PUMA-Tätigkeitsbericht 2021-2023 Startseite wien.gv.at
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5.1 Energie und Gebäude

5. Maßnahmen und Ergebnisse

Die Maßnahmen im Bereich „Energie und Gebäude“ leisteten Beiträge zur Umsetzung folgender Strategien und Programme:

  • Wiener Klimafahrplan
  • Wiener Klimaschutzprogramm (KliP II)
  • Smart Klima City Strategie Wien
  • Städtisches Energieeffizienzprogramm (SEP 2030)
  • Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen („UN sustainable development goals - SDG“)

Flächendeckend umgesetzte Maßnahmen

In den jährlichen Umweltprogrammen der Dienststellen wurden folgende allgemeinen, flächendeckende Maßnahmen umgesetzt:

Gebäudestammdaten für alle Gebäude, die im Eigentum der Stadt Wien stehen und über die die Dienststelle verfügen darf bzw. die für diese angemietet werden, auf aktuellem Stand halten

Die Gebäudedaten des Magistrats der Stadt Wien stellen eine wichtige Grundlage für strategische Planungen, auch über das Energiemanagement hinaus, dar. In Summe handelt es sich um Daten von ca. 2.200 Gebäuden. Um als Grundlage für weitere Berechnungen und Entscheidungen zu dienen, müssen Stammdaten (Flächen, Gebäudekategorie, Eigentumsverhältnisse…) der Gebäude des Magistrats der Stadt Wien laufend aktuell gehalten werden.

Vorteile der Maßnahme: Aktueller und vollständiger Überblick über den eigenen Gebäudebestand und die Gebäudestammdaten; Schaffung der Voraussetzung für die Beurteilung der Objekte bezüglich ihrer Energieeffizienz und für gezielte Verbesserungs- und Sanierungsmaßnahmen

Sanierungspläne für Magistratsobjekte erstellen und umsetzen

Diese Maßnahme stammt aus dem "Städtischen Energieeffizienzprogramm - SEP 2030" und wurde ergänzt um das Thema Ressourcenschonung.

Vorteile der Maßnahme: Kosteneinsparungen bei der Sanierung; Verlängerung der Nutzungsdauer von Gebäuden; Energetische Einsparungen im laufenden Betrieb

Aktionsprogramm Heizungsoptimierung durchführen

Diese Maßnahme stammt aus dem "Städtischen Energieeffizienzprogramm – SEP 2030" und zielte darauf ab, bis 2025 in allen Magistratsobjekten die Heizungssysteme hydraulisch zu optimieren.

Vorteile der Maßnahme: Senkung des Energieverbrauches, Senkung der Heizkosten

Erhebung möglicher Standorte für Photovoltaikanlagen auf Magistratsgebäuden

Gemäß dem aktuellen Wiener Regierungsübereinkommen soll die Stromerzeugung mittels Photovoltaik (PV) im Stadtgebiet bis 2025 auf zumindest 250 MWp und bis 2030 auf 800 MWp gesteigert werden. Auch viele Dachflächen von Magistratsgebäuden bieten großes Potenzial für Photovoltaik-Anlagen in der Stadt.Vorteile der Maßnahme: Beitrag zur Erreichung der Ziele des Regierungsübereinkommens; Steigerung des Anteils erneuerbarer Energie im Magistrat und Einsparung fossiler Energieträger; Energiekosteneinsparung; Vorbildwirkung der Stadtverwaltung

Ökologische, insekten- und wildtierfreundliche Gestaltung und Bewirtschaftung von Grünanlagen und Außenflächen

