4.13 A Bodengebundene Begrünung
Diese Begrünungsart ist besonders auf natürlich gewachsenem Boden geeignet (evtl. Bodenverbesserung notwendig) und ermöglicht eine Begrünung in der (Maximal-)Höhe der gewählten Kletterpflanze. Besonders zu beachten ist eine ausreichende Dimensionierung der Pflanzgrube.
A.1 Ohne Kletterhilfe
Hier erfolgt ohne weiteren Einsatz technischer Hilfsmittel ein vollflächiger, direkter Bewuchs mit selbstkletternden Pflanzen (Wurzelkletterer, Haftscheibenranker). Als Basis muss ein schadloser intakter Fassadenzustand gegeben sein, um Folgeschäden zu vermeiden.

A.2 Mit Kletterhilfe
Diese Form der Begrünung ist für gerüstkletternde Pflanzen, die technische Konstruktionen zum Festhalten benötigen, geeignet. Darunter fallen Schlinger, Winder, Blattranker, Sprossranker und Spreizklimmer. Besonders wichtig ist ein ausreichend dimensioniertes System mit genügend Ankerpunkten.
A.2.1 Starr
Die Kletter- bzw. Rankhilfen werden als starre Konstruktion gebaut. Die Materialien sind meist aus Metall, Holz oder Kunststoff und sichern die Stabilität bei Kletterpflanzen mit hohem Dickenwachstum bzw. hoher Spannungserzeugung.
A.2.1a Flächig
Das System hat einen gitterartigen Aufbau und ist in der Form relativ variabel. Die Begrünung erfolgt vollflächig (z. B. Spaliersysteme)

A.2.1b Linear
Einzelne, stab- oder säulenartige Kletterhilfen ermöglichen einen linearen Bewuchs.

A.2.2 Flexibel
Diese Konstruktionsform ist für Kletterpflanzen mit geringerem Dickenwachstum geeignet. Die Materialien sind meist aus Metall oder Kunststoff.
A.2.2a Flächig
Die Systeme sind aus Netzen oder netzartigen Konstruktionen, erlauben eine flächige Begrünung und sind auch besonders gut als Licht- und Sichtschutz geeignet. Es können sehr große Flächen begrünt werden.

A.2.2b Linear
Die Konstruktion besteht aus einzelnen, linearen Kletterhilfen, beispielsweise Stahlseilen.
