Kompakte und urbane Stadtviertel
- Stadtteile sollen keine „Schlafstädte“ sein. Über die Wohnnutzungen hinaus sind vielfältige Nutzungen erforderlich, um wohnortnahe Versorgung und damit die „Stadt der kurzen Wege“ zu Fuß und mit dem Fahrrad zu ermöglichen. Neben Flächen für Wohnnutzungen brauchen gemischt genutzte Stadtteile u. a. auch Flächen für Gemeinschaft und Nachbarschaft, Kreativwirtschaft, Kleinunternehmen, Alltagsökonomie, Kultur, soziale Infrastruktur, Handel, Gewerbe und kleinteilige Einrichtungen der Kreislaufwirtschaft.
- Alle Neubaugebiete Wiens werden daher als kompakte, urbane Stadtviertel mit vielfältigen Nutzungen, ergänzt um hochwertige Freiräume, realisiert.
- In allen dafür geeigneten bestehenden Wohngebieten soll eine große Vielfalt von Nutzungen jenseits des Wohnens erhalten bzw. ergänzend etabliert werden, auch durch Kombination mit der Umsetzung von Umgestaltungs- und Attraktivierungsmaßnahmen im öffentlichen Raum.
GOOD PRACTICE – Wien zeigt, wie es funktioniert
Stadtentwicklungsgebiet Nordwestbahnhof
Bis 2035 wird das Areal des ehemaligen Nordwestbahnhofs zu einem innerstädtischen, sozial durchmischten Wohn- und Arbeitsviertel entwickelt. Der überwiegende Teil der rund 6.500 Wohnungen wird gefördert errichtet. Durch Entsiegelung und Begrünungen sowie bodensparende Bauweisen entstehen neue hochwertige Flächen für Erholung und Biodiversität.