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Magistratsabteilung 23 - Wirtschaft, Arbeit und Statistik

Leistungsberichte der Magistratsdienststellen

Die Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23) bündelt die wirtschafts-, arbeitsmarkt- und innovationspolitischen Fragestellungen sowie die Agenden der Statistik, zu denen auch die Erhebungen der Verbraucherpreise und der Beherbergungsstatistik in Wien zählen. Die Abteilung liefert fundierte Daten und Entscheidungsgrundlagen und leistet einen Beitrag zur Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Wien.

Weiterführende Informationen zum Inhalt: Zur Fachabteilung • Kontaktadressen

Projekt- und Schwerpunktüberblick

Strategie WIEN 2030 – Wirtschaft & Innovation

Die 2019 entwickelte Wirtschafts- und Innovationsstrategie wird gemeinsam mit Sozialpartner*innen, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung umgesetzt. Wien baut sechs Themenbereiche systematisch zur Weltspitze aus und trägt damit auch zu Lösungen für Lebensqualität und Ressourcenschonung im Sinne der Sustainable Development Goals bei.

Bei der 10. Wiener Innovationskonferenz im Jänner 2025 wurden unter dem Titel „Zukunft smart gestalten – Schau ma amal? – Durchstarten!“ Lösungen für wirtschaftliche Veränderungen diskutiert. Die Themenverantwortlichen führten ihrerseits zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen von WIEN 2030 durch, um ihre jeweiligen Spitzenthemen zu promoten und gezielt Bedarf für weitere Leitprojekte zu erheben.

Innovationsmanagement im Magistrat der Stadt Wien

Ziel des Innovationsmanagements ist die Stärkung und Weiterentwicklung der Innovationskraft der Dienststellen und der Mitarbeiter*innen des Magistrats der Stadt Wien. Prinzipiell kommen Zuschüsse aus dem für die Jahre 2023–2024 dotierten Innovationsbudget in Höhe von 1,5 Millionen Euro in Betracht.

2025 wurde eine Ausschreibung im Frühjahr durchgeführt. Aufgrund der Budgetkonsolidierung wurden bei allen laufenden Projekten in unterschiedlichem Ausmaß Kürzungen vorgenommen. Eine externe Wirkungsevaluierung der Maßnahme wurde beauftragt.

Fachhochschul-Förderung

Die MA 23 lädt im Rahmen jährlicher Ausschreibungen (Calls) die Wiener Fachhochschulträger ein, zu vorgegebenen Themen Projektvorschläge einzubringen. Eine unabhängige, international besetzte Jury wählt wirksame und innovative Konzepte für Lehre und Forschung aus. Am 20. November 2024 wurde vom Wiener Gemeinderat die neue Fachhochschul-Förderrichtlinie für die Jahre 2025 bis 2029 genehmigt.

Im Jahr 2025 wurden zwei Calls durchgeführt. Im Rahmen des Calls „Stiftungsprofessuren und Kompetenzteams für Lehre und Forschung“ wurden an 10 Projekte 6 Millionen Euro Fördergeld und im Rahmen des Calls „Infrastruktur für Lehre und Forschung“ wurde 1 Million Euro an vier Projekte vergeben.

EU-Themen

2025 stand im Zeichen einer intensiven Beschäftigung mit der wirtschaftspolitischen Steuerung der Europäischen Union und der Rolle der Regionen in der EU. Dabei konnte die Stadt Wien – Wirtschaft, Arbeit und Statistik in einem Austausch mit der zuständigen Generaldirektion im Rahmen eines Workshops den Zugang Wiens in Sachen Wirtschaftspolitik und Fiskalpolitik näher darstellen. Ein weiteres zentrales Thema bildete die Beschäftigung mit der Neuausrichtung der Europäischen Union im Bereich Wohnen. Dabei wurde die wohnungspolitische Diskussion auf EU-Ebene einem engmaschigen Monitoring unterzogen – aus dieser Diskussion wurde der am 16. Dezember 2025 von der EU-Kommission verabschiedete European Affordable Housing Plan entwickelt.

Nach der Verabschiedung des Gesetzesprojekts für einen rechtssicheren Datenzugang im Bereich Kurzfristvermietung auf Basis einer EU-Verordnung 2024 kam es 2025 zu einer Aufarbeitung von bestehenden Problembereichen dieser Verordnung. Dabei wurde im Rahmen eines maßgeblich von Wien gestalteten Workshops ein Grundsatzpapier der European Cities Alliance on Short Term Rentals erstellt.

Darüber hinaus hat die Abteilung zahlreiche Eingaben im Rahmen von Konsultationen zu geplanten EU-Rechtsakten koordiniert bzw. erstellt, unter anderem zum für 2026 erwarteten Vorschlag für einen European Quantum Act.

