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Von der Forschung zum Produktionsplan ist es ein weiter Weg. Deswegen unterstützt die Technologieagentur der Stadt Wien, kurz ZIT, jedes Jahr innovative Projekte. Der erste Platz ging 2013 an SCL-Sensor.Tech. Sie entwickeln eine neuartige Messnadel für Rasterkraftmikroskope.

Ernest Fantner, Managing Director SCL-Sensor.Tech: „Es funktioniert ähnlich wie ein Plattenspieler, bei dem eine Platte von einem Saphir abgetastet wird und die Kraft auf dem Saphir in einen Ton umgesetzt wird. Beim Rasterkraftmikroskop wird der Saphir durch eine ganz kleine Nadel ersetzt, ungefähr ein Zehntausendstel einer Haarspitze. Und mit einer solchen Spitze kann man dann über eine Probe drüberfahren und kann dann auf Nanometer genau ein Bild machen.“

Deutlich schneller und mit besserer Qualität können so Bilder aufgenommen werden. Der neue Cantilever, die Messnadel, unterscheidet sich von den bisher produzierten durch zwei Besonderheiten.

Ernest Fantner, Managing Director SCL-Sensor.Tech: „Eine Besonderheit ist, dass wir die Verbiegung und Bewegung des Cantilevers direkt elektronisch ansteuern können. Und der zweite große Vorteil ist der Umstand, dass wir die Cantilever in Zukunft nicht nur in Luft und Flüssigkeit benutzen wollen, sondern auch im Vakuum. Und für die Anwendung solcher Cantilever im Vakuum gibt es weltweit derzeit keine Konkurrenz.“

Mithilfe dieser Entwicklung können Sensoren kleiner produziert werden und somit auch bei Elektronenmikroskopen zum Einsatz kommen. An diesem Projekt arbeitet SCL gemeinsam mit Professor Ulrich Schmid von der Technischen Universität Wien.

Ulrich Schmid, Professor für Mikrosystemtechnik: „Wir haben verschiedene Schichten, die wir miteinander kombinieren müssen. Der Cantilever soll möglichst eben hinterher sein. Wenn wir Schichten kombinieren, gibt es oft einen Verzug dieser dünnen Schichten und wir haben es auch mit sehr kleinen Signalen zu tun. Das heißt, auch die Elektronik muss entsprechend abgestimmt sein, sodass wir dann auch nutzvolle Sensorsignale aus diesem Cantilever rausziehen können, die wir dann für die weitere Regelung des Betriebs nützen können.“

Verwendung findet die Entwicklung sowohl im biologischen und medizinischen Bereich als auch in der Oberflächenchemie der Nanowissenschaft. Bis zum fertigen Produkt fehlt allerdings noch einiges. Das perfekte Headquarter hat das international gefragte Unternehmen jedoch bereits gefunden.

Ernest Fantner, Managing Director SCL-Sensor.Tech: „Die Seestadt Aspern, das IQ hier, ist für uns aus drei Gründen attraktiv: Das Management konnte sehr flexibel auf unsere neuen Bedürfnisse hinsichtlich Ausdehnung, Labor und Produktionsfläche eingehen. Zweitens wird uns zum Beispiel mit dem researchTUb hier sofort Kooperationsmöglichkeit angeboten. Und drittens ist die direkte Verbindung zwischen uns und unserem Forschungspartner Professor Schmid am Karlsplatz ein besonderer Glücksfall.“

Neben der guten Infrastruktur bietet das aspern IQ auch nachhaltige Gebäudefeatures. Unternehmen wie SCL haben hier die Möglichkeit einer entwicklungsorientierte Zukunft.

Von der Forschung zum Produktionsplan: Innovative Nanotechnologie aus Wien

Die Technologieagentur der Stadt Wien, kurz ZIT, unterstützt jedes Jahr innovative Projekte. Erster Platz ging 2013 an SCL-Sensor.Tech. Sie entwickeln eine neuartige Messnadel für Rasterkraftmikroskope.

Länge: 3 Min. 37 Sek.
Produktionsdatum: 2014
Erstausstrahlung: 24.06.2014
Copyright: Bohmann Verlag

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