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Mona Müller, wien.at-Hygieneinstitut im 11. Bezirk. Von der Kopfentlausung zur Totenbeschau bis zur Eindämmung von Epidemien sorgt dieses blaue Haus für hygienische Standards in Wien."

Was einst so aussah, sieht jetzt so aus. Die 100-jährige Desinfektionsanstalt hat sich in einen Schmetterling verwandelt und ist vom 3. In den 11. Bezirk geflogen. Und wie der Name bereits verrät, dreht sich in diesem Haus alles rund um Hygiene. Rund 20.000 Menschen besuchen etwa die Servicestelle der Entlausung jedes Jahr, die jetzt kindgerecht eingerichtet ist.

Karin Spacek, Gesundheitsdienst der Stadt Wien: "Für die Kinder und ihre Eltern, die leider diese 'Untiere' haben, aber doch auch eine Möglichkeit hier haben, sich von den Läusen befreien zu lassen."

Andreas Flaschner, Gesundheitsdienst der Stadt Wien: "Dieser Raum hier ist der Behandlungsraum 1. Das heißt, wenn Kinder oder Erwachsene zum Entlausung hier her kommen, werden sie im ersten Raum, im Aufnahmeraum, einmal angeschaut. Wenn Läuse festgestellt werden, wird in diesem Raum hier das Entlausungsmittel aufgetragen und die Herrschaften dürfen hier die Einwirkzeit - im jetzigem Fall 30 Minuten - abwarten."

Dann wird alles rausgewaschen, geföhnt und voilá! Ein kleiner Tipp für zuhause…

Andreas Flaschner, Gesundheitsdienst der Stadt Wien: "Kopfläuse werden von Kopf zu Kopf übertragen. Das Körpernahe, sprich den Polster, eventuell die Decke, sollte man abziehen und ganz normal Waschen. Im Prinzip zu Hause, normale Haushaltshygiene."

Eine tragende Rolle spielt das Hygieneinstitut, wenn es um Infektionskrankheiten und Ihrer Ausbreitung geht.

Karin Spacek, Gesundheitsdienst der Stadt Wien: "Noroviren sind vielleicht ein Begriff. Das ist ein Virus, der ganz leicht übertragbar sein kann über Lebensmittel und sich auch sehr rasch ausbreitet. Und da kann es dann schon vorkommen, dass sich das gerade in Gemeinschaftseinrichtungen, wo eben viele Kinder beisammen sind, natürlich auch schnell ausbreitet. Und da ist die erste Maßnahme, zu schauen, dass man die Räume, wo man sich ja dann auch, wenn man so Durchfall hat, häufig aufhält, nämlich WC Anlagen, desinfiziert, Türschnallen desinfiziert, eben mal für eine kurze Zeit die Schule dann oder Kindergarten eben schließt um hier auch diese Maßnahme setzten zu können."

Etwa 1.000 Desinfektionen führt das Institut jedes Jahr durch.

Karin Spacek, Gesundheitsdienst der Stadt Wien: "Wobei ja eben ungefähr 100 in dem Bereich dieser Epidemievorsorge fallen."

Im Krisenfall und Katastrophenfall wird das Hygienezentrum mobil. Mittels einer sogenannten Dekontaminationseinheit oder kurz: mobilen Deko.

Birgit Fykatas- Guth, Gesundheitsdienst der Stadt Wien: "Für Vor-Ort-Einsätze, wenn es zum Beispiel um Unfälle, Straßenunfälle mit Chemikalien oder dergleichen geht, wo es einfach darum geht, Patienten, die mit irgendetwas in Kontakt gekommen sind, möglichst schnell von diesen Stoffen zu befreien.

Ein weiterer Katastrophenfall kann ein Todesfall zu Hause sein. Das Hygienezentrum führt dann die Totenbeschau durch und unterstützt Angehörige oder Anwesende im weiteren Vorgehen.

Karin Spacek, Gesundheitsdienst der Stadt Wien: "Eine ganz einfache Hygienemaßname, die man eigentlich schon von klein auf lernt, denke ich, ist: Händewaschen nach dem Klogang, Händewaschen bei Zubereitung/vor Zubereitung von Speisen. Da ist dann schon sehr viel auch an Bakterien und Viren entfernt und so verhindert man dann auch die Übertragung."

Mona Müller, wien.at-TV: "Der Journaldienst des Hygienezentrums ist täglich 24 Stunden erreichbar."

Neues Hygienezentrum für Wien

Das moderne Gebäude in Simmering bietet Wienerinnen und Wienern Service und Hilfe etwa im Kampf gegen Viren, Bakterien und Kopfläusen.

Länge: 3 Min. 31 Sek.
Produktionsdatum: 2012
Erstausstrahlung: 05.10.2012
Copyright: Stadt Wien

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Länge: 2 Min. 03 Sek. | © Stadt Wien/W24

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