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Wiens Naturgewässer sorgen für eine Abkühlung an heißen Tagen. Ein Ort ohne Bademeisterin oder Bademeister braucht jedoch ein waches Auge.

Thomas Kozuh-Schneeberger, Leiter der Gruppe Gewässerinformation: "Man ist in der Natur. Und das Erste: Man muss sich bewusst sein, wo man ist, für den Fall der Fälle, man muss wissen, eine genaue Ortsangabe, und sich bewusst sein, dass Gefahren überall lauern können."

Seit letztem Jahr ist es kostenlos zugänglich: das Arbeiterinnenstrandbad an der Alten Donau. Speziell die Grundwasserzuströmungen verlangen hier Aufmerksamkeit.

Thomas Kozuh-Schneeberger, Leiter der Gruppe Gewässerinformation: "Das heißt, an der Oberfläche ist das Wasser vielleicht schön warm, bisschen weiter unten, wo das Grundwasser einströmt, gibt es bereits Temperaturunterschiede von zehn, 15 Grad Celsius. Und das kann Krämpfe auslösen, das kann auch, wenn man zum Beispiel einen schwachen Kreislauf hat, Kreislaufprobleme hervorrufen."

Alexander Pamer von der Wasserrettung kennt die Gefahren. Vor allem eine:

Alexander Pamer, Wiener Wasserrettung: "Selbstüberschätzung ist natürlich ein ganz ein großes Thema. Auch hier: Dieses Gewässer ist vielleicht 200 bis 300 Meter breit, aber wenn man jetzt nicht die Kondition hat und man versucht rüberzuschwimmen und kommt bei der Hälfte drauf, dass es zu weit ist, muss man trotzdem wieder die restliche Hälfte zurücklegen. Und gerade im Bereich der Brücken der Alten und Neuen Donau haben wir immer wieder Brückenspringer, die einfach nicht wissen, dass unter Wasser auch Gefahrgut lagern kann, Einkaufswagerl, Rohrleitungen. Und wenn man da natürlich drauffällt, kann man sich verletzen oder unter Umständen auch gar nicht mehr auftauchen."

Dann ist Erste Hilfe angesagt.

Alexander Pamer, Wiener Wasserrettung: "Ich liege gerade in der Sonne und höre Hilferufe draußen im Wasser. Dann muss ich mal schauen, wo er ist. Das heißt, ich merke mir diesen Ort. Wir verständigen in der Regel gleich die Feuerwehr. Wenn ich es mir zutraue, diesen zu bergen, dann schwimme ich hinaus. Ein geeignetes Hilfsmittel ist, ich nehme einfach ein T-Shirt mit. Was man nicht unterschätzen darf, der hat vermutlich nicht nur Angst, sondern schon Panik und krallt sich an allem fest, was schwimmen kann. So hat man den Abstand durch das T-Shirt schon gegeben. Der hält sich dort an und man kann ihn dann hineinziehen und an Land versorgen."

Bei schlechtem Wetter und Hochwasser gilt: Gewässer meiden und auf kleinere Mitmenschen stets ein waches Auge haben. Die Wiener Pflanzen- und Tierwelt ist dagegen weitgehend ungefährlich. Geeignetes Schuhwerk sorgt aber für zusätzlichen Schutz.

Thomas Kozuh-Schneeberger, Leiter der Gruppe Gewässerinformation: "Es gibt natürlich alte Bekannte wie Wespen, Bienen, andere Insekten, Spinnen, die stechen können. Aber die berühmten Schlingpflanzen sind keine, weil die schlingen nicht. Sie schweben im Wasser und leben im Wasser und sie haben eine wichtige Funktion: Sie filtern das Wasser. Und sie sind dafür verantwortlich, dass die Wasserqualität so hoch ist."

Pflanzen abstreifen und ruhig weiterschwimmen, so kann nichts passieren. Respekt vor Wasser und Natur ist gefragt.  

Thomas Kozuh-Schneeberger, Leiter der Gruppe Gewässerinformation: "Die Natur wird natürlich am wenigsten belastet, wenn man den Müll in den dafür vorgesehenen Müllgefäßen entsorgt. Generell verboten ist, Bodenfeuer zu entfachen. Dafür gibt es in Wien eigene Grillplätze, wo man das darf, auch an Gewässern. Und natürlich die Vegetation soll auch geschont werden. Das heißt: keine Äste abbrechen, keine Tiere stören."

Mehr Informationen rund um die Wiener Gewässer gibt's entweder in der Inselinfo auf der Donauinsel oder im Internet auf www.gewässer.wien.at.

Sicheres Schwimmen

Wiens Naturgewässer sorgen für eine Abkühlung an heißen Tagen. Ein Ort ohne Bademeisterin oder Bademeister braucht jedoch ein waches Auge. Wir haben uns bei den Experten Tipps abgeholt.

Länge: 3 Min.
Produktionsdatum: 2016
Erstausstrahlung: 14.07.2016
Copyright: Stadt Wien/Bohmann Verlag

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