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Mitschrift

Georg Widerin, wien.at-Frühling in Fahrt. Über 300.000 Blumen werden derzeit in der Stadt ausgesetzt. So begrüßen die Wiener Stadtgartenbezirke die neue Jahreszeit. Und dabei treiben sie es ganz schön bunt."

Jedes Jahr, wenn die Sonnenstrahlen an Intensität gewinnen, beginnt ein buntes Frühlingserwachen in den Wiener Parks. In den kommenden Wochen wird in den Grünflächen eifrig gepflanzt.

Robert Fahsl, Blumengärten Hirschstetten: "Nämlich die 300.000 Frühlingsblüher, die wir hier produziert haben, verlassen uns jetzt. Die werden in den nächsten Tagen auf ganz Wien verteilt und kommen in die Blumenbeete und -Schalen."

Während die Vierbeiner den Frühling auf ihre Art begrüßen, sind die Mitarbeiter der Stadtgärten damit beschäftigt, Farbe ins Stadtbild zu bringen.

Robert Fahsl, Blumengärten Hirschstetten: "Die Gartenbezirke kommen mit den Autos her, werden aufgeladen, teilweise geht’s direkt raus zu den Blumenbeeten, zu den Schalen, wo sie auch gleich eingepflanzt werden."

Hier duftet und blüht es bereits, dass es eine Freude ist. Die Blumen werden so ausgewählt, dass auch der eine oder andere Frost den bunten Frühlingsboten nichts mehr anhaben kann.

Robert Fahsl, Blumengärten Hirschstetten: "Also, es sind hauptsächlich die Stiefmütterchen, Primeln, dann Bellis - das sind die Gänseblümchen - und Myosotis - Vergissmeinnicht. Das sind Blumen, die natürlich mit den kalten Temperaturen, die zu der Jahreszeit noch herrschen, natürlich am besten zurechtkommen."

wien.at-Sauberkeitskampagne will Umweltstadträtin Ulli Sima dem Schmutz noch mehr an den Kragen gehen. So soll nach dem langen Winter ein sauberer Frühling eingeläutet werden.

Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt: "Es war einfach eine Idee, so einen Anknüpfungspunkt für Wien auch zu finden und die Schneekugeln, die übrigens ja auch in Wien hergestellt werden, sind eine gewisse Assoziation. Und wir haben es natürlich ein klein wenig provokativ angelegt, das geb‘ ich schon zu. Weil wir auch wollten, dass das Thema Sauberkeit jetzt nach dem langen Winter, wo die Sauberkeitsmoral wirklich immer so ein bisschen in den Keller geht, auch wieder ein Thema ist. Und den Leuten wieder bewusst ist: Okay, es ist Frühling, alle gehen raus, wir wollen saubere Wiesen, wir wollen saubere Parks, wir wollen saubere Straßen. Also, reißts euch wieder zam, räumts weg."

Im Visier der Kampagne stehen vor allem Hundekot, Zigaretten-Stummel und Sperrmüll. Die allseits bekannten Sackerln sowie Aschenrohre und mobile Aschenbecher machen es den Wienerinnen und Wienern leicht, an der Sauberkeit ihrer Stadt mitzuarbeiten.

Josef Thon, Abfallwirtschaft & Straßenreinigung (Gratis-Sackerln hat wie wir. Wir haben über 2.000 Spender draußen, die werden hervorragend angenommen. Und wie gesagt, 50.000 Sackerln zirka am Tag werden gefüllt und reingeschmissen in den Papierkorb, das haben wir gezählt. Nur, weil ein Sackerl verschwindet, beweist das noch nicht, was er damit macht. Ob er einen Tiefkühlbeutel braucht oder sonst was. Und so haben wir jetzt einmal nachweisen können bei Studien, dass es tatsächlich für Hundekot verwendet wird. Hat uns unheimlich gefreut. Das wird auch der thermischen Verwertung zugeführt. Das heißt, das ist auch irgendwie für die Sicherheit und für die Gesundheit ganz gut, dass so eine Sache einfach verbrannt wird oder ordentlich behandelt wird."

Strafen von 36 bis 1000 Euro sollen als Abschreckung dienen. Exekutiert werden die Maßnahmen von den Waste Watchers. Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt: " Das ist ganz leicht, diesen Strafen zu entgehen. Sie brauchen sich nur an die Sauberkeitsspielregeln zu halten, den Hundekot aufheben, den Sperrmüll zum Mistplatz bringen und die Zigaretten in den Aschenbecher und Sie zahlen null Euro. Also, es ist ganz leicht, diesen Strafen zu entgehen."

Wien Energie

Georg Widerin, wien.at-Wien Energie setzt auf 100 Prozent atomfreien Strom. In Zeiten wie diesen brisant und keineswegs selbstverständlich. Denn das ist nicht bei allen Anbietern in Österreich so.

