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Die Elementarpädagogik sorgt dafür, dass die Wiener Kindergärten die erste Bildungseinrichtung sind, die Kinder besuchen.
Warum werden Kindergärten als erste Bildungseinrichtung bezeichnet?

In den letzten Jahren gab es viele verschiedene Veränderungen im Bereich des Kindergartens. Vor allem seit es die Erkenntnisse gibt, dass eben Lernen nicht erst mit der Schule beginnt oder nach der Schule aus ist, sondern dass wir lebenslang lernen, ist auch diese Idee der Bildung in den Kindergärten in den Vordergrund getreten. Bildung ist in den Kinderrechten verankert und Bildung beginnt nicht erst mit den Schuleintritt, oder den ersten Schultag, sondern schon vorher, zuerst zuhause bei der Familie und dann im Kindergarten. Und ein weiterer wichtiger Schritt war sicher auch die Entwickelung der Bildungspläne, die hier auch den Fokus der Bildung in den Kindergärten in den Vordergrund gestellt haben.

Was versteht man darunter, wenn es heißt: Bildung findet im Kindergarten statt? (Bilder)

Wir im Kindergarten, im Bereich der Elementarpädagogik verstehen Kinder als die aktiven Konstrukteure ihrer eigenen Wirklichkeit, darunter verstehen wir, dass die Kinder sich durch eigenes handeln die Welt aneignen. Durch das Erkunden und Erleben ihrer Umwelt, die Welt kennenlernen, Kompetenzen erweitern und sich Wissen aneignen und dieser Lernraum für die Kinder ist eigentlich der Alltag der Kinder

In welcher Form findet Bildung im Kindergarten statt? (Bilder)

Kinder im Kindergarten lernen sehr gerne und kommen mit diesem Bedürfnis auf die Welt, Dinge zu entdecken und kennenzulernen. Kinder spielen, arbeiten, entdecken und forschen und durch diese verschiedenen Lernformen eigenen sie sich Kompetenzen an, erwerben Wissen. Wichtig ist, dass lernen im Kindergarten nicht nur kognitiv passiert, sondern Kinder lernen mit allen Sinnen und eben auch dieser Lernraum im Kindergarten ist der Alltag, das heißt Kinder lernen durch die alltäglichen Situationen dir vor Ort sind, eben miteinander mit den anderen und vor allem auch durch die Begleitung und Gestaltung der Pädagoginnen und Pädagogen.


Pädagoginnen und Pädagogen spielen eine ganz wesentliche Rolle für diesen Aspekt der Bildung im Kindergarten. Als Beispiel: man merkt das ein Kind plötzlich beginnt sehr gerne zu balancieren auf den verschiedenen Gerätschaften, dann ist meine Aufgabe als Pädagogin oder als Pädagoge, diese Interessen und Bedürfnisse der Kinder aufzunehmen und Bildung gemeinsam mit dem Kind zu gestalten und es zu begleiten.


Beobachtung ist die Grundlage für Bildungsarbeit im Kindergarten, das heißt wirklich zu entdecken, wo gibt es Entwicklungsaufgabe für das Kind, diese wahrzunehmen und dann die entsprechenden Prozesse auch zu injizieren.  

Der Unterschied zur Betreuung von Kindern zu Hause?

Die Pädagoginnen und Pädagogen denken einfach ganz viel darüber nach, wo können sie das Kind wie unterstützen. Die Kompetenzen erweitern und eben entsprechend ihrer Beobachtungen auch Impulse setzen und Maßnahmen setzen.

Die Kinder lernen natürlich in ihren Jahren im Kindergarten grundlegende Kompetenzen, die sie später brauchen. Und das wirklich spannende ist, dass durch diese spezielle Begleitung der Pädagoginnen und Pädagogen, den Kindern die Möglichkeit gegeben wird einmal auch wirklich lernen an sich kennenzulernen: Erfahrungen zu machen. Wie lerne ich etwas? Wie gehe ich damit um? Wie habe ich etwas gelernt? Und so diese Kompetenz dieses selbstbestimmten Wissenserwerbs mitzunehmen, die für alle weitere Bereiche im Leben wichtig sind und vielleicht hilfreicher sind als fertige Pakete, die man den Kindern anbietet. Und alle beteiligten lernen einfach voneinander, vor allem, wenn es um das soziale Miteinander geht.

Kindergarten - 1. Bildungseinrichtung

Die Elementarpädagogik sorgt dafür, dass die Wiener Kindergärten die erste Bildungseinrichtung sind, die Kinder besuchen.

Länge: 4 Min. 05 Sek.
Produktionsdatum: 2018
Copyright: Popup TV und Film Produktion GmbH

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Länge: 2 Min. 03 Sek. | © Stadt Wien/W24

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