Grünflächen in der Stadt sind – insbesondere in den innerstädtischen Bereichen mit hohem Versiegelungsgrad – von besonderer ökologischer Bedeutung. Sie tragen wesentlich zur Steigerung der Lebensqualität in Städten bei, da sie den sogenannten „Wärmeinseleffekt“ vermindern, zur Luftreinhaltung beitragen sowie den Wasserhaushalt regulieren. Darüber hinaus wird das Abwassersystem durch die Versickerungsleistung entlastet und Lebensraum für einheimische Tier- und Pflanzenarten geboten. Deshalb sollten vorhandene Grünflächen bzw. nicht unmittelbar benötigte Flächen erhalten und möglichst als artenreiche, insektenfördernde Wiesen bzw. Lebensräume für Tiere gestaltet werden. Im Außenbereich von Dienststellen – seien es Abstandsflächen zu Nachbargrundstücken, ehemalige Kfz-Stellplätze und Grünanlagen oder auch Dach- und Fassadenflächen, – kann durch Entsiegelung, Begrünung, Verzicht auf Pestizide, Beachtung einer Mindesthöhe bei der Mähwerkeinstellung und weitere, vergleichsweise einfache Maßnahmen viel für Wildtiere, Insekten (Bienen!) und gegen die sommerliche Überhitzung getan werden. Dadurch werden je nach Maßnahme positive Effekte aufs Mikroklima erzielt, neue Lebensräume für bedrohte Tierarten geschaffen, und es wird die Artenvielfalt vor Ort insgesamt erhöht.

Vorteile der Maßnahme: Erhöhung der Artenvielfalt auf den Liegenschaften der Dienststelle; Beitrag zum Artenschutz; Beitrag zur Umsetzung des Programms „Raus aus dem Asphalt“; Förderung des Images der Stadt als Umweltmusterstadt

Überblick über die Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energie im Magistrat schaffen

Gemäß der Wiener PV-Offensive soll die Leistung der Photovoltaikanlagen (PV) auf Magistratsgebäuden bis 2025 auf zumindest 50 MWp gesteigert werden. Um den Fort-schritt für dieses Ziel abbilden zu können, ist ein Monitoring nötig. Weiters ist im „Wiener Klimafahrplan“ der Ausstieg aus der fossilen Gasversorgung ein wichtiger Punkt. Auch darum sollen vermehrt Systeme auf Basis erneuerbarer Energie eingesetzt werden.Vorteile der Maßnahme: Monitoring zur Erreichung der Ziele des Regierungsübereinkommens, der Wiener PV-Offensive, des Wiener Klimafahrplans sowie der „Smart City Strategie Wien“; Vorbildwirkung der Stadtverwaltung; Schaffung der Grundlage für Öffentlichkeitsarbeit für den Ausbau erneuerbarer Energie

„Raus aus Gas“ in der Wärmeerzeugung

Die „Smart City Strategie Wien“ und der Wiener Klimafahrplan legen Maßnahmen und Ziele in allen Bereichen fest, damit die Stadt Wien bis 2040 klimaneutrale Musterstadt wird. Unter dem Motto „Dekarbonisierung des Gebäudesektors“ soll Erdgas als Energieträger für die Wärmeerzeugung durch die Reduktion des Wärmeverbrauchs von Gebäuden und durch die Umstellung auf Fernwärme und auf die Nutzung von Umgebungswärme mit strombetriebenen Wärmepumpen in allen Wiener Gebäuden ersetzt werden. Die Stadt und ihre Unternehm(ung)en sollen als Vorbild voranschreiten. Es wird angestrebt, Magistratsgebäude spätestens 2035 ausschließlich mit klimafreundlichen Energieträgern zu beheizen und diese in den nächsten Jahren, wo es technisch machbar ist, mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Als ein erster Schritt auf dem Weg, Gasheizungen durch Fernwärme oder erneuerbare Energieträger zu ersetzen, war zu erheben, in welchen und wie vielen Magistratsgebäuden noch Erdgas verwendet wird und wann eine Umstellung geplant ist.

Inanspruchnahme einer Beratung für ein optimales und nachhaltiges Energiesystem, wenn eine Heizungserneuerung konkret ansteht.

