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Ausgangslage

Strategien für das Planen für die Energiewende

Die Wiener Haushalte und Betriebe sollen ihren Wärme-, Kälte- und Strombedarf bis 2040 aus erneuerbaren Quellen decken. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Reduktion des Energieverbrauchs, eine Erhöhung der Energieeffizienz und der Umbau des Energiesystems erforderlich. Die Stadtplanung ist gefordert, diese Veränderungen durch vorausschauendes Planen für die Energiewende zu unterstützen.

Die Umstellung auf klimaneutrale Energie- und Wärmeversorgung ist eine der größten Aufgaben der Stadt Wien in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten. Der Ausstieg aus der fossilen Gasversorgung und die Umstellung auf Elektromobilität erfordern einen umfangreichen Ausbau von Energieerzeugungsanlagen, Energiespeichern und Wärmenetzen sowie eine deutliche Erweiterung der Strominfrastruktur, insbesondere für Wärmepumpen und Mobilität. Auch die Kühlung von Gebäuden gewinnt an Bedeutung. Das Konzept „Raus aus Gas – Wiener Wärme und Kälte 2040“ geht zudem von einer Erhöhung des Strombedarfs um rund 60 % zwischen 2019 und 2040 aus.

Die dafür nötigen Maßnahmen betreffen zwar vielfach die Gebäude, werden aber auch im Straßenraum und in Form neuer Infrastruktureinrichtungen und Anlagen deutlich sichtbar werden. Diese neuen Flächenansprüche sind eine große Herausforderung, aber auch eine Chance für den ohnehin notwendigen Umbau zu einem klimafitten öffentlichen Raum – die Baumaßnahmen für das Wärme- und das Stromleitungsnetz können dafür genutzt werden.

Kernagenden der Stadtplanung und weiterer Planungsakteur*innen in Zusammenarbeit mit der Energieplanung sind die Unterstützung der Umstellung und somit die Sicherung von Flächen für Energiegewinnungs-, Energieverteilungs- und Energiespeicheranlagen, die Ermöglichung thermischer Sanierungen und gemeinsamer Energielösungen sowie die Verschränkung des nötigen Infrastrukturausbaus mit Verbesserungen im öffentlichen Raum.