künstlerduos die Aufmerksamkeit immer auch auf das subversive Potenzial von Kunst. Die teilweise aus Magazinen abgepausten Zeichnungen sind stark beleuchtet, was für Ausstellungen eher ungewöhnlich ist. Das minimalistische Weiß der Zeichnungen und Wände wird durch die Helligkeit des Raumes und das gänzlich farblose Szenario nochmals potenziert.

Nicolaus Schafhausen, Direktor Kunsthalle Wien: "Man muss das hier als Gesamtinstallation sehen. Weiß oder das Licht gehört hier genauso wichtig wie die Zeichnung selbst. Wir sind in einem Environment, in einer einzigen Installation, wovon der Sound, den wir hören, von einem Brunnen, der hier in der Mitte des Raumes steht, Wasser plätschert herunter. Weiß sind die Stellwände, die normalerweise als Stellwände in Ausstellungen benutzt werden. In dem Fall gehören sie aber auch zur Installation, weißer als weiß geht es, glaube ich, nicht."

Die Kunsthalle bietet einen eigens von den Künstlern programmierten Audioguide an. So können die Werke mit allen Sinnen erfahren werden.

Nicolaus Schafhausen, Direktor Kunsthalle Wien: "Es ist für mich wirklich so ein Eskapismus, eine Flucht von der Realität in eine neue Realität. Und was die Künstler uns hier zeigen, ist tatsächlich: Sie führen uns auf uns selbst zurück, auf unsere eigenen Gedanken, auf unsere eigenen emotionalen Gefühlswelten."

Die Ausstellung läuft in der Kunsthalle Wien noch bis zum 4. Mai 2014.

Rebin Showkat, wien.at-TV: "Und nun sind wir am Ende der heutigen Sendung angelangt. Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen. Vielen Dank für das Dabeisein und einen wunderbaren Tag noch. Auf Wiederschauen."

wien.at-TV - Aktuelle Sendung vom 14. Februar 2014

Folgende Themen erwarten Sie in dieser Sendung: Die MA 29 kümmert sich in Wien um den Bau von Brücken, Stiegen und Stützmauern. wien.at-TV begibt sich auf Erkundungstour auf den Dachboden des Wiener Rathauses. Wissensaustausch unter niedergelassenen ÄrztInnen und Spitalsärztinnen. Und "Das Wunder des Lebens" heißt die neue Ausstellung in der Kunsthalle Wien.

Länge: 13 Min. 59 Sek.
Produktionsdatum: 2014
Erstausstrahlung: 14.02.2014
Copyright: Stadt Wien

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Länge: 2 Min. 03 Sek. | © Stadt Wien/W24

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