Freiräume in der Stadterweiterung werden frühzeitig mitgeplant
- Damit die Grün- und Freiraumversorgung mit dem Stadtwachstum Schritt hält, kommen in Planungsprozessen Vorgaben für neu zu schaffende Grünräume zur Anwendung. Voraussetzung für die Realisierung von Wohnbebauung in Stadterweiterungsgebieten ist die Verfügbarkeit der für die Grünraumversorgung benötigten Liegenschaften.
- Das Konzept Frühes Grün sieht vor, Grünflächen bereits zum frühestmöglichen Zeitpunkt auszuweisen sowie zu bepflanzen, und soll in der Stadterweiterung standardmäßig zur Anwendung kommen. Die Planung bzw. Ausgestaltung von Grünräumen ist der Bebauung damit einen Schritt voraus, was ermöglicht, dass Bewohner*innen eines neuen Stadtteils einen Grünraum mit mikroklimatisch wirksamen, großkronigen Bäumen vorfinden.
GOOD PRACTICE – Wien zeigt, wie es funktioniert
Neuer Park am „Neuen Landgut“
Der 9.000 m2 große Walter-Kuhn-Park im Stadtentwicklungsgebiet „Neues Landgut“ bietet Raum für Erholung. Mehr als 160 neue dicht gepflanzte Bäume und Sträucher bilden einen „Klimawald“ im Norden des Areals. Viele Wasserangebote machen den Park zum „Coolen Park“. Zwei Ballspielplätze werden gemeinsam mit dem angrenzenden Bildungscampus im Sinne der Mehrfachnutzung genutzt. Gemeinsam mit dem Elisabeth-Sundt-Platz dient der Park als wichtige Verbindung zwischen allen zentralen Einrichtungen im Stadtentwicklungsgebiet. Durch die vermehrte Umsetzung des Konzepts Frühes Grün werden großzügige Grün- und Freiräume bereits frühzeitig geplant und realisiert.
Park der Artenvielfalt
Östlich des Badeteichs Hirschstetten entsteht auf einer Fläche von 11 ha ein neuer weiträumiger Stadtteilpark, der nicht nur eine wichtige Rolle als Erholungsraum spielt, sondern sich als erster Biodiversitätspark ganz bewusst und zentral dem Thema Wahrung und Entfaltung urbaner Artenvielfalt verschreibt.