Wenn die Dienststelle eine konkrete Heizungssanierung bzw. einen Heizungstausch plant, soll dafür eine (kostenlose) Beratung zur Umstellung auf nachhaltige Technologien in Anspruch genommen werden. Ziel ist die Unterstützung bei der Umrüstung von fossilen Heizungen auf ein optimales und nachhaltiges Energiesystem (erneuerbare Energieversorgung, Fernwärme)

Vorteile der Maßnahme: Einsatz nachhaltiger Heizsysteme; Vorbildrolle des Magistrats wird gestärkt

Teilnahme am „PUMA-Call 2023“: Umrüstung der Wärmeversorgung von einem Magistratsgebäude auf eine innovative Technologie

Die Stadt Wien sucht nach 100 konkreten Projekten, an denen der Umstieg von fossiler Energie auf innovative Lösungen abseits der Fernwärme vorgezeigt wird. Im Rahmen der Initiative „100 Projekte Raus aus Gas“ wurden (und werden weiterhin) Umsetzungsprojekte durch Information und Beratung unterstützt und begleitet. Ziel dieser Initiative ist es, eine möglichst große Breite und Vielfalt an Alternativen zur fossilen Wärmeversorgung aufzuzeigen. Der Magistrat möchte auch hier seiner Vorbildrolle gerecht werden und besonders innovative Maßnahmen setzen. Daher unterstützt PUMA im Rahmen einer Kofinanzierung die Umrüstung der Heizung eines Magistratsgebäudes mit fossiler Energie auf eine innovative erneuerbare Lösung. Im Berichtszeitraum wurde ein „PUMA-Call“ zum Thema „Raus aus Gas“ für Magistratsgebäude eingerichtet. Dabei wurde bei Umrüstung einer fossilen Wärmeversorgung eines Magistratsgebäudes auf eine innovative erneuerbare Technologie eine Kofinanzierung in Aussicht gestellt. Im Rahmen dieser Initiative wurde ein Gebäude des Forstamtes am Excelberg im 17 Wiener Gemeindebezirk auf eine Wärmepumpentechnologie umgestellt. Diese Umrüstung konnte Mitte 2024 abgeschlossen werden. Vorteile der Maßnahme: Umstieg auf ein nachhaltiges Heizsystem; Verringerung fossiler Emissionen im Magistrat; Stärkung der Vorbildrolle des Magistrats; Die Abteilung wird „vor den Vorhang“ geholt, und für das Projekt wird Öffentlichkeitsarbeit betrieben

Abteilungsspezifische Maßnahmen

In den jährlichen Umweltprogrammen der Dienststellen wurden neben den allgemeinen Maßnahmen auch folgende abteilungsspezifische Maßnahmen definiert und umgesetzt:

  • Beschattung des Innenhofes vom Hygienezentrum der Stadt Wien (MA 15)
  • Einsatz von LED-Signalgebern bei bestehenden Ampelanlagen (MA 33)
  • Projekt „LED it schein“ (MA 33)
  • „Smart Green Monitoring“ – Gebäudebegrünung mittels Drohnen überprüfen (MA 39)
  • Bienen am Standort Rinnböckstraße (MA 39)
  • Energieeinsparung im Freibad Schafberg durch Errichtung einer PV-Anlage (MA 44)
  • Errichtung von Bewässerungswindrädern auf der Donauinsel (Tritonwasser) (MA 45)
  • Erweiterung der Photovoltaikanlage am Lagerplatz Schierlinggrund (MA 45)
  • Umstellung der Beleuchtung auf der Außenstelle Wienflussaufsicht auf LED (MA 45)
  • Umbau der Gasheizung auf der Außenstelle Wienflussaufsicht auf eine Pelletheizung (MA 45)
  • Umstellung der Beleuchtung in Büroräumlichkeiten auf LED-Leuchtmittel mit Bewegungsmelder

(MA 59)

  • Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Marktamtsgebäude am Karmelitermarkt (MA 59)
  • Umrüstung der Lichtschalter in den Sanitär- und Küchenbereichen auf Bewegungsmelder (MA 67)
  • Gestaltung einer großflächigen, insektenfreundlichen Blumenwiese in Haus Pötzleinsdorf (MA 11)
  • Bewegungsmelder in Sanitärräumen im Personalbereich der Hauptbücherei anbringen (MA 13)
  • Einrichtung eines neuen Arbeitsgebietes für Radonmessungen in Gebäuden (MA 39)
  • Ultratiefkühlschrank optimal energiesparend betreiben (MA 39)
  • Umsetzung „GEMMA“ – Elektronische Aktenführung (MA 40)
  • Test einer Drohne für Baumuntersuchungen (MA 42)
  • Förderung von Heizungsumstellungen auf Fernwärme oder erneuerbare Energien (MA 50)
  • Aufnahme des Programms „Zirkuläres Bauen“ (ökologisch, nachhaltig, ressourcenschonend, recycelbar und klimaschonend) in die NeubauVO 2007 (MA 50)
  • Generalsanierung in den Sporthallen 11., Florian-Hedorfer-Str.24 und 23., Steinerg.22 (MA 51)
  • Ersatz der Fahrzeugflotte durch E-Fahrzeuge (MA 15)
  • Vermehrter Einsatz von Niedrigtemperaturasphalt und Niedrigtemperaturgussasphalt (MA 28)
  • Reduktion von Transportkilometern bei Frischbetonlieferungen (MA 28)
  • Energetische Bewertung mehrerer Schulen (MA 34)
  • Machbarkeitsprüfung Dachbegrünung (MA 34)
  • Rezertifizierung Energiemanagement nach ISO 50001 (MA 34)
  • Evaluierung PV-Potenzial auf Amtshäusern (MA 34)
  • Energieeinsparung im Kombibad Ottakring durch Errichtung einer PV-Anlage (MA 44)
  • Umstellung der Warnleuchten und Baustellenleuchten des Bereitschaftsdienstes von Batteriebetrieb auf Akkubetrieb (MA 48)
  • Förderung von Sonnenschutzmaßnahmen zur Verminderung sommerlicher Überwärmung (MA 50)
  • Mitwirkung an der Umsetzung des „Nationalen Energie- und Klimaplans“ (NEKP), an der Renovierungsstrategie und Umsetzung des Programms SEP 2030 im Wege der Wohnbauförderung (MA 50)
  • Umrüstung auf LED-Flutlichtanlage auf der Sportanlage 11., Ravelin Straße 8 (MA 51)
  • Umrüstung auf LED-Fluchtlichtanlage auf dem Kunstrasenplatz in 10., Raxstraße 3 (MA 51)
  • Umrüstung auf LED-Flutlichtanlage in der Tischtennishalle in 21., An der Schanze 7 (MA 51)
  • Erneuerung der Lüftungsanlage für die Duschen und Umkleiden in 21., Jedleseerstraße 74 (MA 51)
  • Umrüstung der Beleuchtung auf LED in der Anlage 23., Perchtoldsdorferstraße 1 (MA 51)
  • Neubau Zentrale Wien Kanal (Wienkanal)

Ein Bild, das mehrere hocheffiziente Umwälzpumpen zeigt

Abbildung 6 Hocheffiziente Heizungspumpen- Copyright MA 68

Die Hauptfeuerwache Floridsdorf verfügt über mehr als 19.000 Quadratmeter Nettogeschoßfläche und wird mit Fernwärme beheizt. Durch den Austausch der Heizungsumwälzpumpen auf hocheffiziente Geräte können mehr als 30 Prozent des Strombedarfes eingespart werden. Die Gesamtersparnis der getauschten Pumpen liegt bei mindestens 4.800 Kilowattstunden pro Jahr. Die tatsächliche Einsparung wird sogar höher sein, da die neuen Pumpen die benötigte Leistung selbstständig regeln.

