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Mitschrift

Woche der Selbsthilfe

Vom 17. bis 21. Mai geht in Wien erstmals die "Woche der Selbsthilfe" über die Bühne. Was genau an diesen Tagen passiert, hat Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely vorgestellt.
Es gibt wohl kaum ein Problem, auf das man das alleinige Vorrecht hat - und das ist gut so, ist doch geteiltes Leid halbes Leid. Selbsthilfegruppen in Wien haben einen großen gesellschaftlichen Wert und ihre Vielfalt soll für eine Woche im Rampenlicht stehen.
Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit und Soziales: "Wir haben in Wien rund 260 Selbsthilfegruppen mit mehr als 40.000 Mitgliedern, die Sensationelles leisten. Die oft die erste Ansprechperson sind, nach einer Diagnose bei einer schweren Erkrankung, und wo man dann merkt, man ist nicht alleine, sondern es gibt andere, die auch dieses Schicksal haben und wo es auch Problemlösungsmöglichkeiten gibt."
Ehrenamtlich stellen Menschen den Selbsthilfegruppen ihre Arbeit zur Verfügung. Damit nehmen sie einen großen Stellenwert im Gesundheitswesen ein und sind aus Wien nicht mehr wegzudenken.
Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Ich will mir das gar nicht vorstellen, wie eine Gesellschaft ohne ehrenamtliche Tätigkeiten ausschauen würde. Kulturell gesehen, im Gesundheitsbereich, im Bildungsbereich - ziemlich unvorstellbar. Und es wäre nicht zu finanzieren."
In der Woche der Selbsthilfe stellen sich 60 unterschiedliche Gruppen vor. In Form von Transparenten, einer Wanderausstellung oder einer Konferenz wird uns diese Woche begegnen. Vordergründig geht es aber darum:
Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Dass man hier her kommen kann und mit Menschen in Kontakt treten, mit Menschen reden kann, die über Erfahrung in bestimmten Problemsituationen verfügen. Entweder selbst als Patienten, als Erkrankte, oder als Angehörige, zum Beispiel von Patienten."
Irene Burdich, hpe - Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter: "Wir sind also nicht direkt von der Krankheit betroffen, sondern indirekt haben wir sozusagen ein gemeinsames Schicksal mit uns sehr Nahestehenden, das wir mit uns sehr nahestehenden Menschen teilen, ja. Natürlich, man weint zu Beginn, aber man stärkt sich gegenseitig. Und die Erfahrungen und die positiven Aspekte auch und die Lösungen, die andere gefunden haben, geben einem selber die Kraft."
Die Selbsthilfegruppen arbeiten auch eng mit Krankenhäusern zusammen.
Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit und Soziales: "Wir haben mittlerweile mehr als 125 Abteilungen, also das ist nicht eine homöopathische Zahl, sondern wirklich breit gefächert in den Wiener Spitälern, wo es ganz konkrete Ansprechpersonen gibt zum Thema Selbsthilfe."
Irene Burdich, hpe - Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter: "Für mich hat sich also ein, ich möchte sagen, Meer von neuen Perspektiven und Chancen und damit auch wieder ganz persönlich die Hoffnung eingestellt, dass es Möglichkeiten gibt, eine positive Wende sozusagen im Leben - in dem Fall - meines Kindes, herbeizuführen."
Die Stadt Wien unterstützt die Selbsthilfegruppen mit 55.000 Euro jährlich.
Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit und Soziales: "Und mit der Woche der Wiener Selbsthilfe wollen wir einfach Öffentlichkeit schaffen. Öffentlichkeit schaffen für großes Engagement, das wichtig ist und das vielen anderen auch hilft."
Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Das ist nicht selbstverständlich. Da hat man ein 'Danke schön' dafür zu sagen, denn dass jemand seine Freizeit dafür opfert, anderen zu helfen, das ist großartig. Da muss man ein großes, großes 'Danke schön' sagen."
Soviel von uns für diese Woche - wir zeigen Ihnen jetzt noch, wo sie bis 22. Mai Unterhaltung in Wien finden. Eine schöne Woche und bis zum nächsten Mal bei wien.at-TV.

Archiv-Video vom 12.05.2010:
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Mediengespräch des Bürgermeisters: Selbsthilfe

Vom 17. bis 21. Mai geht in Wien erstmals die „Woche der Selbsthilfe“ über die Bühne. Was genau an diesen Tagen passiert hat Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely vorgestellt.

Länge: 3 Min.
Produktionsdatum: 2010
Copyright: Stadt Wien

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