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6.7 Sterilisation

6. Verhütung ohne Hormone

Die Methode ist sehr sicher. Eine Sterilisation ist eine Operation. Dabei werden die Samenleiter oder die Eileiter durchtrennt oder abgeklemmt. Dadurch kann man keine eigenen Kinder mehr bekommen.

Der Unterschied zwischen Mann und Frau

Bei Männern ist eine Sterilisation viel einfacher und weniger gefährlich als bei Frauen.

Die Sterilisation beim Mann ist ein kleiner Eingriff. Sie wird meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt, dauert etwa 15 bis 30 Minuten und ist mit einem geringen Risiko für Komplikationen verbunden. Die Sterilisation bei der Frau ist dagegen eine Operation im Bauchraum. Sie erfolgt meist unter Vollnarkose, ist technisch aufwendiger und mit einem etwas höheren Risiko verbunden. Wie bei jeder Operation kann es zu Komplikationen kommen, zum Beispiel zu Infektionen oder Blutungen.

Eine Entscheidung, die gut überlegt werden muss

Du solltest nur eine Sterilisation machen lassen, wenn du dir das gut überlegt hast. Wenn du in einer Beziehung bist, solltest du die Sterilisation auch mit deiner Partnerin oder deinem Partner besprechen. Die Sterilisation schützt nicht vor Krankheiten, die beim Sex übertragen werden können.

Kann man die Operation rückgängig machen?

Es ist möglich, die Sterilisation später rückgängig machen zu lassen.

Beim Mann ist die Rückoperation meist einfacher. Trotzdem ist es auch hier nicht sicher, dass danach wieder eine Schwangerschaft möglich ist. Bei der Frau ist die Rückoperation deutlich aufwendiger. Sie ist schwieriger und weniger erfolgreich als beim Mann. Auch hier ist eine Schwangerschaft danach nicht sicher möglich.

Außerdem ist jede Operation mit Risiken verbunden. Du solltest die Sterilisation also als endgültige Entscheidung ansehen.

Was sind die rechtlichen Voraussetzungen?

Für eine Sterilisation musst du mindestens 25 Jahre alt sein. Es ist ein freiwilliger Eingriff. Niemand darf dazu gezwungen werden, auch nicht durch eine gesetzliche Erwachsenenvertretung. Zusätzlich muss ein Gericht zustimmen.

Sterilisation bei der Frau

Andere Bezeichnungen dafür sind Eileiter-Unterbindung oder Tuben-Ligatur. Bei der Operation bekommst du eine Voll-Narkose. Es werden beide Eileiter durchtrennt oder abgeklemmt. Du kannst die Operation in einem Krankenhaus machen lassen und meist am gleichen Tag nach Hause gehen. Die Hormonproduktion in den Eierstöcken bleibt erhalten, da diese nicht entfernt werden. Auch der Menstruations-Zyklus verändert sich meistens nicht.

Die Sterilisation ist eine dauerhafte Verhütungsmethode. Sie lässt sich nur schwer oder nicht sicher rückgängig machen. Du solltest die Entscheidung gut überlegen, besonders wenn noch ein Kinderwunsch bestehen könnte.

Verschiedene Arten der Sterilisation

Drei medizinische Illustrationen zeigen verschiedene Methoden zur Behandlung von Eileitern: Entfernung und Zusammennähen der Enden, Verödung mit Strom und Abklemmen mit Clip aus Titan oder Kunststoff.

© James Benet/istockphoto.com

Bei einer anderen Methode wird nur der Bauchbereich betäubt. Dann wird in jeden Eileiter ein weicher Stift geschoben. Damit sind die Eileiter blockiert.

Die Eizelle kommt nach einer Sterilisation nicht mehr in die Gebärmutter. Sie wird von der Schleimhaut im Eileiter aufgenommen und löst sich auf. Sie kann nicht mehr von einer Samenzelle befruchtet werden. Nach einer Sterilisation kannst du wie davor Sex haben. Die Verhütung wirkt sofort nach der Operation.

Wie wirksam ist die Sterilisation der Frau?

Die Methode ist sehr sicher. Wenn es trotzdem zu einer Schwangerschaft kommt, besteht ein erhöhtes Risiko für eine Eileiter-Schwangerschaft.

Mögliche Nebenwirkungen

Wie bei jeder Operation kann es zu Komplikationen kommen, zum Beispiel zu Infektionen oder Blutungen.

Sterilisation beim Mann

Eine andere Bezeichnung dafür ist Vasektomie. Eine Sterilisation ist bei Männern viel einfacher und weniger gefährlich. Man kann sie bei einer Urologin oder einem Urologen machen lassen und am gleichen Tag nach Hause gehen.

Für die Sterilisation wird der Beckenbereich betäubt. Dann werden beide Samenleiter durchtrennt. Danach kann man wie davor Sex haben. Der Penis wird steif und man hat einen Orgasmus mit Erguss. Die Flüssigkeit enthält keine Samenzellen mehr, aber das bemerkt weder die Person selbst noch die Sex-Partner*innen.

Bei den ersten Ergüssen nach der Sterilisation sind noch Samenzellen dabei. Das kann bis zu 3 Monate dauern. Erst dann wirkt die Verhütung. Während dieser Zeit musst du zusätzliche Verhütungsmittel verwenden, zum Beispiel Kondome.

Anatomische Querschnittszeichnung des männlichen Unterleibs mit Fokus auf Hoden, Nebenhoden und Samenleiter, beschriftet zur Veranschaulichung der inneren Struktur.

Der Samenleiter wird durchtrennt. Die Enden werden verödet, also verschlossen. Oder sie werden mit einem Faden zugebunden, den der Körper nicht aufnehmen kann. © bilderzwerg/stock.adobe.com