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Mitschrift

Mona Müller, wien.at-Römermuseum im 1. Bezirk. Wer einen Sinn für diese weit entfernte Vergangenheit hat, findet im Römermuseum viele Geschichten. Die neueste Ausstellung heißt Aufforderung zum Tischgespräch. Hier erzählt die Keramik der Römer aus dem Leben in der Vergangenheit."

Karin Fischer-Ausserer, Leiterin Stadtarchäologie: "Wir sind hier im Römermuseum, einer Außenstelle des Wien Museums."

Rund 25.000 Menschen besuchen jedes Jahr das Römermuseum am Hohen Markt, wo vor fast 2.000 Jahren Offiziershäuser des Lagers Vindobona gestanden sind. Heute zeigen Fundstücke aus dieser Zeit wie das Leben damals ausgehen haben könnte. So auch bei der Ausstellung "Aufforderung zum Tischgespräch".

Karin Fischer-Ausserer, Leiterin Stadtarchäologie: "Hier im Sonderausstellungsraum haben wir die Terra Sigillata zum Thema genommen, das Tafelgeschirr der alten Römer."

Und wir sind gleich in eine andere Zeit zurückversetzt.

Karin Fischer-Ausserer, Leiterin Stadtarchäologie: "Dieses Geschirr wurde zum Essen verwendet. Essen muss jeder, vor 2.000 Jahren genauso wie heute. Gegessen kann in der Familie, im kleinsten Rahmen, werden oder mit Freunden oder beim großen Gelage, wenn man irgendwo eingeladen ist. Und wenn ich dann eine Keramik habe und auf dieser Keramik habe ich figürliche Darstellungen und diese Darstellungen erzählen Geschichten, dann habe ich gleich ein gutes Tischgespräch. Zum Beispiel, was der Gott gerade treibt, was der Herkules für Taten vollbracht hat."

Jeden Tag schürfen die Stadtarchäologen unter der Erde und finden Zurückgelassenes von Menschen vor unserer Zeit, als 30.000 EinwohnerInnen in Vindobona gelebt haben und ein buntes Völkergemisch aus Einheimischen und ZuwanderInnen ergeben haben.

Karin Fischer-Ausserer, Leiterin Stadtarchäologie: "Die Ausgrabung ist die ursprünglichste Quellensuche. Der Boden öffnet sich, diese Funde treten zu Tage, wir sichern, dokumentieren, zeichnen, fotografieren diese Funde und diese Funde erzählen uns dann die Geschichte."

Da wird dann sogar 2.000 Jahre alter Müll interessant.

Karin Fischer-Ausserer, Leiterin Stadtarchäologie: "Diese Funde beschreiben Freude, beschreiben Bedürfnisse. Was wurde gegessen? Wie sind Häuser ausgestattet? Waren diese Menschen reich? Waren diese Menschen arm? Wie waren diese Menschen gekleidet? Wie haben sie ihre Gegenstände dekoriert? Also über Geschmack, über Gefühl von Schönheit. Diese Funde erzählen das, was den Menschen vor 2.000 Jahre ausgemacht hat."

Das Römermuseum ist - außer montags - von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Neue Ausstellung im Römermuseum

Im Römermuseum am Hohen Markt erzählen Keramikscherben Geschichten. Die aktuelle Ausstellung "Aufforderung zum Tischgespräch" lässt die Römerzeit vor 2.000 Jahren aufleben.

Länge: 2 Min. 41 Sek.
Produktionsdatum: 2013
Erstausstrahlung: 09.08.2013
Copyright: Stadt Wien

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