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David Settelmaier, wien.at-Krankenhaus Nord derzeit eines der modernsten Spitäler Europas. Bis dahin müssen aber die alten ÖBB-Gebäude abgerissen werden - und manchmal bedarf es da mehr als nur Bagger und Abrissbirne."

Da steht er noch, der Schornstein der ehemaligen ÖBB-Werkstätten in Floridsdorf - stolze 121 Jahre alt und 43 Meter hoch. Und plötzlich ist er nicht mehr da.

wien.at-TV: "Frau Stadträtin, wie haben Sie jetzt diese Sprengung miterlebt?"

Sonja Wehsely, Gesundheits- und Sozialstadträtin: "Ein bisserl lang haben wir gewartet, aber das ist gut so, weil es ging um die Sicherheit. Es war noch ein Auto in der Gefahrenzone und dann habe ich schon wahnsinnig beeindruckend gefunden, dass so ein großer Turm einfach in einer Sekunde nicht mehr da ist und in sich zusammenfällt. Da braucht man großes Know-how und das hat das Österreichische Bundesheer."

Wilhelm Marhold, Generaldirektor Wiener Krankenanstaltenverbund: "Es war sehr eindrucksvoll und offensichtlich technisch wirklich perfekt gemacht. Das Bundesheer hat da gute Arbeit geleistet."

Der Sprengung musste bis ins kleinste Detail geplant werden. Eine Milizpionierkompanie des Bundesheeres übernahm schließlich den Einsatz.

Karl Schmidseder, Militärkommandant von Wien: "Das ist eine sogenannte Kollaps-Sprengung. Das heißt, der Schornstein soll in sich zusammenfallen, zusammenbrechen. Er soll nicht umfallen, wie ein Baum, den man um schneidet sondern er soll in sich zusammenbrechen."

Jetzt, wo das letzte Symbol der ehemaligen ÖBB-Werkstätten weg ist, können die Vorbereitungsarbeiten für den Bau des Krankenhauses Nord beginnen.

Sonja Wehsely, Gesundheits- und Sozialstadträtin: "Das ist ja ein riesiges Areal und da ist tonnenweise noch auszuheben bevor der Bau in die Höhe beginnen kann. Der Aushub wird aller Voraussicht nach im Laufe des heurigen Jahres fertig sein und im nächsten Jahr wird dann das Bauwerk nach oben gezogen."

Wilhelm Marhold, Generaldirektor Wiener Krankenanstaltenverbund: "Wir befinden uns derzeit in der Einreichplanung bereits, also schon in der Phase der Behördenverfahren. Es wird hier in einem Jahr schon ganz anders aussehen und es wird ein 779-Betten-Spital modernsten Zuschnittes für Wien und für die WienerInnen errichtet."

Das Krankenhaus Nord soll eines der modernsten Spitäler Europas werden. In der Wiener Spitalslandschaft soll es eine Führungsrolle einnehmen.

Sonja Wehsely, Gesundheits- und Sozialstadträtin: "Das ganze Krankenhaus Nord ist ein ganz wesentlicher Baustein des Spitalskonzepts 2030, indem in dieses Krankenhaus drei Spitäler übersiedeln - nämlich das Krankenhaus Floridsdorf, die Semmelweis-Frauenklinik und das Orthopädische Krankenhaus Gersthof übersiedeln zur Gänze in das Krankenhaus Nord. Darüber hinaus eine Reihe von Abteilungen aus anderen Spitälern, wie zum Beispiel die Herzchirurgie aus Hietzing oder die Psychiatrie aus dem Otto-Wagner-Spital, die für diese Region zuständig ist. Und es gibt zwei Bereiche, die zusätzlich dazu kommen, die nicht aus Übersiedlungen bestehen, das ist Unfallchirurgie und Kinder- und Jugendpsychiatrie."

Und dem ist der alte Schornstein jetzt gewichen - auf spektakuläre Weise.

Schornstein am Areal des neuen Krankenhauses Nord gesprengt

In Floridsdorf entsteht mit dem Krankenhaus Nord derzeit eines der modernsten Spitäler Europas. Bis dahin müssen aber die alten Gebäude der ÖBB abgerissen werden - und manchmal bedarf es da mehr als nur Bagger und Abrissbirne.

Länge: 3 Min.
Produktionsdatum: 2011
Erstausstrahlung: 06.05.2011
Copyright: Stadt Wien

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