Christian Ammer, Wien Energie: "Grundsätzlich hat Strom kein Mascherl und darum ist es uns als Wien Energie, als Qualitätsanbieter, auch sehr wichtig, dass wir wissen, woher unser Strom kommt. Wien Energie beliefert seine Kundinnen und Kunden wirklich zu 100 Prozent atomstromfrei. 75 Prozent des Stroms erzeugen wir selbst und die restlichen Quellen sind erneuerbare Energiequellen, wo wir ganz genau wissen, woher der Strom kommt."

Neben der kalorischen Energiegewinnung und der Wasserkraft setzt man bei Wien Energie auch vermehrt auf erneuerbare Energie.

Christian Ammer, Wien Energie: "Wir investieren hier sehr viel Geld in den Ausbau erneuerbarer Energie und wir wollen hier die Leistung in den nächsten fünf Jahren wirklich verfünffachen. Beispielsweise schaffen wir es heute schon, dass wir rund 300.000 Wiener Haushalte mit Strom aus erneuerbarer Energie versorgen können und diesen Anteil wollen wir weiter ausbauen."

Dem wachsenden Energiekonsum und -verbrauch gilt es mit Beratung und Effizienz gegenzusteuern.

Christian Ammer, Wien Energie: "Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde ist einfach die günstigste und auf jeden Fall die umweltfreundlichste. Das heißt, das Thema Energieberatung ist etwas, das wir sehr, sehr ernst nehmen. Und beispielsweise im Wien Energie Haus beraten wir im Jahr rund 21.000 Menschen zum Thema 'Wie kann ich vernünftig meine Energie einsetzen? Was kann ich Gutes tun, um einfach weniger zu verbrauchen?‘."

Mit ein paar einfachen Tipps kann jeder selbst zuhause beginnen, den Energieverbrauch zu senken.

Andreas Hudecek, Wien Energie Haus: "Fangen wir wieder bei der Heizung an. Dort ist sicher schon einiges getan, wenn man jetzt an neue Häuser denkt, wo wirklich sehr gute Wärmedämmung schon Voraussetzung ist, um überhaupt bauen zu dürfen und auch um Förderungen zu bekommen. So ist es sicher sinnvoll, auch übers Warmwasser nachzudenken: 'Muss ich wirklich diesen Warmwasserkomfort erkaufen durch eine sehr große Wassermenge, die ich verbrauche?‘. Oder der Fernseher als Hintergrundmusik - es gibt heute Fernsehgeräte, die so viel verbrauchen, da sparen Sie sich sogar das Heizgerät. Also, da haben Sie das Heizgerät und den Fernseher in Einem, nur im Sommer ist das halt wenig zielführend. Der nächste Schritt ist: Reden wir über ein Raumklimagerät. Also, das sind so typische Beispiele, die einfach nicht notwendig wären."

wien.at-Wien Energie Haus: "Das können heimliche Stromfresser sein. Nachprüfen ist schwierig, weil es meistens keine Unterlagen darüber gibt und es wird auch beim Kauf nicht darauf aufmerksam gemacht bei solchen Kleingeräten. Aber es wäre sicher eine gute Methode - wir haben bei uns so Stromverbrauchsmessgeräte zum Verleihen -, dass man es sich mal anschaut: 'Ja, wo sind denn eigentlich meine versteckten Stromverbraucher?'."

Trotz sanfter und erneuerbarer Energiegewinnung wird das Thema Energiesparen auch in Zukunft wichtig sein.

Andreas Hudecek, Wien Energie Haus: "Also, wirklich das Bewusstsein ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Sachen, um einmal den Energiebedarf oder den Mehrbedarf in den Griff zu bekommen. Und dann, wenn ich - wie gesagt - das einmal stoppen kann, dann kann ich mir auch wirklich ein Szenario machen: 'Wie werde ich in Zukunft mit möglichst sanfter Energieerzeugung meinen restlichen Verbrauch decken?'."

Kulturtipp

Georg Widerin, wien.at-Ausstellung "Träume und Visionen" über den Schweizer Maler Giger läuft von 10.3. bis 26.6.. Anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums des Kunsthauses am 9. April ist die Schau bei freiem Eintritt zu besuchen.

Archiv-Video vom 23.03.2011:
Bitte beachten Sie, dass die Inhalte (Termine, Kontaktmöglichkeiten,...) möglicherweise nicht mehr aktuell sind.

wien.at-TV - Aktuelle Sendung vom 25. März 2011

Folgende Themen erwarten Sie in dieser Sendung. Der Frühling schickt seine ersten Boten und dazu gehören natürlich auch Blumen. Über 300.000 Frühjahrsblüher werden derzeit eingesetzt. Zum Frühjahr gehört aber auch der Frühjahrsputz. Hier kann jeder einen Beitrag leisten - für ein sauberes Wien. Im dritten Beitrag dreht sich alles um Strom und Energie.

Länge: 9 Min. 30 Sek.
Produktionsdatum: 2011
Erstausstrahlung: 25.03.2011
Copyright: Stadt Wien

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