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Voraussetzungen für die Versorgung von Neubauten mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen schaffen

Strategien für das Planen für die Energiewende

  • Die Wiener Stadtplanung verfolgt weiterhin qualitätsvolle Dichte und Nutzungsmischung als Planungsprinzipien in der Stadtentwicklung. Dies hat geringere Wärmeverluste und kürzere Leitungslängen zur Folge. Dies begünstigt die Versorgung mit erneuerbarer Wärme und erneuerbarem Strom. Durch die thermische Aktivierung der Bauteile können Verbrauchsspitzen gesenkt werden und volatile Energieträger bestmöglich genutzt werden.
  • Die Wärmeversorgung von Neubaugebieten soll mit am Standort verfügbarer erneuerbarer Energie erfolgen. Im Falle von gebäudeübergreifenden Energielösungen sollen diese mittels Niedertemperatur-Nahwärmenetzen umgesetzt werden. Durch den Anschluss an das zentrale Fernwärmenetz können Synergien entstehen.
  • Synergieeffekte aus Energieerzeugung vor Ort und der Errichtung bzw. der Beschaffenheit des Gebäudes sollen nach Möglichkeit genutzt werden (z. B. Nutzung von Pfahlgründungen von Gebäuden für Geothermie, Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Gründächern).
  • Auf eine hohe „Energieflexibilität“ der Gebäude, also die Fähigkeit, den Energiebedarf und die Energieerzeugung eines Gebäudes durch intelligente Steuerung an die lokalen Klimabedingungen, die Nutzer*innenbedürfnisse sowie an die Anforderungen des Netzes anzupassen, soll verstärkt Wert gelegt werden, etwa durch Vorgaben bei Wettbewerben oder in Verträgen.
  • Abwärme aus Bürogebäuden, Supermärkten, Gewerbebetrieben etc. soll nicht an das Umfeld abgegeben, sondern bestmöglich vor Ort genutzt werden. Bei Stadtentwicklungsgebieten, wo das möglich und sinnvoll ist, strebt die Stadt Wien landesgrenzenüberschreitende Energiekonzepte mit Umlandgemeinden an.

GOOD PRACTICE – Wien zeigt, wie es funktioniert

Kraftwerk Seebogen

In der Seestadt Aspern werden durch das Projekt Kraftwerk Seebogen 18.000 m2 Nutzfläche in fünf Wohn- und Geschäftsgebäuden zu marktüblichen Preisen vollkommen frei von CO2 über ein lokales Netz mit Wärme und Kälte versorgt. Das Herzstück des Kraftwerks ist eine Vielzahl von rund 150 m tiefen Erdwärmesonden, die als saisonaler Energiespeicher verwendet werden.