Ausgangslage
Die Stadtplanung hat die Aufgabe, räumliche Voraussetzungen für das Funktionieren der Wirtschaft zu sichern und immer wieder an neue Anforderungen anzupassen. Im Zentrum steht dabei die extrem vielfältige Dienstleistungswirtschaft mit über 80 % der Erwerbstätigen Wiens. Sie benötigt verschiedenste, meist gut in die Stadt integrierte Immobilien. Für das Funktionieren der Stadt ist ergänzend der produktive Sektor wichtig, in dem mit Sachgütern gearbeitet wird und der auch Logistik, Abfallbehandlung, Energie- und Kreislaufwirtschaft umfasst. Er erfordert oftmals große und spezialisierte Standorte. Auch der Flächenbedarf nicht-kommerzieller und gemeinnützig orientierter Wirtschaftstätigkeiten wie von sozialen und kulturellen Einrichtungen, Vereinen, offenen Werkstätten oder Sharing-Angeboten wird berücksichtigt.
Mit dem prognostizierten Bevölkerungswachstum steigt weiterhin die Zahl der Wiener*innen im erwerbsfähigen Alter, die Arbeitsplätze benötigen, und auch die Zahl derer, die Produkte und Dienstleistungen der Wirtschaft nachfragen. Dieser Umstand wird sich auch im Raum- und Flächenbedarf von Betrieben bemerkbar machen. Ein abgestimmtes Standortangebot der Metropolregion gewinnt vor diesem Hintergrund weiter an Bedeutung.
Auch die Auswirkungen der Klimakrise werden zusehends in den Betriebsgebieten spürbar. Begrünung, Beschattung und die Transformation des öffentlichen Raums werden daher auch in diesen Gebieten zukünftig immer relevanter, um für die Arbeitnehmer*innen weiterhin ein adäquates Arbeitsumfeld zu gewährleisten und etwaigen gesundheitlichen Auswirkungen vorzubeugen.