Bernhard Ragoner, PUMA-Beauftragter der Stadt Wien – Feuerwehr und Katastrophenschutz (MA 68): "In der Haustechnik unserer Dienststelle legen wir Wert auf höchste Energieeffizienz. Der Tausch der Umwälzpumpen in der Hauptfeuerwache Floridsdorf ist ein weiterer wichtiger Schritt, um den Energieaufwand für die Raumklimatisierung in unseren Gebäuden zu optimieren und die Betriebskosten zu senken. Ich danke dem Programm PUMA für die finanzielle Unterstützung dieses Projekts."

Weitere Maßnahmen

Begehung „fernwärmeauffälliger Gebäude“ und Optimierung des Heizsystems

Falsch eingestellte Heizungen verursachen einen unnötig hohen Energieverbrauch. Sehr oft sind nur Kleinigkeiten zu beheben, die ohne hohen Kostenaufwand umgesetzt werden können, um einen energieeffizienten Betrieb der Anlagen sicherzustellen. Um den Energieverbrauch von Magistratsgebäuden dauerhaft zu senken, lohnt es sich den Fernwärmeverbrauch genauer unter die Lupe zu nehmen. Jährlich wird bei Magistratsgebäuden, die mit Fernwärme versorgt werden, die Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf auf Auffälligkeiten hin überprüft. Bei einer Auffälligkeit wird im ersten Schritt nach den Ursachen gesucht, und in weiterer Folge werden Maßnahmen getroffen. Schon allein durch Optimierungen an der Regelung oder dem Austausch von Temperaturfühlern, die falsche Messwerte liefern, können große Einsparungen bewirkt werden. Das Projekt „fernwärmeauffällige Gebäude“ befindet sich zum Zeitpunkt der Berichtslegung in einer Evaluierung.

„energie-führerschein“ für Lehrlinge im Magistrat

Der „energie-führerschein“-Kurs ist ein Workshop für Jugendliche, der das Bewusstsein und das Wissen im Bereich Energie und Klima fördert. PUMA unterstützt die Verbreitung des „energie-führerschein“, um auch Lehrlinge für die Ziele und Maßnahmen des Umweltmanagements zu sensibilisieren und die Relevanz des eigenen energiesparenden Verhaltens zu verdeutlichen. Dabei übernimmt PUMA die Kosten für die Prüfungsgebühren der Lehrlinge. Im Berichtszeitraum haben 150 Lehrlinge der Stadt Wien das „energie-führerschein“-Zertifikat erworben. Seit Beginn dieses Schulungsangebots waren es in summa 750 Lehrlinge. Die Schulung der Lehrlinge erfolgt durch engagierte „energie-coaches“, die zusätzlich zu Ihren Kernaufgaben diese Schulungen übernehmen. Sie kommen aus unterschiedlichen Dienststellen und Fachbereichen. Jährlich werden 6 Kurse angeboten.

„Raus aus Gas“ in Magistratsgebäuden

Ein gutes Beispiel für eine gelungene Umrüstung hat die MA 45 vorzuweisen. Die „Wienflussaufsicht“ wurde von Gasversorgung auf eine Biomasseheizung umgestellt. Bis Herbst 2023 versorgte eine 30 Jahre alte Gaskesselanlage das Gebäude mit Heizwärme und Warmwasser. Im Sinne der Verbesserung der Energieeffizienz und Fossilfreimachung städtischer Amtsgebäude wurde das System rechtzeitig vor der neuen Heizsaison umgerüstet. Da sich der Standort außerhalb des Fernwärme-Versorgungsgebiets befindet, entschied man sich für eine Lösung auf Basis von Biomasse. Im Heiztechnikraum im Keller wurde ein vollautomatischer 45-kW-Niedertemperatur-Pelletskessel mit Saugzuggebläse und modulierender Pellets-Förderung samt zugehöriger Regelung und Steuerungstechnik verbaut, der halbjährlich mit Holzpellets beliefert wird. Darüber hinaus erfolgten eine 20 Zentimeter dicke Dämmung des Dachbodens sowie ein hydraulischer Abgleich des Heizsystems zur gleichmäßigen Wärmeverteilung und einem in der Folge effizienteren Brennstoffeinsatz. Nähere Infos über dieses Projekt kann man auf der Homepage der 100 Projekte Raus aus Gas finden: https://www.wien.gv.at/umwelt/vorzeigeprojekt-wienflussaufsicht

