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Mitschrift

Essen ist was Schönes. Essen ist aber auch wichtig, und richtig essen und das richtige Essen wirkt sich auch auf unsere Gesundheit aus. Das richtige Kochen hat daher eine wesentliche Bedeutung für unser Leben. Wenn dann auch noch die richtigen Zutaten zum richtigen Kochen des richtigen Essens ausgewählt werden, bekommt die ganze Sache auch noch einen relevanten Effekt für den Klimaschutz.
Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunkts „Klimaschutz und Bildung“ der Magistratsdirektion –Klimaschutzkoordination hat sich ein Rezeptwettbewerb mit diesem Thema beschäftigt.
Karin Büchl-Krammerstätter, Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22): „Essen ist immer so ein Quell der Freude, der Lust, des Genießens, und deswegen ist es uns wichtig zu zeigen, wie kreativ man sein kann, um ganz einfach neue Wege zu beschreiten bei konventionellem Gemüse. Hülsenfrüchte sind Beispiele, das gibt es schon Ewigkeiten. In den 60er Jahren war das eigentlich ein Grundnahrungsmittel, auch bei uns - eiweißreich aus der Region. Kein Tier muss dafür leiden und das ist ein bisschen in Vergessenheit geraten. Vor allem auch, wie viel man daraus machen kann, und da haben wir gesagt, wir machen einen Wettbewerb, um ganz einfach da wieder neuen Pepp reinzubringen. Und ich glaub‘, das ist wunderbar gelungen.“

Unter dem Motto „Gsund‘ kochen und dabei das Klima schützen“ haben die Wiener Umweltschutzabteilung und „die umweltberatung“ die besten Rezepte mit Hülsenfrüchten gesucht, die den Kriterien  des „natürlich gut Tellers“ entsprechen. Die wichtigsten Kriterien sind, dass mindestens ein Teil des Gerichts aus biologischer Landwirtschaft stammt, dass Obst und Gemüse nur dann verwendet wird, wenn es bei uns Saison hat, und dass, wenn Fleisch auf den Teller kommt, darauf geachtet wird, dass es aus biologischer Landwirtschaft stammt. In den „Häusern zum Leben“ des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser ist gesundes Essen, Kochen seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit.

Garbiele Graumann - Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser: „Essen ist ein strukturierendes -Mittel auch bei uns im Haus, das heißt man beginnt mit dem Frühstück, es geht ums Mittagessen, es geht ums Abendessen. Man kann sich über all das auch aufregen, das ist ganz wichtig. Und auf der anderen Seite geht es schon auch um unseren gesellschaftlichen Auftrag, den wir haben, und in unserer Gesellschaft sind drei Dinge im Zusammenhang mit Essen eben ganz besonders wichtig: nämlich kurze Transportwege, regional - Dinge die nicht eingeflogen werden, die bei uns wachsen -, saisonal und eben biologisch.

Die Preisträger zeigen mit kreativ abgewandelten Rezepten mit Linsen und Bohnen, wie gut Hülsenfrüchte in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung umzusetzen sind.

Rade Kalanj - Kochlehrling, „Häuser  zum Leben“ - Haus Hohe Warte: „Also ich wollte einfach probieren, neue Rezepte von Bohnen, und da hab ich so oft fernsehgeschaut, also so asiatische Küche und dann bin ich auf die Idee gekommen, dass man mit Bohnen eine süßen Strudel machen kann.“

Peter Eplinger - Wiener Krankenanstaltenverbund - Therapiezentrum Ybbs: „Mich hat das sehr interessiert, was man aus Hülsenfrüchten noch anderes machen kann. Mein Beruf ist eigentlich Fleischer. Ich bin Quereinsteiger in der Küche, und ich bin seit viereinhalb Jahren im Küchendienst und das hat mich eigentlich motiviert dazu, dass sie da was machen. Mein Lieblingsgericht war eigentlich die Bolognese mit Fleisch, aber ich hab gesagt, man kann es mit etwas anderem auch ersetzen, mit Hülsenfrüchten. Darum hab ich die Linsen dazu genommen und das hat tadellos funktioniert.“

Stefan Jelinek, Kochlehrling – „Häuser zum Leben“ - Haus Tamariske: „Es gab die Entscheidungen zwischen Fisch, Fleisch, vegetarisch, vegan, und ich dachte mir, ich nehme einfach mal so vegetarische Gerichte für mich. Hülsenfrüchte war das Thema und hab mich eben für den Bohnenstrudel entschieden.

Hier besinnt man sich auch wieder der früher gebräuchlichen Regel - einmal in der Woche Fleisch -das genügt und ist gesünder.

Gabriele Graumann - Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser: „Ich glaub‘, dass man früher Dinge wusste, die mittlerweile verschütt gegangen sind. Es wird schon einen Grund gehabt haben und ich glaube der war nicht nur Armut, dass Menschen früher - als ich noch ein Kind war, war das so, da gab’s den Sonntagsbraten und unter der Woche einmal Fleisch, wenn überhaupt - es nicht nur mit Gründen der Armut zu tun hatte, sondern durchaus mit Ausgleich und mit der Überlegung, was tut meinem Körper gut und was brauch ich denn so zum Leben. Mittlerweile ist es eben so,  dass ich glaube, dass auch beim Essen und beim Lebensmitteleinkauf die Frage der Darstellung, wie reich bin ich, was kann ich mir alles leisten auch einen Wert bekommen hat, und daher essen wir halt sehr viel Fleisch und sehr viel teure Lebensmittel, die wir uns früher eben nicht leisten konnten. Aber ich glaube, es ist beides. Es ist eben der Reichtum unserer Gesellschaft, der sich ausdrückt, und auf der anderen Seite das Vergessen, was uns gut tut.“

Als beste Rezepte haben sich ein pikanter Bohnenstrudel, eine leichte Linsenbolognese und ein süßer Birnen-Bohnenstrudel durchgesetzt und werden in Zukunft den Gästen des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser serviert. Der Wettbewerb zeigt, dass eiweißreiche Kost durch die Verwendung von Hülsenfrüchten auch mit einem geringen Anteil an tierischen Produkten zubereitet werden kann.

Karin Büchl-Krammerstätter, Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22): „Hülsenfrüchte sind sehr eiweißreich, sind sehr gesund, können in der Region angebaut werden und haben daher einen sehr geringen ökologischen Fußabdruck. Also man braucht nicht viel, man braucht keinen Kunstdünger, man braucht keine weiten Transportkilometer und man kriegt ein wunderbares Nahrungsmittel, das auch viel gesünder und effektiver ist, als zum Beispiel Fleisch.“

Essen ist die Quelle für Energie, aber auch für Leidenschaft. Mit richtigen Zutaten zum richtigen Essen tut man nicht nur seinem Körper etwas Gutes, sondern schützt auch das Klima.

Archiv-Video vom 27.12.2016:
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Der "natürlich gut Teller" von ÖkoKauf Wien

Essen ist was Schönes. Essen ist aber auch wichtig, und richtig essen und das richtige Essen wirkt sich auch auf unsere Gesundheit aus.

Länge: 5 Min. 40 Sek.
Produktionsdatum: 2016
Copyright: Stadt Wien

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