5.1 Einleitung
Die Bevölkerung Österreichs wird immer älter: der Anteil derer, die über 64 Jahre alt sind, wird voraussichtlich von 19,8 % im Jahr 2024 auf etwa 29,1 % im Jahr 2080 steigen. Diese demografische Entwicklung übt auf den Generationenvertrag Druck aus, da immer weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter immer mehr Menschen im Pensionsalter gegenüberstehen. Dieser demografische Wandel macht auch vor Wien nicht halt. Hier bergen Zuwanderung und Integration insbesondere jüngerer Generationen für Wien große Chancen. Das bestätigt auch die Studie „Wirtschaftliche Bedeutung von Zuwanderung“, die hervorhebt, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund für die Zukunft Wiens ein wichtiges Erwerbskräftepotenzial darstellen. Schon heute leisten Menschen mit Migrationshintergrund rund 47 % der in Wien tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden.
Arbeit sichert nicht nur den Lebensunterhalt und Lebensstandard, sie dient auch der Selbstverwirklichung und stellt insbesondere für Menschen mit Migrationsgeschichte eine wichtige Säule für die soziale Integration dar. Wie die Studie „Zusammenleben in Wien“ zeigt, stimmt auch eine große Mehrheit der Wiener*innen (88 %) der Aussage zu, dass zugewanderte Wiener*innen für eine gute Integration in die Gesellschaft eine Arbeitsstelle brauchen.