Datenanalytik

2025 lag der Fokus im Bereich der Datenanalytik auf der Aufbereitung zahlreicher Projekte inklusive der dazugehörenden Beratungsleistungen. Diese Projekte betrafen insbesondere Datenanalysen in den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern der Stadt (bspw. Parkraumüberwachung, Tourismus oder Angelegenheiten des WAFF) und in jeweils enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Dienststellen bzw. den stadtnahen Einheiten. Darüber hinaus wurde per Webscraping der Wiener Markt im Bereich Kurzzeitvermietung mittels Auswertungen von marktdominanten Anbieter*innen erfasst.

Raus aus Gas

Ein inhaltlicher Schwerpunkt im Bereich Wirtschaft war das Dekarbonisierungsprogramm der Stadt Wien. Die Abteilung leitet im Rahmen des Programms „Raus aus Gas“ die beiden Streams „Arbeit und Wirtschaft“ und „Monitoring“. Dazu gehört die Erstellung von Studien, die Entwicklung von strategischen Handlungsempfehlungen für den Arbeitsmarkt und die Vernetzung von Wiener Wirtschafts- und Arbeitsmarktakteur*innen.

Wirtschaftswissenschaftliche Studien

Die Entwicklung der Wiener Wirtschaft und des Arbeitsmarktes wurde anhand von mehreren Studien und Berichten analysiert und aufbereitet. So wurde die aktuelle Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Wien in den vierteljährlichen Quartalsprognosen und halbjährlichen Konjunkturberichten untersucht. Zusätzlich wurden Halbjahresberichte zur aktuellen Lage der Wiener Bauwirtschaft inklusive einer Prognose der Baukostenentwicklung für Österreich beauftragt. Um die Anwendungsmöglichkeiten des „Community Wealth Building“-Konzepts für Wien zu prüfen, wurde eine Pilotstudie erstellt. Darin wurden ausgewählte internationale Initiativen und spezifische Anwendungsformen untersucht. Weiters wurde eine Studie zum Thema „Diversitätsmanagement in der Dimension LGBTIQ (Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans, Inter, Queer)“ veröffentlicht. Im Rahmen dieser Studie wurde der Frage nachgegangen, warum und wie Unternehmen in Wien Diversitätsmanagement betreiben, welche Maßnahmen effektiv sind und welchen Nutzen Unternehmen davon haben. Zudem wurde eine Studie mit dem Titel „Zukunftsfelder für Aus- und Weiterbildung in Wien in Zeiten demografischer, ökologischer und digitaler Herausforderungen“ beauftragt. Diese Studie widmet sich der Analyse der Altersstruktur unselbstständig Beschäftigter in Wien und ihren Implikationen für den Arbeitsmarkt.

Statistische Auskünfte und Bevölkerungsentwicklung

Das Dezernat Statistik stellte 2025 umfangreiche Statistik-Dienstleistungen bereit, darunter die Anfragebeantwortung für Bürger*innen, Medien, Wissenschaft und Verwaltung, vor allem im Bereich der kleinräumigen Analysen der Bevölkerungsentwicklung in Wien. In Zusammenarbeit mit der MA 18 und der Magistratsdirektion wurde das Datenmanagement für die wachsende Stadt aufgesetzt. Die kleinräumige Bevölkerungsprognose für Wien wurde 2025 aktualisiert und im Internet veröffentlicht.

Statistische Publikationen und Datenkommunikation

Das Dezernat Statistik publizierte das „Statistische Jahrbuch der Stadt Wien 2025“ in gekürzter Neuauflage sowie den Folder „Wien in Zahlen 2025“. Das Angebot an Open Government Data wurde aktualisiert und ausgebaut.

Die monatliche Wiener Bevölkerungsentwicklung wird im Bevölkerungsmonitoring im Internet dargestellt und erklärt.

Datenvisualisierung im Internet

Die Applikation ViennaViz, die eine einheitliche Web-Datenvisualisierung der Stadt Wien und ganz Österreichs ermöglicht, wurde weiterentwickelt, insbesondere die Barrierefreiheit, Responsivität sowie interaktive und Kartenfunktionalitäten. Neue öffentlich-rechtliche Kooperations- und Entwicklungspartner in Österreich wurden angeworben.

Gesetzliche Erhebungen

Durchgeführt werden statistische Erhebungen, zu denen die Stadt Wien nach dem Bundesstatistikgesetz verpflichtet ist. Dazu gehören unter anderem die monatlichen Preiserhebungen für den Verbraucherpreisindex sowie die monatlichen und jährlichen Erhebungen zur Tourismusstatistik in den Wiener Hotellerie- und Beherbergungsbetrieben.

Magistratsweit werden jährlich die Forschungsausgaben für Wien eingeholt und der Bundesanstalt Statistik Österreich zur Verfügung gestellt. Auf Grundlage der Bezirksmittelverordnung erfolgt, ebenfalls jährlich, eine Datensammlung für die Berechnung der Bezirksbudgets.