3.4 Toolbox 3: Barrierefreie Dokumente
Barrierefrei formatieren
Die folgenden 5 Tipps zum barrierefreien Formatieren digitaler Dokumente stammen vom Blinden- und Sehbehinderten Verband Österreich. Sie ermöglichen Leser*innen, die eine Sehbehinderung haben oder einen Screenreader nutzen, ein digitales Dokument gut zu lesen.
1. Struktur von Anfang an
Von Anfang an mitgedacht ist die Barrierefreiheit einfacher umzusetzen.
Nutzen Sie Dokument- und Formatvorlagen für Überschriften, Aufzählungen, Verzeichnisse oder Verweise, wenn Sie ein Dokument in Word erstellen. ). Dadurch erhalten Sie automatisch eine gute Struktur, in der Sie navigieren können. Das heißt zum Beispiel, Sie können von Überschrift zu Überschrift springen.
2. Sehende Leser*innen nicht vergessen
Wählen Sie eine Schrift ohne Serifen, eine Schriftfarbe mit gutem Kontrast zum Hintergrund und eine ausreichende Schriftgröße
3. Text, Text und noch einmal Text
Stellen Sie alle Informationen als Text zur Verfügung. Achten Sie darauf, dass die Lesereihenfolge korrekt ist. Zur Kontrolle können Sie z.B. den Text markieren – wenn die Markierung an eine andere Stelle springt, als jene, wo man weiterlesen müsste, stimmt dort etwas nicht.
Achtung: Schreiben Sie Inhalte, die für das Verständnis wichtig sind, nie nur in die Kopf- oder Fußzeile. Solche Inhalte sind zum Beispiel Überschriften. Und verwenden Sie Tabellen nie als Gestaltungselement – setzen Sie stattdessen Listen ein.
4. Und bei Bildern? Auch Text!
Beschreiben Sie Fotos und Grafiken mit einem angemessenen Alternativtext.
5. Struktur bis zum Schluss
Wenn Sie Ihr Dokument in ein PDF umwandeln wollen, speichern Sie es als PDF ab, sodass die Struktur erhalten bleibt. Wählen Sie dazu bei den Speicheroptionen „Dokumentstrukturtags für Barrierefreiheit“ aus. Wenn sie es als PDF nur „Drucken“, geht die Struktur verloren.