Klima und Innovationsagentur – Beratungsleistungen beim Umstieg

Als Service der Stadt Wien begleitet die Klima- und Innovationsagentur Schritt für Schritt beim Umstieg auf erneuerbare Energien. Das Beratungsservice gilt unter anderem für Betreiber von Magistratsgebäuden und Betriebsgebäuden. Dabei werden kostenlose Beratungen, individuelle Betreuung und maßgeschneiderte Informationen, angeboten. PUMA informiert regelmäßig über diese Beratungsschiene. Nähere Infos: https://www.erneuerbare-energie.wien/

Veranstaltungen

Die Vortragenden beim PUMA Eenrgie- und Haustechnikforum
Abbildung 7 Vortragende beim PUMA-Energie- und Haustechnikforum im Nov. 2023; Copyright: MA 20-Christian Fürthner

Zum Themenbereich Energie und Gebäude wurden im Berichtszeitraum drei “PUMA Energie- und Haustechnikforen“ abgehalten. Ziel dieser Foren ist es, innerhalb des Magistrats möglichst alle für Haustechnik und Gebäude Verantwortlichen regelmäßig über Neuerungen in der Haustechnik, neue Trends, innovative Einsparmöglichkeiten und neue Vorschriften zu informieren. Dabei sollen auch der Erfahrungsaustausch und die Vernetzung unter den Techniker*innen gefördert werden. An den „SEP 2030 und PUMA-Energie – und Haustechnikforen“ nahmen jeweils zwischen 70 und 90 Personen teil.

Themen des PUMA-Energie- und Haustechnikforum April 2021 :

  • Energiedatenmanagement für Magistratsgebäude
  • „Fernwärmeauffällige“ Magistratsgebäude
  • Erster Eisspeicher im Magistrat
  • Sanierung Kindergarten Kugelfanggasse
  • Wiener PV-Offensive
  • Photovoltaikstrategie der Stadt Wien
  • Überdimensionierung Heizlast
  • Recycling ist das letzte Glied der Kreislaufwirtschaft;
  • Social Urban Mining - BauKarussell
  • DoTank Circular City 2020-2030
  • Nisthilfen an den Übungstürmen der Feuerwachen
  • Bauen für Wildtiere

Themen des PUMA-Energie- und Haustechnikforum November 2022 :

  • Comeback der Energieeffizienz
  • Energiesparen im Magistrat und in Unternehm(ung)en
  • „LED it Schein“ – Sicherheit, Effizienz, Ökologie und andere Aspekte der LED-Umstellung der öffentlichen Beleuchtung
  • Energiesparen in städtischen Gebäuden in der Stadt Salzburg
  • Blitzlichter – Best Practices aus dem Magistrat
  • Bewusstsein bilden im Magistrat – So motiviert PUMA zum Energiesparen
  • Wie heizt der Magistrat?
  • „Raus aus Gas“ wie wirkt dieses Programm intern für den Magistrat?
  • Wärmepumpen im Bestand – Wie kann umgerüstet werden?
  • Sonnenstrom-Offensive auf Magistrats-gebäuden und Unternehm(ung)en

Themen des PUMA-Energie- und Haustechnikforum November 2023 :

  • Die neuen Wiener Beratungsstellen – bei uns sind Sie richtig!
  • Neue Ökodesign- und Label-Verordnungen, Top-Produkte-Webseite
  • Energieplanung zum Thema „Evaluierung SEP 2030“
  • Energieplanung zum Thema „Wie viel Effizienz sieht man in den Energiedaten?“
  • „PUMA-Schulen“
  • Neue Möglichkeiten durch Energiegemeinschaften
  • Energiepotenziale im Stadtplan und darüber hinaus
  • Die Vorteile eines PV-Dachgartens